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Weblog
Tagesarchiv für 14. April 2010
Mittwoch, den 14. April 2010 um 10:21
An der momentan laufenden UBS GV in Basel sagte VR-Präsident Villiger eben, dass Versager in ihrer Bank keine Sondervergütungen erhalten sollen. Das ist eine vernünftige Grundlage aber ab wann gilt ein Manager als Versager. Wenn er seine Teams nicht im Griff hat oder wenn der Überblick über sein Ressort fehlt? Oder wird man zum Versager, wenn man Kunden nicht halten kann oder sogar Milliarden Kundengelder verzockt? Hier gehen die Meinungen der Aktionäre nicht einig mit denen der UBS-Manager. Eigentlich müsste demnach der alten Führungsgarde die Decharche nicht erteilt werden, zumal sie der Bank sehr hohe Verluste eingefahren und gleichzeitig einen schier unbezahlbaren Imageschaden verursacht haben. Sind das die Versager von denen Kaspar Villiger spricht?
Fidel Stöhlker
Wirtschaft | 3 Kommentare »
Mittwoch, den 14. April 2010 um 8:29
UBS und CS haben diesen “wilden” ehemaligen NZZ-Journalisten René Zeyer im Nacken, der seit zwei Jahren unerbittlich aus dem Nähkörbchen plaudert. Zeyer ist kein Jean Ziegler, der sich den Armen der Dritten und Vierten Welt verpflichtet fühlt; Zeyer ist ein Schweizer, der sich betrogen fühlt. Wie die Stiftung der Bank Vontobel mit ihrer jüngsten Publikation “Geldsozialismus” oder Prof. Dr. Walter Wittmann, Bad Ragaz, mit seinen stets lesenswerten Büchern, hat er sich aus dem Bannkreis der beiden nicht so schweizerischen Grossbanken befreit. Wozu? Um das Land vor der Pleite zu retten? Es könnte nämlich sein, dass die grosse Koalition Ziegler-Zeyer-Vontobel-Wittmann eines nicht zu fernen Tages recht behält und die von den Banken verursachte Schuldenkrise grosse Teile der Bevölkerung der westlichen Welt in den Abgrund reisst. Die vorliegenden Zahlen sprechen jedenfalls für die Annahme, der Schuldenberg von 100 000 Milliarden Dollar (alleine für die USA) müsse eines Tages von jemand bezahlt werden, der nicht Brady Dougan, Walter Kielholz, Oswald Grübel oder Kaspar Villiger heisst. Wie es aussieht, haben die beiden Grossbanken den Zugriff auf den öffentliche Meinung in der Schweiz weitgehend verloren. Alleine die Pelli-Huber-Merz’sche FDP steht noch voll hinter “dem Paradeplatz”, aber dies dürfte mit ein Grund sein, weshalb die Freisinnigen die Wahlen im Herbst 2011 wieder einmal verlieren werden. Die derzeitige Parteispitze kann sich dann nur per Kopfsprung in geeignete VR-Mandate retten, dies unter Beklagung der Hinterlassenschaft. So ist es die christliche CVP, welche letztlich die Aufgabe hat, mindestens im Parlament, dem Wunsch des UBS-Konzerns nach Freispruch zu entsprechen. Schon der früh verstorbene “Bärti” Durrer, als Skater gestarteter ehemaliger CVP-Präsident, ist dieser Aufgabe stets gerne nachgekommen.
Allgemein | 2 Kommentare »
Mittwoch, den 14. April 2010 um 8:28
Was schon Auguste Comte vorhersagte, zeichnet sich nun als Wirklichkeit ab: Paris war für ihn im 19. Jahrhundert die Hauptstadt des westlichen Europas, Istanbul die kommende Hauptstadt des “orientalischen Europas”. Die beiden Kulturen Europas und Asiens begegnen sich am Bosporus; dort siedeln heute schon über 15 Mio. Menschen, die zuversichtlicher sind als alle westlichen Altkatholiken und bäuerlich-gewerblichen Landesverteidiger der Errungenschaften des 18. und 19. Jahrhunderts. Auguste Comte schuf bereits eine “Menschheitsreligion”, an der auch Hans Küng seine Freude gehabt hätte. Völlig im Abseits steht Benedikt XVI., dessen altbayerische Mentalität der globalen Entwicklung frontal im Wege steht.
