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Was sind Studien noch wert?

26. August 2010 um 7:31

Was Prof. Kurt Imhof jüngst über die Qualität der Schweizer Medien publizierte, ist klar aus linker Optik erfolgt. Europas Linke, einschliesslich der Sozialdemokraten, waren stets einem bürgerlichen Bildungsgedanken verpflichtet. Medien, die nicht der Bildung des Bürgers dienen, um damit Demokratie zu ermöglichen, wurden stets als zweitklassig bezeichnet. Diese Messlatte erreichen viele Schweizer Medien schon lange nicht mehr; die letzten linken Bildungsbürger werden immer darüber weinen. Was sind Studien überhaupt wert? Zur Unschädlichkeit der Handystrahlen liegen derzeit rund 10 000 Studien vor. Die Uppsala-Universität in Schweden hat 70 Menschen vor dem Schlag 30 Minuten lang Handystrahlen ausgesetzt. Ergebnis: Kopfschmerzen, schlechtere Schlafqualität, Konzentrationsstörungen. Die ETH Zürich hat in einer ähnlichen Studie Gehirnströme und –durchblutung gemessen. Ergebnis: Erhebliche Veränderungen der Gehirnaktivität, keine gesundheitlichen Störungen. Ich benutze das Handy seit seiner Erfindung (“Ziegelstein”) täglich, scheine aber noch bei Sinnen zu sein.

Ein Kommentar zu “Was sind Studien noch wert?”

  1. Fred David

    Ob links oder rechts, oben oder unten, schwarz oder weiss: Demokratie hat unmittelbar mit Bildung zu tun. Die direkte Demokartie noch mehr als jede andere Staatsform.

    Wer über alles mitreden und -entscheiden will, muss auch wissen, worüber er entscheidet. Sonst wird er zum blossen Stimmvieh, das mal hierhin, mal dorthin getrieben wird.

    Ist Bildung und die Information zur Entscheidungs-”Bildung” nicht mehr in ausreichendem Mass gegeben, zerfällt die Demokratie und wird zur Diktatur von Interessen, von denen sich die stäksten durchsetzen.

    Kann auch funktionieren. Halt nur anders.

    China kommt ganz gut ohne lästige Demokratie und nur mit eingeschränkter Freiheit aus . Kapitalismus funktioniert auch ohne Demokratie und mit beschränkter Freiheit. Womöglich sogar besser. Letzteres ist eine relativ neue Erkenntnis.

    Und das wiederum ist kein gutes Omen für anstrengende Demokratien wie die der Schweiz.

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