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Monatsarchiv für August 2010

Warum wirkt Karin Keller-Suter verkniffen?

Dienstag, den 31. August 2010 um 12:36

Sie wird gelobt, weil sie von allen Bundesrats-Kandidaten am besten Französisch kann. Kein Wunder, die freisinnige St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Suter war ursprünglich Übersetzerin und gehört in die Gruppe cleverer Schweizer Frauen, die, wie die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala, die ursprünglich Hotelfachfrau war, dank ihrer Energie wie Intelligenz weit aufsteigen können. Doch die Ostschweizer Justizdirektorin, die eigentlich nur dank ihrer rabiaten Sicherheitspolitik aufgefallen ist, wirkt verspannt, irgendwie nicht locker, wie es ihre innerparteilichen Konkurrenten Johann Schneider-Ammann und Ruedi Noser vormachen. Ich führe dies darauf zurück, dass die St. Gallerin gemäss dem „Peter Principle“ Gefahr läuft, über ihre Fähigkeiten hinaus befördert zu werden. Das „Peter Principle“ wurde 1969 von den beiden US-Amerikanern Dr. Laurence J. Peter und Raymund Hull formuliert. Es wäre wichtig, diese während Jahrzehnten beliebte Messlatte für Karrieristen wieder zu entdecken. Wir würden dann manchen Irrtum nicht nur in der Politik, sondern auch in Wirtschaft und Wissenschaft vermeiden.

Was will Thilo Sarrazin?

Dienstag, den 31. August 2010 um 11:28

Das prominente Mitglied der Deutschen Bundesbank, Spross einer Hugenottenfamilie und westpreussischer Gutsbesitzer,malt den Untergang Deutschlands an die Wand. Er sagt, die Einwanderung bildungsunwilliger Ausländer, vor allem von Türken und Mohammedanern, ruiniere Deutschland. Diese „bildungsfernen Gruppen“ würden aus Deutschland eine neuen Balkanstaat machen. Sarrazin sagt, seine Familie stamme von arabischen Seeräubern ab, die man im Mittelalter als Sarazenen kannte; damit ist auch die Herkunft der Basler Bankiersfamilie Sarasin geklärt, deren letzter aktiver Spross, Eric Sarasin, heute als Präsident der Handelskammer Deutschland-Schweiz fungiert. Thilo Sarrazin wird von den deutschen politischen Eliten heftig bekämpft. Diese stören sich nicht am interkulturellen Austausch, denn deren Ziel sind die Vereinigten Staaten von Europa, einschliesslich der Türkei. Sarrazin wird verteidigt vom deutschen Mittelstand, der in direkter Konkurrenz mit dem Islam lebt und die europäische Transfer-Union finanziert, dies bei gleichzeitig absinkendem Lebensstandard. In den Eliten ist deshalb die Verlegenheit gross ob einer solchen Sprache eines Mitglieds derselben Elite.

Tony Blair, Freund der Schweiz

Dienstag, den 31. August 2010 um 11:17

Als Tony Blair noch Premierminister war, liess er wissen, er könne fünfmal in der Nacht mit seiner Frau. Jetzt kann er immer noch, z.B. als Beirat der Zurich Group. Weil seine eigenen Landsleute ihn hassen, auch wenn er das Honorar seines neuen Buches als „blood money“ spendet, ist doch fraglich, ob seine Stimme der Zurich in England hilft. Blair ist kein Churchill geworden, keine Margaret Thatcher; er blieb „Bush’s poodle“ Jetzt ist er unser Schweizer Pudel.

US-Justiz greift PR-Branche an

Dienstag, den 31. August 2010 um 8:16

Weil die US-PR-Agentur Reverb positive und nicht näher überprüfte Artikel über Apple- und Sony-Produkte publizierte und dabei nicht deutlich machte, in deren Diensten zu stehen, wurde sie von der US Federal Trade Commission angegriffen, Man hat ein „settlement“ vereinbart. Das wirft tolle Fragen auf, wie man derlei künftig in der Schweiz behandelt. Vorbereitet sind wir auf keinen Fall.