Gesellschaft | 3 Kommentare »
Mittwoch, den 14. April 2010 um 8:28
Die in den Städten Zürich, Basel, Bern und Genf regierenden Sozialdemokraten haben ein neues Parteiprogramm vorgelegt, worin der Schaffhauser ex Präsident Hans-Jürg Fehr zusammen mit seinem Nachfolger Christian Lévrat die kleinen Kantone aufheben möchte: Schaffhausen (75 000 E.), Jura (96 800 E.), Neuchâtel (171 000 E.), NW (40 7700), OW (34 400), Uri (35 200), ZG (110 400), SZ (143 700), GL (38 400), AR 53 100) und AI (15 500). In diesen Kleinkantonen herrschen konsequente Bürgerliche, die sich nun mächtig gegen diese Zumutung der Partei der Staatsangestellten, Kreativen und Hochschulbeamten wehren.
Politik | 1 Kommentar »
Mittwoch, den 14. April 2010 um 7:23
Der Dichterpfarrer Kurt Marti und der im Berner Brünnengut lebende wie schreibende E.Y. Meyer (“Trubschachen”) sind die bedeutendsten Literaten, welche unsere Bundesstadt heute aufzuweisen hat. E.Y. Meyer lebt im städtischen Brünnengut, einer einstigen, aber heute leider ziemlich verkommenen Villa aus Berns grosser Zeit. Der bedeutende Schriftsteller, dessen Werke früh einen europäischen Charakter trugen, lebt genau auf der Bruchzone zwischen stolzer Schweizer Vergangenheit und brutalerModerne, die sich darin ausdrückt, dass grosse Überbauungen mit Wohnsilos immer näher rücken und die alten Bäume um das Brünnengut weitgehend verschwunden sind. Jetzt haben die Berner sich besonnen: In Rufweite vom Wohnsitz des an Hemingway erinnernden Schweizer Grandseigneurs hat die Stadtgärtnerei eine Parkanlage ausnahmsweise nicht für Autos, sondern für seltene Obstbäume eingerichtet. Bald wird man E.Y. Meyer unter Kirschen- und Pflaumenbäumen wandern sehen. Die Besucher werden sich darüber freuen.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Mittwoch, den 14. April 2010 um 7:23
Damit das Staatsdefizit auf jährlich tragbare drei Prozent des BIP zurückgeführt werden kann, müssen die Steuern für alle US-Amerikaner, die mehr als USD 209 000.– versteuern, von derzeit 33 % auf über 70 % des Einkommens angehoben werden. Undenkbar, denn die reichsten zehn Prozent aller Amerikaner sind für 40 % des Konsums verantwortlich.Präsident Obama will ohnehin alle vor Steuererhöhungen schützen, die weniger als USD 250 000.– versteuern. Wir sollten deshalb in der Schweiz jetzt damit beginnen, unsere Staatsschulden abzutragen. Später kann es teuer werden.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Mittwoch, den 14. April 2010 um 7:23
FDP-Natiomalrat Werner Messmer will nicht mehr, dass seine FDP als “Partei der Geldsäcke” und “verlängerter Arm der économiesuisse” gilt. Wie es aussieht, werden ihm am 24. April anlässlich der FDP-Delegiertenversammlung viele darin folgen. Michael Ringier, Verleger, ist der festen Ansicht, die FDP brauche es nicht mehr; sie habe sich selbst überflüssig gemacht. Er tendiere zu den Grünliberalen, wie viele Zürcher Goldküstenbewohner. Die letzte wirklich freisinnige Gemeinde dort ist Zollikon am Eingang zur Stadt Zürich; überall sonst dominiert die SVP.
Politik | Keine Kommentare »
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