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Monatsarchiv für März 2010

Es sind die Beamten, welche den Staat ruinieren (vielleicht mit Ausnahme der Schweiz, lieber Werner)

Mittwoch, den 31. März 2010 um 14:08

Eurostat und Cato Institute bringen Licht in die Sache: Die Pensionsverpflichtungen der EU-Staaten sind nur finanzierbar mit zusätzlichen acht Prozent des BIP. Die USA sind mit 500 % des BIP verschuldet, die auf Schulden und sozialen Zusagen beruhen. Einige Zahlen fallen auf:

– Griechenland weist Schulden aus von 113 % des BIP, mit Pensionen total 875,2 %
– Frankreich: 75,8 %/549,2 %
– Deutschland 71,9 %/418,2 %
– Polen 50,5 %/1 550,4 % (die alten Eliten haben zugeschlagen)
– Slovakei 34,7 %/ 1 149,1 %
– Italien 116,3 %/364,1 %
– Österreich 67,6 %/409,8 %

Es handelt sich hierbei um die Summe der Schulden zuzüglich zu den Zusagen für staatliche Pensionen (zweite Zahl). Am Beispiel Griechenlands wird deutlich: Wir müssen den Staat zurückbinden, um nicht bankrott zu gehen.

Strategische Führung oder strategisches Denken?

Mittwoch, den 31. März 2010 um 8:21

Die Vorstellung, die Schweiz könne vom Bundesrat strategisch besser geführt werden, wenn der Bundespräsident zwei Jahre anstelle wie bisher eines Jahres amtiere, und den Bundesräten zwei weitere Staatssekretäre dienen würden, kann nur von einer FDP-Spitze kommen, deren Kompass unsicher geworden ist. Wie es der Zeit entspricht, lassen einige Bundesräte, darunter auch Frauen, verlauten, sie hätten soviel zu tun, dass sie kaum noch zum Denken kämen. Daraus sei jene wenig zielführende Hektik entstanden, welche rundum verwirrend wirke.
Strategische Führung ist eine Frage des Wissens und der Intelligenz, des Wollens und der Machtverhältnisse. Entscheidend ist die Person. Hätte die Schweiz 1848 die Neutralität aufgegeben, wie es die Berner Ultraliberalen forderten, gäbe es heute keine Schweiz mehr. Ulrich Ochsenbern, ein Berner, hielt die Schweiz auf Kurs. Strategische Führung setzt die Fähigkeit zum strategischen Denken voraus. Wenn die Parteien oder der Bundesrat, wie es in unserer Geschichte immer wieder vorgekommen ist, die falschen Personen an die Spitze berufen, werden auch diese strategisch führen, aber perfekt in die falsche Richtung. Insofern sind formale Anpassungen meist teuer, aber wenig erfolgversprechend.

Intelligente Italiener wandern zu

Mittwoch, den 31. März 2010 um 7:57

Nicht nur Deutsche fluten in die Schweiz, auch gut ausgebildete Italiener lassen sich zunehmend im Wallis nieder, wo attraktive Jobs geboten werden. Die Italiener der ersten Welle (um 1900) und der zweiten Welle (ab 1960) haben sich ausgezeichnet in die Schweiz integriert. Jetzt leben alleine in der Walliser Hauptstadt Sion über hundert italienische Hochschulabgänger, die sich dort in einem bedeutenden Callcenter der Schweiz beruflich betätigen. Es handelt sich um Singles, die per Internet mit der nahen Heimat eng verbunden bleiben, weshalb abzuwarten bleibt, wie deren Integration in die Schweiz verläuft.

China bricht nicht, aber die USA?

Mittwoch, den 31. März 2010 um 7:50

Der bevorstehende Untergang Chinas war vor zwei Jahren ein grosses Thema, sei es der Regierung in Peking doch nicht möglich, die im Land herrschenden Spannungen unter Kontrolle zu halten. China ist nicht ein- und auseinandergebrochen; ganz im Gegenteil: Es wächst, hat über 2000 Milliarden USD Reserven und gelegentliche Unruhen werden konsequent bekämpft. Wie anders die USA: 1,7 Trillionen USD Schulden, zwei Kriege ohne Erfolg geführt, ein Drittel der Bundesstaaten, nicht nur Kalifornien, bankrott, andere nicht weit davon entfernt. In der Politik kämpfen die Reichen und Armen mit wachsender Erbitterung gegeneinander an; Pardon wird nicht mehr gegeben. Washington ist für den Rest des Landes ein Ort des Niedergangs, New York City war schon immer unamerikanisch. Welches Reich nun zuerst zerbricht, bleibt zu erfahren.

