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Tagesarchiv für 30. Juni 2010

Des Kapitalisten schlechtes Gewissen

Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 9:40

Hinter jedem grossen Vermögen, steckt ein grosses Verbrechen, hinter jedem kleinen ein kleines. Im Falle von George Soros schaffte er die erste Milliarde, indem er das englische Volk, gegen dessen Pfund er erfolgreich spekulierte, ärmer machte. Heute sagt er: “Ich wollte nicht den Briten schaden. Ich wollte Geld verdienen.” Dann benutzt er die älteste aller Ausreden: “Hätte ich es nicht getan, hätte es ein anderer getan.” Raubtier bleibt Raubtier; manche Völker bringen mehr und erfolgreichere als andere hervor.

Image von FIFA-Boss bröckelt

Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 8:15

Sepp Blatter hält die Zügel straff in der Hand aber der öffentliche Druck lässt ihn offenbar nicht mehr kalt. Erst weigert er sich, die Kontrollen im Fussball zu verschärfen, nachdem so viele Schiedsrichter-Fehler passiert sind und dann schmeisst er aus politisch motivierten Gründen den fähigsten Schiedsrichter, einen Landsmann von Blatter, aus der WM. Hier stimmt etwas nicht und Sepp Blatter scheint sehr langsam aber sicher zu merken, dass auch er Fehler macht und das ausgerechnet in der Kommunikation. Unerklärbar ist die Tatsache, dass Busacca als aussichtsreichster Final-Kandidat gehen muss und der Saudi Khalil Ibrahim Al Ghamdi bleiben darf. Das ist Politik und Sepp Blatter unterwirft sich ganz offensichtlich den Stimmführern, vielleicht aus Angst vor der Abwahl als Präsident. Schade ist jedoch, dass Sepp Blatter, der so vieles prima gemacht hat, jetzt politisch motivierte Entscheidungen trifft, vielleicht aus Eigeninteresse. Der edle Lack an seiner Karosserie fängt an zu blättern und wenn er dieses Imageproblem nicht in den Griff kriegt, wird die Fussball WM in Südafrika die WM der Pleiten und Pannen und wer ist als Organisator dafür verantwortlich: die FIFA. Beobachten wir also, ob Blatter die Kommunikation wieder in den Griff bekommt und sein Strahlemann-Image keinen Knick erhält.

Fidel Stöhlker

Ein merkwürdiger Deal de Weck/Matter

Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 7:37

Träfe die Gut-These in der “Weltwoche” zu, Rudolf Matter hätte Roger de Weck seit langem gefördert, indem er ihm Senderaum verschaffte, und de Weck dafür Matter zum Superdirektor SFR machen lassen, wäre dies eigentlich ein Skandal, der unter den Fittichen von Bundesrat Moritz Leuenberger ablief. Ganz auszuschliessen ist dies nicht, denn die Corporate Governance des grössten Schweizer Medienhauses ist wohl nicht existent.

Reiche Steuerflüchtlinge nutzen uns aus

Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 7:25

Der in Vésenaz bei Genf angesiedelte und pauschalbesteuerte englische Rennfahrer Lewis Hamilton liess seine Freundin Nicole Scherzinger ausplaudern: “Wir würden aus der Schweiz ausgewiesen, wenn bekannt würde, wie schnell wir hier fahren.” Wir sind blauäugig, wenn wir glauben, diesen Menschen läge etwas an der Schweiz und unseren Traditionen. Sie sind die Schützlinge einiger kantonaler Politiker, Anwälte, Treuhänder, Banker und Immobilienverwalter. Diese sind es auch, die an den Ausländern verdienen.

Ist die SP noch glaubwürdig?

Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 7:24

Unsere Sozialdemokraten üben den Klassenkampf gegen die Grossbanken und die Boni-Manager. Dabei müsste sie sich fragen, wie lange sie Micheline Calmy-Rey noch unbefragt am Ruder lassen will. Die “Kamikaze Calmy” sucht in den kommenden 18 Monaten die Star-Auftritte im eigenen Land und im Ausland. Derlei Schaumschlägerei ist einer SP, die einmal eine Arbeiterpartei war, nicht würdig. Moritz Leuenberger hat sicher schon lange keinem Arbeiter mehr die Hand gedrückt, einem ausländischen “Gastarbeiter” schon gar nicht. Der Edel-Sozi macht sich nicht gerne die Hände schmutzig. Solange die Partei nicht ihre beiden Spitzen-Sozialfälle entsorgt, wird das Volk ihr nicht folgen.

 
     
     
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