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Tagesarchiv für 3. August 2010

Gygax mystisches Geraune

Dienstag, den 3. August 2010 um 9:40

Markus Gygax, der Chef der Schweizer Luftwaffe, hielt offensichtlich die dramatischste aller 1. August-Reden. Er raunte, wie ein keltischer Druide, von den „Genen des Kampfes“, die tief in uns verwurzelt seien. Er appelierte an ein gesundes Volk im Unterschied zu einem kranken, das nur die Vergangenheit sehe. Welche eigentlich? Die der hungernden Schweizer, die in die USA fliehen mussten, die der reichen Basler, Zürcher und Winterthurer, welche die Sklavenschiffe finanzierten, die Schweiz, die auf dem Gotthard verteidigt wurde, aber durch den Gotthardtunnel die Züge der deutschen und italienischen Faschisten unkontrolliert fahren liess? Gygax forderte mehr Zukunft wie Oswald Grübel auch, der schwer an der Vergangenheit der UBS trägt. Gygax fühlt sich missverstanden wie Grübel, weil beide das klare Wort nicht beherrschen. Sie raunen.

Der neue Kampf um den Gotthard

Dienstag, den 3. August 2010 um 9:30

Ende September will das beauftragte Zürcher Beratungsbüro einen ersten Schlussbericht vorlegen, wie die gleichnamige Landesausstellung in den vier Gotthard-Kantonen in Angriff genommen werden soll. Marco Solari hat am 1. August auf dem Gotthard, obwohl nicht als Referent aufgeboten, Alarm gerufen, das Projekt gehe nicht richtig voran. Diese rhetorische ejaculatio praecox lässt die Frage aufkommen, weshalb die Kantone weniger begeistert sind als der Präsident von Tessin Tourismus (ETT). Die aus Verkehrs- und Bankenkreisen finanzierte Vorstudie wurde nicht wirklich diskutiert; Vorstellungen der Kantone, wie man ein solches Fest hätte auch feiern können, wurden gleich gar nicht erwartet. Eine Landesausstellung ist ein Fest der Gemeinsamkeit und nicht das Ergebnis einer erweiterten Kabinettspolitik. Marco Solari, ein Manager, der Zwänge zu schaffen weiss, um seine Projekte zu verwirklichen, sollte daher weniger Alarmismus betreiben als gut zuhören, was ihm der Gotthard wirklich zu sagen hat.

Hexenprozesse heute gegen Terroristen?

Dienstag, den 3. August 2010 um 9:15

Manchmal entdeckt man die verwegensten Thesen an den abgelegensten Stellen. So im Falle der „Basler Zeitung“ vom 30. Juli, wo auf Seite 27 der Basler Jurist Harald Maihold, Oberassistent an der Juristischen Fakultät der Universität Basel, sagt: „Hexenprozesse sind ein aktuelles Thema. Aktuell sind die Staatsfeinde die Terroristen. Auch die Folter ist wieder im Gespräch, zu präventiven Zwecken zwar, um Straftaten zu verhindern. Aber die Frage ist, ob man dies so trennen kann.“ Maihold sieht Parallelen zwischen den Verfahren gegen Hexen und denjenigen gegen Terroristen. Meine Zweifel an der Funktionsweise des Oberterroristen Osama bin Laden, den ich für eine Zweckkonstruktion amerikanischer Geheimdienste halte, werden bestätigt durch die jüngste Publikation der WikiLeaks-Papiere. Diese sind mit den „Pentagon Papers“ von Daniel Ellsberg nicht vergleichbar. Assange hat sich Papiere andrehen lassen (und mit ihm „Der Spiegel“ und andere), die wenig aussagen, die aber nur einer Botschaft dienlich sind, die lebendige Gegenwart von Osama bin Laden zu bestätigen. Meines Erachtens dient dies alles nur dazu, die Al Kaida-Legende am Leben zu erhalten. Ohne Al Kaida kein Irak-Krieg, ohne Al Kaida kein Afghanistan-Krieg. Wer 9/11 wirklich angerichtet hat, bleibt unter Verschluss.

