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Hysterie in Bern

24. August 2010 um 9:50

Die SP liegt am Boden, von Micheline Calmy-Rey und Moritz Leuenberger, den eigenen Bundesräten, k.o. geschlagen. Die SVP kündigt durch ihren Strategiechef eminente Persönlichkeiten wie Gölä und Chris von Rohr als mögliche Nationalräte der “stärksten Schweizer Partei” an. Die CVP, von Doris Leuthard beflügelt, nähert sich den FDP-Kandidaten, vor allem Johann Schneider-Ammann. Bei der FDP ist alles möglich, denn Parteipräsident Fulvio Pelli wird anschliessend behaupten: “Ich habe es stets gesagt.” Die Grünen und Grünliberalen tun so, als seien sie politisch notwendig. Aus der Schweizer Demokratie ist die Schweizer Hysterie geworden. Gottseidank geht es uns gut.

Ein Kommentar zu “Hysterie in Bern”

  1. Fred David

    Die Versimpelung und Hysterisierung der Parteipolitik ist parteiübergreifend.

    Wer sind eigentlich die Parteien noch, die für sich in Anspruch nehmen, repräsentativ zu sein und das Land zu regieren? Verdienen sie überhaupt noch die sich selbst angeeignete Legitimation?

    Wer sich die Qual antut, Parteiversammlungen unterhalb der Delegiertenebene zu besuchen, egal welcher Partei, ist entsetzt darüber, was sich in den halb- und dreiviertelleeren Sälen als repräsentativ darstellt und auf dieser kümmerlichen Grundlage sog. basisdemokratische Beschlüsse fasst

    Wer regiert die Schweiz wirklich?

    Es wäre angebracht, sich näher mit dieser Frage zu befassen. Die Antworten – ehrliche Antworten – würden die meisten Schweizer nicht nur überraschen, sondern entsetzen.

    Darum bleibt die Frage bis auf weiteres unbeantwortet.

    Obwohl sie eigentlich nahe liegt.

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