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Weblog
Tagesarchiv für 5. März 2010
Freitag, den 5. März 2010 um 13:40
Natürlich werden die Personalverbände des Bundes und die der Kantone es leugnen, weil sie allen Grund haben, die dort gewonnen sozialen Vorteile vor dem Steuerzahler zu verdecken. Es braucht einen echten Berner Unternehmer, den 30jährigen Christoph Wysseier, Gründer der erfolgreichen Firma Cmsbox, der sagt: “Es wäre viel besser, die vielen cleveren Köpfe hier zu unterstützen, als später mit viel Aufwand Firmen von Zürich nach Bern zu locken. Durch die vielen Bundesbetriebe und bundesnahen Unternehmen finden Informatiker sehr leicht einen Job mit paradiesischen Arbeitsbedingungen.” Paradiesische Arbeitsbedingungen auf Kosten der Steuerzahler einschl. Sanierung der Bundes-Pensionskassen in Milliardenhöhe. Wie das Beispiel Griechenland zeigt, sind derlei Selbstbedienungs-Institutionen auf dem Rückzug, demnächst auch bei uns.
Wirtschaft | 2 Kommentare »
Freitag, den 5. März 2010 um 13:39
Wie die Engländer Rhodesien einst besetzt hatten, wollen die weisshäutigen Chilenen das im Süden gelgene Araukanien in ihren Einheitsstaat einbeziehen. Weil ich die Mapuches kennen gelernt habe, die seit der spanischen Invastion Latainamerikas unbesiegt geblieben sind, habe ich Respekt vor diesem Indio-Volk, das fünf Prozent der chilenischen Bevölkerung ausmacht. Das Land gehört den Mapuche, die Weissen, darunter viele Schweizer, einige Zeit auch Setphan Schmidheiny, haben dort nichts verloren, es sei denn als Gäste.
Politik | 1 Kommentar »
Freitag, den 5. März 2010 um 13:39
Immer dann, wenn man einmal Radio DRS hören möchte, weil die Nachrichten wichtig sein könnten, drängen sich die Verkehrsmitteilungen in das aktuelle Programm, weshalb der kluge Mensch nur sofort den Sender abstellen kann. Ebenso im Schweizer Fernsehen, wo seit Wochen ein dunkelhäutiges Mädchen über den Bildschirm tanzt und uns ein Sprecher von Swissaid wissen lässt, sie sei von einem “skrupellosen Grossgrundbesitzer” ausgenutzt und vertrieben worden. Mit Swissaid hätten sich “alle Dorfbewohner ihren Besitz zurück erkämpft.” Ist Swissaid eine neue Guerillatruppe, die sich aus Spendengeldern finanziert? Wie soll man diese Aussagen verstehen? Derlei Informationen machen immobil, lösen Ängste aus und lassen den Bürger verstummen. Gegen Verkehrsnachrichten lässt sich nichts tun, wenn man Chopin hören möchte. Wir können höchstens den Geldbeutel öffnen, um weitere skrupellose Grundstücksbesitzer zu verjagen. Waren es übrigens Weisse oder Schwarze? Ebenso eindrücklich war auf DRS 2 das Ganztagesprogramm über den Solothurner Schriftsteller Peter Bichsel, ein kurlig raunendes Museumsobjekt aus dem vergangenen Jahrhundert, das einer Schweiz angehört, die sich heute im Prekariat verwirklicht. Derlei macht Eindruck, weshalb jedermann zu einem Kotau vor dieser Hochkultur verpflichtet ist, aber nach Bichsel kamen Milena Moser und Martin Suter, womit der sinkende Bildungsstand weiter Kreise verdeutlicht wird. Wäre die Schweiz alleine davon betroffen, würde dies die Welt wenig interessieren, aber auf Ronald Reagan folgten George W. Bush und Sarah Palin, auch dies eine Leiter des Abstiegs für die US.Konservativen.
Kommunikation | Keine Kommentare »
Freitag, den 5. März 2010 um 8:12
Es wäre an der Zeit, jeden Schweizer, aber sicherheitshalber nur solche, die seit mindestens drei Generationen im Lande sind, zu Botschaftern der Schweiz zu ernennen, wenn sie ins Ausland reisen. Sie können dann deutlich machen, dass sie in ihren Koffern kein Geld zurück in die Schweiz schmuggeln, um damit den Finanzplatz zu retten. Solche Botschafter hat auch das Fürstentum Liechtenstein ernannt, als es mit seinem Ruf am schlimmsten stand. Zu solchen Botschaftern seines Landes will auch das israelische “Ministerium für Aufklärung” seine Mitbürger machen, sollten sie ins Ausland reisen. Wenn dann in London Schweizer Volksbotschafter mit liechtensteinischen und israelischen Volksbotschaftern ins Thai-Restaurant gehen, können sie sich gegenseitig darüber aufklären, weshalb derlei notwendig ist. Juli Edelstein, israelischer Minister für Aufklärung, weiss es: “Die Medien sind an allem schuld.” Dem können die Medien nur eines entgegen setzen: Wir brauchen endlich Medienbotschafter.
Kommunikation | 1 Kommentar »
Freitag, den 5. März 2010 um 8:06
Bei uns wird seit Monaten der Eindruck erweckt, der Herrscher Libyens sei ein Wüstentrottel, der bei uns höchstens als Schuhputzer in St. Gallen tauglich wäre. Dabei ist Libyen ein Land, das an Wohlstand viele europäische Staaten übertrifft. Der BIP pro Kopf liegt mit USD 15 000.– über demjenigen von Polen, Mexiko oder Chile. Geleistet wurde dies genau unter jenem Wüstenpräsidenten, der vor über 40 Jahren durch einen Putsch sein Land von einem Diktator befreite. Wenn er für seine Familie mehr Respekt verlangt, sollten wir dies beherzigen. Söhne, die sich schlecht benehmen, haben wir auch bei uns zu genüge.
Politik | 11 Kommentare »
Freitag, den 5. März 2010 um 8:06
Die “digital natives” warnen unterdessen, das “end of privacy” sei gekommen, Google und die “social networks” sind ihre Zeugen. Die Demokratie beruht jedoch auf der gebildeten Einzelperson, die sich in Unabhängigkeit entscheiden kann. Wer als “gläserner Bürger” jeglichen Einflussnahmen gegenüber hilflos ist, ja, wer sich diesen freiwillig unwissend öffnet, kann sich nicht mehr Demokrat nennen, sondern ist im Helmut Maucher’schen Sinne einfache “Biomasse”. Es mag als Überheblichkeit angekreidet werden, aber der Weg dorthin ist weit offen, die Erhaltung der individuellen Autonomie fraglicher denn je. Die Politiker haben es gelernt, die Massen zu manipulieren, weshalb nicht mehr das Wohl der Mehrheit auf dem politischen Programm steht, sondern Erhaltung und Ausbau jener Vorteile, die Geschichte oder Geburt entstehen liessen.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
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