Das Schweizer EU-Schnäppchen

Mittwoch, den 31. März 2010 um 7:19

Wenn unsere Schweizer Linke über die Vorteile der EU nichts mehr zu sagen weiss, weist sie auf die EU als europäische Friedensmacht hin. Mag sein, aber sie war zuerst einmal eine Montan-Union, dann eine Wirtschaftsgemeinschaft, die in Wirklichkeit eine Konzern-Export-Förderungsgemeinschaft darstellte, schliesslich eine Gemeinschaft der Euro-Staaten. Gewonnen haben die grossen Konzerne, lange Zeit auch die Banken, bevor sie sich wegen ihrer Gier überschlugen und zusammenfielen. Gewonnen haben auch Zehntausende von Bürokraten, die zwischen den Hauptstädten, Brüssel und Strassburg, zusammen mit ausgewählten Politikern, die den eigenen Bürgern abgezwungenen Steuermilliarden in Butterberge und Luxusstrassen zwischen der Algarve und Ostpolen verwandelt haben. Dieser EU-Frosch würde die heutige Schweiz wie eine fette Fliege gerne schnappen. Schon stecken wir halb im Schlund, nicht wissend, wollen wir tiefer hinein oder haben wir noch die Kraft, ins Freie zu fliegen? Dann aber, wohin? Die US-Amerikaner haben uns schon geschluckt, denn ihnen gegenüber sind wir wie gelähmt. Viele unter uns suchen den Fluchtweg jetzt nach Asien, wo man uns sicher die Flügel ausreissen wird. Was bleibt? Der autonome Stillstand, die bewegungslose Raserei, wie sie derzeit im Bundeshaus vorgeführt wird.

SP-Regierungsrat verteidigt UBS-Spitze

Mittwoch, den 31. März 2010 um 7:19

Gegen seine eigenen SP-Parlamentarier tritt der Zürcher SP-Regierungsrat Markus Notter vehement an, wenn es darum geht, die Strafunfähigkeit von Marcel Ospel & Co. zu beweisen. Der SP-Politiker, der immer wieder Bundesrat werden wollte und dessen Frau, auch eine Staatsdienerin, Kommunikation gelernt hat, gibt einer Strafanzeige gegen die UBS-Vertreter keine Chance. Man darf sich nicht wundern, wenn der SP die Wähler verloren gehen. In Zürich, Basel, Bern und Genf ist sie eine enge Liason mit anderen Parteien eingegangen, um in „Koalitionen der Vernunft“ oder „Historischen Kompromissen“ die Interessen des Grosskapitals zu sichern. Von daher besteht in der Schweizer Finanzwirtschaft wenig Interesse daran, die FDP wieder finanziell aufzurüsten; in Basel erhält die städtische FDP knapp Fr. 100 000.— im Jahr an Zuschüssen, um knapp überleben zu können. Die Zusammenarbeit des Kapitals mit den Linksgrünen verläuft relativ reibungslos; die Bürgerlichen verhungern am Rande. Die FDP ist seit einiger Zeit auch von NZZ, BaZ, Bund und Le Matin verlassen. Einzig SVP-Zampano Dr. Christoph Blocher baut in aller Stille sein allerdings sehr kleines Medienreich aus. Es wird noch grösser werden, denn das Wahljahr 2011 steht vor der Tür.

Wer hat in der Schweiz „Erotic Capital“?