Wer Lust hat, übe diese Namen

Dienstag, den 3. August 2010 um 8:20

Tulsi Tanti von Suzlon, Narayana Murthy von Infosys, Ratan Tata von Tata, Megha Mittal von Mittal, Anshu Jain von der Deutschen Bank, dazu die Firmen Bharat Forge, Dr. Reddy’s, Havells, Mahindra, Rajive Ranjan, Hinduja und Kiri Dyes, das sind die neuen Stars der europäischen Wirtschaft. Weil ich noch üben muss, habe ich den Namen der Käufers der Karl Steiner AG in Zürich, auch Inder, vergessen. Üben wir diese Namen, sie werden unsere Arbeitgeber von morgen sein.

McKinsey ohne Glanz

Dienstag, den 3. August 2010 um 7:42

In Deutschland steigt McKinsey vom Olymp der Unternehmensberater ab; in der Schweiz ist es nicht anders. Die amerikanische Unternehmensberater, der 20 Jahre in Europa mehr Geld verdiente als in den USA, hat mit Herbert Henzler in Deutschland und Thomas Knecht in der Schweiz seinen Höhepunkt erreicht. Seither geht es bergab. Boston Consulting, Roland Berger und Malik Management haben in den letzten zehn Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. McKinsey, heute ohne Glanz, ist im Begriff, in die B-Liga abzusteigen. Unternehmerische Berater sind im Aufwind.

Frauen an die Macht, wozu?

Dienstag, den 3. August 2010 um 7:18

Fällt niemandem etwas mehr ein, ruft er: „Frauen an die Macht.“ Niemand hat je nachgewiesen, dass „Frauen an der Macht“ je etwas besser machten. Unsere Politikerinnen sind nicht besser als die Männer, welche sie ersetzten. Ob Caroline Müller-Möhl oder Barbara Kux jemals einen Entscheid getroffen haben, der besser ist als irgendwelcher Männer, hat noch niemand gefragt. Ist die Trägheit der Männer der Erfolg der Frauen? Wahrscheinlich. Neue Gefahr droht diesen Frauen. „Der CEO eines indischen Konzerns tanzte vor seinen Angestellten, um sie auf Veränderungen einzuschwören.“ Das finde ich grossartig. Müssen wir alle Ausdruckstanz lernen? Ich kenne genügend singende japanische Manager. Ein Graus. Das spricht für unsere Frauen.

Die Intellektuellen predigen zu sich selbst

Dienstag, den 3. August 2010 um 7:15

SVP und FDP führen derzeit Befragungen durch, denn deren Parteileitungen sehen sich im beginnenden Wahlkampf. Die Idee, mit Intellektuellen zu sprechen, kommt ihnen nicht. Dort könnten sie Antworten erhalten; doch, in der Erwartung gutes Material zu erhalten, befragen sie vorzugsweise „die vielen“, um daraus Interpretationen zu schöpfen. Die Intellektuellen unterhalten sich vorzugsweise mit sich selber. Viele Medien sind noch keine Öffentlichkeit.

Wo die Kirchen eisenhart sind

Dienstag, den 3. August 2010 um 6:52

Das Land Hessen zahlt seinen Kirchen jährlich Euro 150 Mio. 460 Mio. Euro zahlt der deutsche Staat jährlich an die Kirchen. Seit 1803, als in Deutschland die Kirchen enteignet wurden, zahlt der Staat für total 95 000 qkm Land, die er „enteignete“. Die evangelische und die katholische Kirche haben kein Interesse daran, ihn aus seiner Verpflichtung zu entlassen. Der Staat Israel nicht minder.

Rotten oder Jordan?

Dienstag, den 3. August 2010 um 6:46

Sehe ich den Rotten aus dem Goms herabstürzen, wie er, einem jungen Füllen vergleichbar, sich in den Léman ergiesst, um dann Südostfrankreich mit Wasser zu versorgen, dauert mich der Jordan, ein müdes Bächlein, zwei Meter breit, das den See Genezareth nur knapp erreicht. Die Legende des Jordan ist global, den Rotten mit seiner Kraft gilt es noch zu entdecken.

 
     
     
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