In Wirklichkeit ist alles ganz anders

Dienstag, den 31. August 2010 um 7:48

Stellen wir die Welt einmal auf den Kopf, schütteln sie und warten, was herauskommt: Die Eurokrise war gewollt, führt sie doch zur optimierten EU-Fiskalpolitik und näher zum Endziel der Vereinigten Staaten von Europa. Die Deutschen finanzieren die Transfer-Union, weil das Volk geduldig ist. Wir sitzen bereits mitten in einer Deflation (wie Prof. Dr. F. Malik seit langem sagt). Wer dann nicht verarmt, wird von der folgenden Inflation ruiniert. Ziel: Abbau unseres übertriebenen Wohlstandes im Westen, den uns die ganze Welt übel nimmt. Dann ist auch die Frage der Einwanderung erledigt.
Die Schweiz und Deutschland haben eine Bevölkerung, die spart. Wir sind umgeben von Konsumstaaten, denn einer muss das Geld schliesslich ausgeben. Die USA sind ein Gross-Griechenland, das Kriege braucht, um seine Wirtschaft am Laufen zu halten. Bei uns in der Schweiz sitzen Bürgerinnen und Bürger noch am Gaspedal, weshalb reiche Menschen aus aller Welt zu uns strömen, weil sie vom eigenen Papiergeld nichts mehr halten. Sind das nun gute oder schlechte Aussichten?

Merkwürdige Sitten sehr Reicher

Dienstag, den 31. August 2010 um 7:47

Weil es sich für anständige Menschen gehört, über eine eigene wohltätige Stiftung zu verfügen, hat Hans-Dieter (Metro) Cleven die Stiftung „Clean Winners“ zugunsten benachteiligter Kinder gegründet. Jetzt lässt er sich von seiner eigenen Stiftung mit einer Art knallbuntem Globus für seine eigene Stiftertätigkeit auszeichnen. Sollte Cleven, 67, sich auch zum „benachteiligten Kind“ erklären, was im Alter gelegentlich vorkommen soll, kann er sich die eigenen Stiftungsgelder gleich wieder an sich selbst zurück zahlen lassen. Unternehmerkollege Klaus-Michael (Klaumi) Kühne, dessen Hapag Lloyd-Engagement sich bisher gut ausbezahlt hat, langweilt sich als Nur-Präsident seiner Kühne & Nagel-Logistikgruppe offensichtlich, weshalb er im Heimathafen Hamburg in die Finanzierung von Fussballern einstieg. Noch reicher ist Ernesto Bertarelli, der nach verlorenen Prozessen, dem verlorenen Segelcup, der Abgabe seines UBS-Mandats aus der Aera Marcel Opsel und der Ankerung einer nicht mehr standesgemässigen „Alinghi“ nun die Sangeskarriere seiner Frau Kirsty vorzugsweise in London betreibt, weil die Schweizer Medien von der Sangeskunst der Angerauten nicht recht zu überzeugen waren. Macht Reichtum glücklich? Wohl kaum.

Unsere Weltrasende Doris Leuthard

Dienstag, den 31. August 2010 um 7:47

Wer immer Bundespräsidentin Doris Leuthard zu einem Auslandbesuch begleitet, ist von ihr begeistert. Anders als Micheline Calmy-Rey, die sich eher darauf beschränkt, vor kommenden Konkurrentinnen im Bundesrat zu warnen, ist unsere „Weltrasende Doris Leuthard“ mit einem Tross von Unternehmern und Journalisten gut unterwegs. Sie ist sich nicht zu schade, für unsere Wirtschaftsinteressen zu lobbyieren, vor allem natürlich diejenigen unserer Exportwirtschaft. Ob sie wirklich, wie in Sotschi von Viktor Wekselberg erwünscht, für ihn bei Dmitrij Medwedew Versprechungen abgegeben hat, wäre peinlich. Wekselbergs Deals in der Schweiz haben zum Rücktritt von CEO Vögele der Zürcher Kantonalbank geführt und eine rechtsgültige Verurteilung des reichen Russen zur Folge. Wenn Doris Leuthard nun eine „politische Lösung“ zugunsten des aus Steuergründen von Zürich nach Zug geflüchteten russischen Tycons aufgleist, kann dies für die clevere Aargauerin einen politischen Rückschlag bedeuten. Viktor Wekselberg wartete in Sotschi jedenfalls an der Hoteltür, um sich nach dessen Leuthard-Gespräch direkt vom russischen Präsidenten informieren zu lassen. Man sieht, wer in der Schweiz schon über eine Milliarde Franken verloren hat, ist sich nicht zu schade, um 40 Mio. zu kämpfen, die als Bussgeld nun anstehen.

