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Tagesarchiv für 16. August 2010

Dieser Roger will bis 2012 gewinnen

Montag, den 16. August 2010 um 12:14

Roger Federer (was macht eigentlich Schwanski?) will 2012 für die Schweiz an den Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewinnen. Er ist heute mit 29 Jahren schon steinalt für einen Tennisspieler. In 13 Jahren als Profi hat er jährlich an 70 Spielen teilgenommen, hat seither keinen Grand Slam versäumt und 16 gewonnen. Halten seine Knie, sein Rücken und seine Hüften durch? Wir werden es erleben.

Wofür steht Ringier?

Montag, den 16. August 2010 um 12:13

Der „begnadete Journalist“ Michael Ringier, im Nebenberuf Verleger des einst bedeutendsten Schweizer Verlagshauses, schweigt schon seit mehr als zwei Jahren. Er hat die operative Verantwortung an den neuen deutschen Konzern-CEO Christian Unger delegiert. Das Flaggschiff „Blick“ wird vom deutschen Chefredaktor Ralph Grosse-Bley geführt. Konzern wie „Blick“ sehen wieder besser aus, nachdem gescheiterte Investitionen abgestossen wurden. Das eine Generation währende journalistische Grossexperiment, mit dem Heftli „Blick“ das Schweizer Gutmenschentum à la Biennoise zu postulieren, wurde als gescheitert still beerdigt. Frank A. Meyer, ein zum Prediger mutierter einst geachteter, sogar gefürchteter Journalist, darf vom Berliner Exil aus das Magazin „Cicero“ führen, das Ringier, ebenso wie der Beizug von Gerhard Schröder, etwas Glanz verleiht.
Bei Ringier sind die alten Zeiten vorbei, ohne dass ein durchgehender Zug in die Gegenwart erkennbar wird. Die „Schweizer Illustrierte“, einst von Peter Rothenbühler geformt, dämmert in der Glanzpapier-Routine eines sehr künstlichen Startums; die „Schweizer Familie“ ist unterdessen pfiffiger gemacht. Der „Sonntagsblick“ bräuchte einen Schub, wie ihn der „Blick“ erhalten hat, um neben „Sonntagszeitung“ und „NZZaS“ Relevanz zu erhalten. Das freiwillig bezogene Reservat der eidg. Stammtische lässt wenig Leichtigkeit zu, aber viel Lack und Schminke.

Jetzt, im aufflackernden Vorwahljahr, haben die Ringier-Medien viel von ihrer früheren politischen Relevanz verloren. Man spürt die Unsicherheit bei der Bewertung der KandidatInnen. Ringier macht nicht mehr Meinung, sondern trägt Optionen vor. Das ist letztlich zu wenig; wir dürfen neugierig sein, wann die Dufourstrasse aufwacht.

Dafür findet mit grossem Applomb die Expansion in die Entertainmentbranche statt, ein bekanntlich stets riskantes Business. Marco Castellaneta, Multitalent, einst Journalist, dann hausinterner PR-Berater, hat dieses Resort als „tolle Aufgabe“ übernommen. Ringier hat offensichtlich keinen intellektuellen Vordenker mehr, bewegt sich aber in das Gemischtwaren-Unterhaltungsgeschäft hinein. Ein Verlag, dessen verlegerische Perspektive weit offen ist.

Sarko, global Nr. 5

Montag, den 16. August 2010 um 7:34

Unser Freund Sarko, der Staatschef-Darsteller westlich des Jura, sieht sich als Präsident der fünftgrössten Weltmacht. Deshalb nimmt er jetzt auch eine „Sarko One“ in Betrieb. Diese Grossmanns-Sucht ist nicht echt, denn es handelt sich um einen zehnjährigen und damit gebrauchten Airbus. „La grande nation“ ist heute eine Second Hand-Illusion. Die grossen Konzerne lassen solche Kaspereien zu, wenn sie nur genügend vom Staat, dem Präsidenten, unterstützt werden.

Kollektives Versagen ist ziemlich normal

Montag, den 16. August 2010 um 7:34

Fangen wir mit Nordkorea an, weil dies weit weg und am wenigsten gefährlich ist: Dort lässt der Staat seine Bürger verhungern; ein kollektives Versagen der Regierung. Sehen wir uns Pakistan an: Der Staatspräsident lässt sich im Westen feiern, während grosse Teile seines Volkes nahezu oder ganz ertrinken; Versagen einer Elite. Noch näher, Griechenland: 30 Jahre lebt man nach dem Prinzip „Grosse Sause“. Jetzt kommt die Rechnung: Absturz des Volkswohlstandes, nachdem Regierung und Beamte sich bereichert haben; das griechische Kollektiv versagte. Ich kenne keinen Warner. Jetzt wird es heisser, Duisburg. Der Oberbürgermeister wollte die Fête, um seiner Stadt, die grauenhaft ist, ein neues Image zu verpassen. Der Veranstalter, ein ehrgeiziger Fitness-Millionär, wollte damit Geld und Reklame machen. Die vielen Menschen, die kamen, „wollten Spass haben“. Ergebnis: Chaos, Tote. Kollektives Versagen ist die Realität, auch wenn es klug erklärt wird.

 
     
     
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