Dienstag, den 30. März 2010 um 16:20

Das Rätsel ist gelöst, warum Arnold Schwarzenegger Gouverneur von Kalifornien wurde und Angelina Jolie als Botschafterin der Armen aus der Dritten Welt überzeugt. Beide verfügen gemäss der Soziologin Catherine Hakim von der angesehenen London School of Economics über „Erotic Capital“. Dieses habe in den letzten Jahren mehr an Bedeutung gewonnen als das Finanzkapital. Erotisches Kapital habe dazu gedient, den Weg der Frauen an die Macht zu befördern und sei auch der Grund für den gesellschaftlichen Aufstieg der Homosexuellen, die ihre Erotik sehr frei demonstrieren dürften. Ob Lifting oder Body Building, alles diene der Erhaltung des „Erotic Capital“, sagt die Soziologin. Machen wir in der Schweiz die Probe aufs Exempel: Die beiden erotischsten Bundesräte sind Doris Leuthard („Duschen mit Doris“ war ihr Slogan im Wahlkampf) und Moritz Leuenberger, der sich gerne mit George Clooney misst. Vital wie „Arnie“ Schwarzenegger war Dölf Ogi und ist der Ostschweizer Unternehmer Peter Spuhler. Unter den weiblichen Aufsteigern finden wir neben Doris Leuthard die Wirtschaftsweise Carolina Müller-Möhl (Nestlé, demnächst NZZ-VR, nur von Klaus-Michael Kühne abgewiesen), der niemand Ausstrahlung absprechen kann. Es wird Zeit, dass wir die Schweizer wirtschaftliche wie politische Landschaft genauer betrachten. Das Schweizer Fernsehen, z.Bsp. hat den männlichen ….(bitte selber weiter denken, da ich sonst wieder unangenehme Mails erhalte) sehr viel Raum eingeräumt, was Dr. Roger Schawinski, der zu den vitalen Machos gezählt werden muss, zur Forderung veranlasste, den Heterosexuellen wieder mehr Spielraum zu geben. Gut gebrüllt, Löwe.

Vorösterliche Reflexion

Dienstag, den 30. März 2010 um 16:18

Theologie ist die Reflexion von Religion.
Ethik ist die Reflexion von Moral.
Ästhetik ist die Reflexion von Kunst.

BaZ kniet vor Tettamanti

Dienstag, den 30. März 2010 um 13:25

Als der Tessiner Financier Tito Tettamanti die „Bilanz“ in seinem Besitz hatte, musste diese seine Artikel publizieren und sein Buch über die Marktwirtschaft loben, das sonst kaum jemand zur Kenntnis genommen hat. Jetzt steht Dr. Tito Tettamanti, Mehrheitsaktionär der „Basler Zeitung“, dort wie ein Feldherr im Bild (Ausgabe vom 27.3.10) und verlangt von den Medien „auf Missstände aufmerksam zu machen“. Dies leiste ich gerne mit diesem Beitrag, denn Tettamanti kauft sich gerne Medien, um darin aufzutreten. Der Kniefall der BaZ vor ihrem Hauptaktionär kann damit begründet werden, den Leser damit informieren zu wollen. Ich erinnere daran, dass Michael Ringier sich in seinen Blättern vor Jahren ebenso hofieren liess, seit langem aber verstummt ist, weil die Glaubwürdigkeit nicht mehr stimmte. Es ist schade, wenn die BaZ Stimmrohr einer marktwirtschaftlichen Gruppe wird, die de facto bedeutungslos ist.

Martin Ebner, der Money-Maniac.

Dienstag, den 30. März 2010 um 13:25

Einst wollte er das Schweizer Volk zum Kapitalismus bekehren und brachte Zehntausenden herbe Verluste. Martin Ebner, der Money-Maniac, der ein Milliardenvermögen verlor, weil er im falschen Augenblick zu hoch pokerte, der, mindestens teilweise, von seinem Schulfreund Dr. Christoph Blocher durch eine Zwischenfinanzierung gerettet wurde (dies aber verdientermassen, da er viel zum Reichtum des Goldküsten-Milliardärs beigetragen hat), drückt heute aus, was der alleinige Umgang mit Geld für Folgen hat: bare Langeweile. Es ist fürchterlich, wenn ein Mensch sich nur um Geld und Macht sorgen muss, wer er nur daran denkt, ein neues Firmenempire aufzubauen, nachdem das alte verloren ging. Wem alles zu Geld wird, der verhungert geistig. Christoph Blocher, das ist ihm hoch anzurechnen, interessiert sich für Malerei, hilft mit, das wichtige Kloster Rheinau zu sanieren und ist auch im Kleinen ansprechbar, wenn es um mehr als Geld geht. Martin Ebners Armut, er sprach einmal davon, sein Lieblingsessen sei die Bratwurst, ist furchtbar.

 
     
     
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