FDP Zürich legt Parlamentarier an die Leine

Montag, den 30. August 2010 um 13:13

Bisher galt in der Schweiz, dass Parlamentarier nur ihrem Gewissen und keinem Fraktionszwang unterworfen sind. Nicht mehr bei der FDP des Kantons Zürich, wo Parteipräsident Dr. Beat Walti nur solche Kandidaten auf die Nationalratsliste nehmen will, die sich zur Loyalität gegenüber der Partei schriftlich verpflichten. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Loyalitätserklärung gegenüber der kantonalen Parteiführung, die Angst hat, ihre seit 20 Jahren scheiternden Wahlkampf-Strategien würden einmal ernsthaft infrage gestellt. Diese Maulkorb-Regelung ist zutiefst undemokratisch und mehr ein Zeichen der Schwäche der derzeitigen Parteiführung als deren Stärke. Fulvio Pelli hat es vorgemacht, als er – ohne Erfolg – die Diskussion unter den Delegierten und innerhalb der Partei reglementieren wollte. Walti, ein treuer Pelli-Gefolgsmann, will nun nach dem gleichen Rezept Gefolgschaft erzwingen. Wenn FDP-Kandidaten sich weigern, dieses Maulkorb-Papier zu unterschreiben, steigen damit nur die Chancen von Walti, ohne Leistungsnachweis Parlamentarier zu werden und sich selber auf die Liste zu setzen, ist dies doch sein eigentliches Ziel. Mit Freisinn hat dies nichts mehr zu tun.

Das Ueli Maurer-VBS-Debakel

Montag, den 30. August 2010 um 9:44

Ein Bundesrat wie Ueli Maurer, der bei Amtsübernahme „Die beste Armee der Welt“ schaffen wollte, konnte nur scheitern. Jetzt hat er bereits das Handtuch geworfen, indem er sagte: „Mehr Geld oder ich wechsle das Departement.“ Die Niederlage des SVP-Fürsten ist auch eine Niederlage der SVP, denn mit Frechheit alleine konnte Christoph Blocher Politik machen, nicht aber seine Nachfolger, wie „Parteipräsidenten-Darsteller“ Toni Brunner. Die SVP hat eine tiefgreifende Personalkrise, weil die Dominanz der alten Herren eine ganze politische Generation erdrückte, die jetzt fehlt. Der Freiburger Holzbearbeiter und Herrenreiter François Rime ist kein exzellenter Kandidat für den Bundesrat; die klügeren SVP-Vertreter wie Caspar Baader oder Oskar Freysinger (die SVP Nr. 1 in der Westschweiz) halten sich ohnehin zurück. Brauchen wir Ueli Maurer im Aussendepartement oder im Volkswirtschaftsdepartement? Auf keinen Fall. Er war und bleibt ein cleverer Bauernsekretär und guter Organisator der SVP in ihren besten Jahren. Seine weitere Karriere muss nach dem Peters-Prinzip, wonach jeder solange befördert wird bis dies seine Fähigkeiten überschreitet, als beendet gelten.

Die Chinesen sind da

Montag, den 30. August 2010 um 8:44

Die Schweiz ist für die kommunistische chinesische Regierung ein bedeutender Investitionsstandort. Zwar haben die Chinesen zwischen 2005-Juni 2010 USD 6,6 Mia. in Brasilien und USD 5,9 Mia. im Kongo, aber gleichzeitig auch USD 7,2 Mia. in der Schweiz investiert. Davon spricht niemand. In den USA investierten die Chinesen (ohne Staatsanleihen) zwar USD 22,9 Mia., aber das ist nur knapp das Dreifache dessen, was in der kleinen Schweiz investiert wurde. Man kann sagen: Die Schweiz ist für China ein zentrales Investitionsziel; rund 50 grosse chinesische Firmen sind zwischen Genf, Basel, Zug und Zürich bereits angesiedelt.

 
     
     
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