Manns genug?
24. August 2010 um 10:27Lang lebe King Kilian, der am Sonntag als männlichster aller Schweizer Männer die Schwingerkrone auf den Kopf und den Siegerpreis – ein echter Muni – in die Hand gedrückt bekam. Dem bärenstarken, bodenständigen und gutaussehenden Schwingerkönig 2010 wird eine Modelkariere vorausgesagt, welche sogar die des bisher bestverdienenden Mister Schweiz in den Schatten stellen soll. Während er noch feuchten Auges die Glückwünsche seiner Fans entgegennimmt, reissen sich die Werber bereits um ihn. Laut IMG-General Rolf Huser ist der gelernte Metzger der perfekte Schweizer. Sein Sport, das Schwingen, müsste demnach der perfekte Schweizer Sport sein. Nebst Wandern, versteht sich.
Dieser frischgekrönte Kilian, der mit seinen hochgekrempelten Ärmeln aussieht wie einer, der zupacken kann, verkörpert das Alter Ego des modernen, urbanen und wirtschaftlich büroversierten Schweizer Städters. Ist dies der Beginn einer Renaissance des testosterongeladenen Schweizer Kerls? Ein “retour à la Macho-Nature”, sozusagen? Sicher ist, dass die Testosteronfrage inzwischen auch im Bundesrat diskutiert wird. Die Vorstellung, dass der Testosteronspiegel des neuen Bundesrats ab Herbst 2010 aufgrund einer weiblichen Mehrheit drastisch absinken könnte, veranlasste Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zu der Befürchtung, dass die Männer sich nicht mehr vertreten fühlen könnten durch den Bundesrat. Ein harter Schlag für die in diesem Falle verbleibenden zwei Bundesräte Maurer und Burkhalter. Sind diese nicht Manns genug?
Mirjam Belz


am 24. August 2010 um 15:07 Uhr.
Und wo bleibt die Schwulenquote? Mindestens 1 Bundesrätin sollte durch einen Schwulen ersetzt werdn, und die andere durch einen Bundesrat mit Migrationshintergrund, dem man dies auch ansieht!
am 25. August 2010 um 13:21 Uhr.
Wo bleibt die weiblichste aller Schweizer Frauen? Und ist es nicht so, dass sich die Frauen insgeheim doch wieder einen richtigen Mann wünschen?