Naxaliten, Mahatma Gandhi und BlackBerry
3. Juni 2010 um 7:33Wenn die aufständischen Bauern Indiens, die man nach alter Gewohnheit Naxaliten nennt, einen Zug in die Luft sprengen, ist dies kein Akt der Gewaltlosigkeit. Umso mehr freue ich mich, wenn hinter dieser leider zunehmenden Berichterstattung solcher Art mich auf der nächsten Umschlagseite der Zeitung das freundliche Gesicht Mahatma Gandhis anlächelt. Will er uns oder seine Landsleute warnen? Keineswegs, er lächelt im Auftrag der Swisscom, die damit für das neue BlackBerry wirbt (“Nouvelliste” vom 29. Mai 10). Wahrlich, eine Koinzidenz der merkwürdigen Art. Vergleichbar nur mit der Handtaschenwerbung, für welche sich Gorbatschow hingibt. Er, der den Kapitalismus nach Russland brachte, will sein Werk vollenden. Im Unterschied zu Gandhi, der sich nicht mehr wehren kann, tut es “Gorbi” bewusst.

