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Tagesarchiv für 25. August 2010

Warum Japan, USA und die EU-Staaten ärmer werden

Mittwoch, den 25. August 2010 um 16:58

Die einst reichen Japaner liegen heute auf Platz 40 im Hinblick auf das persönliche Einkommen. Der durchschnittliche US-Amerikaner, wie er in Mississippi wohnt, ist nicht mehr viel reicher als ein Pole, Japaner und Libyer. Der Grund: Überall ist der Staatsanteil am BSP auf gegen 40 % angestiegen. Der Staat gibt Geld aus, das den Bürgern und Unternehmern fehlt. In China ist der Staatsanteil, was hier wenigen bekannt ist, auf deutlich unter 20 % des BSP gesunken (Tiefststand im Jahr 2000: 11 %). Japan ist deshalb als Welthandelsnation auf Platz 3 hinter den USA und China zurück gesunken. Die Öffnungspolitik der Schweiz, wo wöchentlich reiche Ausländer zuziehen, hat uns bisher vor Schlimmerem bewahrt.

Verachtete Medien

Mittwoch, den 25. August 2010 um 16:56

TigerWoods hat sich immer schon dazu bekannt, die Medien zu verachten, die gleichen Medien, die ihm und seinen Sponsoren durch ihre Berichterstattung sehr viel Geld eingebracht haben. Bei vielen Unternehmern und noch mehr Managern sieht es nicht anders aus. Von Ingvar Kamprad (Gründer IKEA) bis hin zu den Spitzen unserer beiden Grossbanken werden die Medien nicht wirklich geliebt, höchstens genutzt und aus staatspolitischen Gründen ab und zu mit Kampagnen unterstützt. Die meisten Medien, wie vor allem die Migros- und Coop-Wochenzeitungen, sind nichts anderes als Konsumförderungs-Publikationen, die mit ein wenig Unterhaltung angereichert werden, um den Inhalt verdaubar zu machen. Auch Edelmedien,wie die „NZZ“ und die „Weltwoche“, sind sich nicht mehr zu schade, den intellektuellen und materiellen Konsumdruck redaktionell zu bedienen, sei es auch durch ausgegliederte Magazine. Dass damit die Achtung auch für den redaktionellen Inhalt sinkt, wird zu wenig bedacht. Überleben ist alles.

Peter Brabeck kämpft für teures Wasser

Mittwoch, den 25. August 2010 um 15:33

Der im Oberwallis nahe dem Aletsch-Gletscher lebende Peter Brabeck-Letmathé, VR-Präsident des Nestlé-Konzerns, kämpft für teures Wasser. Jeder Mensch soll künftig nur das Recht haben, 25 Liter Wasser pro Tag gratis zu beziehen, um Ernährung und Hygiene zu sichern. Der Rest des Wassers der Welt müsse an Wasserbörsen zur Versteigerung kommen: Wer mehr bietet, erhält mehr Wasser. Nun wissen wir, wie Börsen funktionieren. Der Kleinaktionär hat oft grosse Probleme, denn sein Wissensstand ist gering. Die grossen Deals gehen über „Black Pools“. Genau so wird es auch mit dem Wasser geschehen – wenn Brabeck sich durchsetzt.

Die Deutschen sind dumm

Mittwoch, den 25. August 2010 um 12:45

Keine Ahnung, weshalb viele Deutschschweizer sich von Deutschen derart beeindrucken lassen. 80 % aller Deutschen kennen Jürgen Habermas nicht, Deutschlands global bekanntesten Intellektuellen. Der wunderbare Hans Magnus Enzensberger ist nur für acht Prozent aller Deutschen eine moralische Autorität; hier liegt sogar „Joe“ Ackermann mit 10 % besser, den die Deutschen gar nicht lieben. Jetzt erst beginne ich zu verstehen, weshalb manche Menschen vorzugsweise mit Bäumen reden. Sie suchen dort ein Mehr an Verstand und Empathie als sie es von ihren Mitmenschen erwarten dürfen.

