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Tagesarchiv für 19. August 2010

Weniger Staat will auch die Kirche

Donnerstag, den 19. August 2010 um 13:03

Nicht nur die Banken und andere Unternehmen wollen „weniger Staat“, die FDP natürlich auch. Vor allem aber die konservativen Vertreter der römisch-katholischen Kirche der Schweiz, angeführt vom Churer Bischof Vitus Huonder, wollen auch weniger Staat. Zumindest in der Kirche. Huonder, ein konservativer Revolutionär, möchte mit seinem Stab eine Kirche, die vom Schweizer Staat und dessen Einflüssen unabhängig ist. Deshalb will er Martin Grichting als neuen Zürcher Weihbischof. Huonder ist nicht unfähig, wie der Dekan des Zürcher Oberlandes, Vitus Schmid, annimmt, er hat nur eine andere Agenda als jene Schweizer Katholiken, welche die Kirche als Organisation sehen, die vom Gläubigen her aufgebaut ist. Ganz offensichtlich ist Huonder Sprecher jener vatikanischen Chefbeamten, welche die Kirche wieder auf „ein gesundes Mass gesundschrumpfen“ wollen. Erst eine kleinere katholische Kirche, die wieder „echte Gläubige habe und kein Fallobst“, werde in Zukunft bestehen können. Dazu passt, dass Anfang September das konservative „Radio Maria“ in der Schweiz vorgestellt wird. Bischof Vitus Huonder wird dort die Begrüssungsrede halten.

Bauern kämpfen für mehr Dreck

Donnerstag, den 19. August 2010 um 10:11

Weil der Bund die Gewässer besser schützen will, laufen die Bauern Sturm, die ihre Gewinne, ganz wie die verrufenen Grossbanker auch, maximieren wollen. Der Bund will die Schutzzonen an Flüssen und Bächen, wo nicht gedüngt werden darf, verbreitern. Die Bauern nennen dies Enteignung. Wie ich schon immer sagte: Die Bauern sind die grössten Umweltsünder der Schweiz, denn sie haben in den letzten 50 Jahren alles getan, um Fauna und Flora zu vernichten.

Super-Manager in der Schweiz

Donnerstag, den 19. August 2010 um 10:10

Wir reden von Managern, CEOs, Geschäftsführern, Leadern, Top-Manager. Wo aber sind die Super-Manager geblieben, welche von den heutigen Leadern hoch geachtet sind? Wir reden hier von Leuten wie Jack Welch (ex-GE) oder Helmut Maucher (ex-Nestlé). Sich einen Manager zu nennen, kommt heute schon fast einem Schimpfwort gleich, weil die Bevölkerung sofort an jene Finanzhaie denkt, die das Schiff bei guter Fahrt stolz lenken und beimKentern als erste vom Dampfer springen und auf der nächsten Barkasse anheuern. Sucht man bei Google.ch unter dem Begriff „Super-Manager“, so erhält man fast ausschliesslich Antworten, die mit der deutschen Bundesliga oder der Game-Industrie zu tun haben. Super-Manager finden wir aber nicht im Zusammenhang mit erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Unternehmen. Kann es sein, dass das Mittelmass auch für die besten Unternehmen heute gut genug ist? Fehlt der jüngeren Generation die Ausdauer, sich zu einem Super-Manager (-Leader) zu entwickeln? Oder sind wir in der Schweiz einfach frei von Super-Managern?

Fidel Stöhlker

Gefährliche Politiker-Gattin

Donnerstag, den 19. August 2010 um 7:57

Roswitha Merz, Künstlerin, sieht man ihre 69 Jahre nicht an. Die Gattin unseres Finanzministers, dessen Zeit vorzeitig abgelaufen ist, hält in der „SI“ nicht mit Wahrheiten zurück:
– „Politik hat mich nie interessiert.“
– „Waffenläufer sind hässliche Manne und laufen etwas davon.“
Damit gewinnt man als FDP-Frau ehrenhalber keine Stimmen. Ein Handicap mehr für unseren fröhlichen Bundesrat mit den schönen Augen.

