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Die Zürcher FDP wiegt sich in süssen Träumen

27. August 2010 um 13:22

Die Zürcher Freisinnigen, einst Herzstück eidg. Selbstbewusstseins, wiegen sich in süssen Träumen. Der immer noch junge Anwalt Beat Walti, Kantonalpräsident, der in seinem politischen Amt nicht weiter aufgefallen ist, hat nun in eigener Kompetenz angemeldet, er möchte im kommenden Herbst für den Nationalrat antreten. Dabei hat er vergessen, dass die bisherigen vier NR’s seiner Partei Ruedi Noser, Doris Fiala, Filippo Leutenegger und Markus Hutter nicht die geringsten Ermüdungserscheinungen zeigen. Walti kämpft gegen seine eigenen kantonalen Stars, denn die Hoffnung, Ruedi Noser würde Bundesrat, geht nur dann in Erfüllung, wenn Johann Schneider-Ammann es nicht schaffen würde. In Realität wirken die beiden Schweizer Grossbanken hinter den Kulissen massiv für Ruedi Noser, der ihnen verlässlicher zu sein scheint als der Berner Industrielle, der schon einmal den Hosenlupf mit Marcel Ospel, UBS, gewagt hat. Würde Noser Bundesrat hätten die Grossbanken mit Beat Walti einen weiteren Lobbyisten im Nationalrat. Geht diese Rechnung nicht auf, würde Waltis Kandidatur für den Nationalrat zum zweiten Mal scheitern. Das wäre nicht weiter schlimm, denn die Zürcher Freisinnigen sind das Scheitern gewohnt.

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