Douglas Coupland beleidigt die Schweizer

Mittwoch, den 25. August 2010 um 12:42

Er hat einmal die Aussteiger-„Generation X“ kunstvoll beschrieben. Jetzt kommt Douglas Coupland mit der „Generation A“ auf den Markt; A für Apocalypse. Wir Schweizer kommen dabei nicht gut weg. Nach Couplands Ansicht „ist die Schweiz die elendste Droge der Welt. So langweilig wie ein Schlaganfall, der nicht aufhört.“ Merke: Wer den Weltuntergang kommen sieht, muss die Schweiz langweilig finden.

Armes Volk – klügere Elite?

Mittwoch, den 25. August 2010 um 12:40

Es ist „John Sixpack“ mit seiner Cowboy-Strohhut tragenden Freundin, der in Manhattan gegen den Bau einer islamischen Kulturzentrums, das 400 Meter entfernt von „ground zero“ gebaut werden soll, protestiert. Das arme US-Volk, konservativ, christlich erzogen, welches dagegen protestiert, dass dort, wo „Islamisten“ die beiden Türme des World Trade Center abschossen, ein islamisches Zentrum gebaut werden soll. Es glaubt seiner Regierung, dass es die Moslem waren und sind, welche sein Land bedrohen. Die US-Elite will Geschäfte machen, will, Muslim oder nicht, kluge und billige Mitarbeiter haben, und glaubt auch nicht wirklich an die offiziellen Regierungsmärchen. Ist dies nur in den USA so?
– Im benachbarten Stuttgart protestiert „das Volk“ gegen einen neuen Grossbahnhof. Er ist ihm einfach zu gross und zu teuer. Die deutschen und schwäbischen Eliten wollen dieses erneuerte Zentrum, das stilvoll ist und schnellere Verbindungen bringt. Das Volk hat genug von der Geschwindigkeit und den hohen damit verbundenen Spesen, die als Steuern eingetrieben werden.
– In der Schweiz will das Volk seine veralteten Genossenschaftshäuser nicht zugunsten von Neubauten verlassen. Die alten, oft wenig gepflegten Räume genügen den Menschen. Lieber in einer alten Hütte, deren Miete bezahlbar ist, als in einer sanierten Bauzone, wo die Mieten über 30 % aufschlagen.
Die Menschen mögen den Fortschritt nicht wirklich, vor allem dann nicht, wenn sie ihn finanzieren müssen. Die Menschheit würde stehen bleiben, hörte man auf sie, sei es in NYC, Stuttgart oder dem CSS, dem City State Switzerland.

Sinnvolle Werbung

Mittwoch, den 25. August 2010 um 7:31

Erwachsene, welche das Kinderbuch des Wassertropfens Fosty von der auf Umweltsysteme spezialisierten Fostac AG in die Hand nehmen, sind so skeptisch wie jene, welchen das Büchlein „Konstantin die Post-Schildkröte“ von der Post in die Hände fällt. Doch beide Kindergeschichten machen keine direkte Werbung für die Firmen. Im Lese-Lehrbuch „Fosty“ verfolgen die angesprochenen 7 bis 14 Jahre alten Kinder den Lebenszyklus eines Wassertropfens vom Meer zu Luft bis zur Erde und wieder zurück, illustriert mit feinsinnigen Pastellbildern. Seine Reise thematisiert auch die Verschmutzung durch den Menschen und die Problematik der Wasserknappheit – aber ohne Zeigefinger und Moral. Manchmal spricht der Autor zu sehr in der Erwachsenensprache. Dennoch werden ihm das die jungen Leser verzeihen, ist doch der Wassertropfen so unbeschwert sympathisch wie es Didaktik-Figuren in Lese-Lehrbüchern selten sind.

 
     
     
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