Der Ernesto Bertarelli-Flop und die Alinghi-Pleite

Donnerstag, den 19. August 2010 um 7:49

Ringiers Zeitschriften-Chef Urs Heller, ein Journalist und Verlagsmanager mit Bauchgefühl, hat im „Klartext“ gesagt, sein grösster Flop seien die Stories um Ernesto Bertarelli und die Alinghi gewesen. Die Ringier-Heftli mit diesen Stories seien in den Kiosken „bleischwer“ liegen geblieben. Mein Bauchgefühl hat mich damals also nicht getäuscht. Dieser überaus glatte, aber intellektuell substanzschwache Erbe einer italienischen Industriellenfamilie, der das Familienunternehmen für Milliarden nach Deutschland verkaufte, war bei den alemannischen Deutschschweizern nicht glaubwürdig. Die Alinghi selber, ein Hightech-Produkt, das dann auch noch die wichtigsten Rennen verlor, wurde nicht zum Liebling aller. Der Normalschweizer liebt die Erde, nicht das Wasser.

Wollen Sie auch Bundesrat werden?

Donnerstag, den 19. August 2010 um 7:48

Weil ein gutes Dutzend mehr oder weniger bekannter kantonaler Politiker am 22. September in den Bundesrat gewählt werden möchten und der Andrang im Herbst 2011 noch grösser werden dürfte, wäre es doch besser, den Bundesrat zum Schweizer Volk zu machen und jede Schweizerin, jeden Schweizer mit dem Titel „Bundesrat“ auszuzeichnen. Simonetta Sommaragu, Berner Ständerätin, eine ernsthafte Frau mit dem Fehler, den EU-Beitritt zu wollen, wird von ihren eigenen politisch links stehenden SP-Kolleginnen bedrängt. Tritt der Berner Nationalrat und Unternehmer Niklaus Schneider-Ammann für die FDP an, dürfen sich seine parteiinternen Konkurrenten abschminken. Mehr als alle anderen vertritt Schneider die stabilen Teile der Schweizer Realwirtschaft. Schafft es diese nicht mehr in den Bundesrat, sind trotz Lobby Fehlentwicklungen in jeder Menge zu erwarten. Tritt Schneider nicht an, steht in Zürich Nationalrat Ruedi Noser zur Verfügung, der sich gerne als „urbaner Politiker Glarner Herkunft“ bezeichnet. Die SVP fühlt sich ins Abseits gedrängt und wartet in diesem politischen Poker noch ein wenig ab. Werden sich am 22. September SP und FDP nicht rasch einig, können die Ersatzwahlen zu einer Lotterie verkommen.

Schweizer Bergler und industrielle Deutsche

Donnerstag, den 19. August 2010 um 7:48

Wenn der Zürcher Bankier Raymond J. Bär sich über die Schweiz äussert, schreibt er seinen Landsleuten gerne „ein Bergler-Naturell“ zu, „wo Einzelgängertum, Sturheit und Ausdauer“ vorherrschten. Lobt er Familienfirmen, greift er gerne auf den Küchenhersteller Franke zurück, der von einem Deutschen im Aargau zu Weltruhm bei McDonalds geführt wurde. Die Schweiz kenne keine „Ich AG’s“; sie sei, im Gegensatz zu Deutschland, eine Bürgergesellschaft und kein Untertanen-Staat. Der Schweizer definiere sich über das Erwerbsleben, weshalb „sozialistische Akademiker-Gläubigkeit“ dem Volk abgehe. Raymond J. Bär ist mit derlei Rede in den Ring getreten gegen Dr. Konrad Hummler, den geschäftsführenden Teilhaber der Bank Wegelin & Co. in St. Gallen, der seit Jahren fast ein Monopol an sorgsam gedruckter Intelligenz inne hat. Seine weltweit gelesenen AK’s werden heute mit einer Auflage von 100 000 Exemplaren in fünf Sprachen verbreitet; die Nachfrage nach Hummler’s intelligenten Denklösungen ist riesig. In einem sind sich beide Bankiers einig: „Die Ausnahmestellung der Schweiz hat sich aus der Tiefe der Zeit entwickelt.“ Wegelin ist die älteste Bank der Schweiz, Bär hat erst im letzten Jahrhundert unter Hans J. Bär Wachstum vorgelegt.

 
     
     
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