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Tagesarchiv für 2. Juli 2010

BRIC-Träume

Freitag, den 2. Juli 2010 um 11:14

Unsere Banken, Professoren und Medien empfehlen mir jeden Tag dringlich, ich solle in den BRIC-Staaten investieren, um mehr Geld zu verdienen, als dies in Westeuropa noch möglich ist. Ach ja, welche Risikohinnahme erwartet man von uns KMU? Wer in Russland investiert war, hat oft viel Geld verloren, die Grossen wie die Kleinen. Die Weltkonzerne, auch Schindler und Nestlé, brauchten Jahr, die viel Geld kosteten, um sich in China durchzusetzen. Ich beobachte, dass dieser Sprung in ausgewählte BRIC-Staaten nur ganz wenigen gelingt. Egon Zehnder und Fredmund Malik haben es geschafft, die Verlierer verstecken sich oder pflegen ihre Wunden. Sie brauchen superbe Fähigkeiten und „deep pockets“, um sich dort im globalen Wettbewerb zu behaupten. Darüber schreiben die Redaktionen wenig, die Professoren suchen Mandate und die Banken sind mit der Finanzierung solcher Abenteuer extrem vorsichtig.

Kreativer, zerstrittener Bundesrat

Freitag, den 2. Juli 2010 um 9:36

Auf der „Schulreise“ des Bundesrates wurden die sieben Landespolitiker aufgefordert, gemeinsam ein Bild zu malen. Niemandem ist es bisher aufgefallen aber betrachtet man das Bild genau sieht man rasch, welch Durcheinander in den Köpfen der Sieben herrschen muss. Beim Bundesrats-Kunstwerk handelt es sich um eine farbige Kleckserei, die gut und gerne von einem Kleinkind oder einem Affen stammen könnte. Vielleicht haben sie sich auch nur von Picasso inspirieren lassen, der auch schon einen Affen an seine Leinwand gelassen hat. Auch die Zitate einzelner Bundesräte in den Medien sagen alles. Leuthard: „Es ist schön farbig geworden.“ Maurer bezeichnet das Bild als „kreativen Akt des Bundesrates“. Hoffen wir nur, dass die Sieben beim künftigen regieren nicht dieselbe Kreativität an den Tag legen, wie sie auf dem Bild zu erkennen ist. Nun gut, weit entfernt sind sie davon aber nicht. Und als Supplement betrachte man auf dem Foto unbedingt die leuchtende Freude von Schöngeist Leuenberger. Der Mann kann einem Leid tun. Kein Wunder, er ist ja auch SP-ler.

Fidel Stöhlker

Sind Würmer intelligenter als die FDP-Spitze?

Freitag, den 2. Juli 2010 um 9:00

Wenn viel Wasser im Boden ist, ziehen die Würmer nach oben, um ihren Organismus zu retten. Nicht so die FDP Schweiz, die seit 20 Jahren immer tiefer im Wasser steckt und sich kaum bemüht, den Kopf zu heben. Wieso eigentlich?
– Die Delegierten nationaler Parteitage sind schon seit langem entmündigt, werden die dem Vorstand wichtigen Themen doch gemeinsam mit den Lobbyisten entschieden.
– Die Kommunikation der Partei Richtung Volkspartei ist völlig unbedeutend geworden, sieht Fulvio Pelli doch seine grösste Aufgabe darin, seinen Sponsoren zu dienen. Ob die Partei noch Mitglieder hat, ist nebensächlich geworden.
– Fulvio Pelli würde schon lange zurück treten, fände sich ein Nachfolger für ihn, der die Partei wieder politisch auf Linie bringt.Ein solcher Erneuerer ist weit und breit nicht sichtbar.
Deshalb sehe ich mich in der These bestätigt, die Würmer, welche auf Gefahr reagieren, seien intelligenter als die FDP-Spitze. Isn’t it?

Boomende Schweiz incl. der Firmenpleiten

Freitag, den 2. Juli 2010 um 8:45

Im ersten Quartal 2010 erhöhte sich die Zahl der Firmenpleiten im Espace Mittelland um 95 %, in Zürich um 53 % und in der Ostschweiz um 58 %. In Genf gingen sie um 2 % zurück. Wieso? Die Konzentration der Wirtschaft ist in vollem Gange. Nur die besten Firmen verdienen angemessen; der Rest überlebt immer knapper, denn die Unkosten wachsen überproportional. Eine Fülle von KMU, die in den letzten vier Jahren gegründet wurden („verhinderte Arbeitslosigkeit“) sind schon wieder bankrott. Nur wer richtig Geld verdient, kann sich die besten Mitarbeiter leisten, kann investieren, kann – unvermeidliche – Risiken eingehen und Niederlagen verdauen. Wir werden deshalb noch mehr Pleiten erleben. Die „erfolgreiche Schweiz“ beschränkt sich auf immer kleinere Einheiten, weshalb die Konzernbildung zunimmt, die Verwaltungen, die Hochschulen und Sonderfälle wie FIFA, IOC, UEFA, die Zuger und Wollerauer Holdingfirmen etc. Der unternehmerische Mittelstand bricht ebenso schnell weg, wie er aufgebaut wird. Die FDP kämpft für die Grossbanken, einige Rappen gibt es auch für die KMU.

Neuenburger Polizei ist effizient

Freitag, den 2. Juli 2010 um 8:14

Zürichs Polizei ist überfordert. Die anderen Kantone sind bezüglich Kriminalitäts- oder Unfallprävention viel weiter als die Zürcher. St. Gallen setzt bei Fussballmatches Helmkameras ein, damit die Rabauken gefunden werden können. Die Neuenburger Polizei schaltet heftige Filme, worin Unfallhergänge online zu sehen sind. Ich finde es absolut richtig und zukunftsweisend, dass die digitalen Medien in solche Infokampagnen mit einbezogen werden. Junge Raser, es sind vorwiegend Menschen aus dem osteuropäischen Raum, sollen sehen was passiert, wenn sie mit hohem Tempo und voller Wucht gegen eine Wand fahren oder mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kollidieren. Leider aber wird auch diese Massnahme nicht ausreichen, denn die Jungs aus den Balkanstaaten sind emotional abgestumpft. Doch der Versuch ist sinnvoll, denn wenn dadurch nur eine Person weniger verletzt wird, darf man diese Massnahme bereits als Erfolg betrachten. Nur schade, dass die Zürcher Polizei so weit hinterher hinkt und nicht mehr mit zeitgemässen Massnahmen arbeitet. Vielleicht wachen die Verantwortlichen der Zürcher Polizei irgendwann noch auf. Kommandant Hotzenköcherle ist eigentlich ein guter Mann, doch blockiert die Zürcher Politik wieder einmal?

Fidel Stöhlker

 
     
     
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