Adieu, Notariat
9. February 2010 um 8:11Der feierliche Gang zur Beurkundung des Kaufs einer Immobilie zum Notariat könnte bald ein Ende finden. Was bisher mit vielen Dokumenten und anderen Schriften im Stil des 19. Jahrhunderts abgewickelt wurde, soll auf eine elektronische Plattform gebracht und in Kürze abgewickelt werden. Die ersten Vorbereitungsarbeiten sind angelaufen. Damit wird ein Berufsstand geschwächt, der als Notariat bekannt ist. Diese einflussreichen und bisher bestens verdienenden Deinstleister müssen versuchen, einen Fuss in der neuen Wertschöpfungskette zu behalten; zu Marktbereinigungen wird es mit Sicherheit kommen.


am 9. February 2010 um 9:05 Uhr.
Da krieg ich so n’Hals..!! Mann, mann, mann..ihr habt keine Ahnung.
am 9. February 2010 um 10:16 Uhr.
@Kunigunde Langenbach, Sie sprechen in Rätseln.
Mir waren die überrissenen Notariatskosten auch immer ein Rätsel.
Allerdings sind Schweizer Notare noch durchaus günstiger. Aber das ist relativ.
Wer je in seinem Leben versucht hat, privat eine Immobilie mit etwas komplexeren Eigentümerverhältnissen auf dem Land in Italien zu erwerben, weiss , was ich meine. Wenn man keinen uverlässigen Notar zur Hand hat, erlebt man die Hölle auf Erden.
Ich habe ohnehin den Eindruck, dass italienische Notare mit der Hölle in einem festen Vertragsverhältnis stehen. Gute Notare tun dann mit landesüblicher Grandezza so, als wären sie die einzigen auf diesem Planeten, die einem diese Hölle vom Leib halten könnten. Und sie haben auch noch recht.
Wenn man denen mit “computergestützten Plattformen” käme, würden die mal kurzl ein paar Folterinstrumente vor dem Klienten ausbreiten - und der wird dann wieder ganz still.
Dem Notar, der einem diese Hölle erspart, gibt man gern reichlich. Das ist Marketing!
am 9. February 2010 um 10:22 Uhr.
Frau Langenbach, dann bitte ich um Aufklärung und einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Von Seiten des Autors wünsche ich mir weitere Angaben zur eigenen Recherche. Ist von einem kantonalen Projekt die Rede? Besten Dank.
am 9. February 2010 um 13:14 Uhr.
@David: Sie haben mich falsch verstanden, ich bin der gleichen Meinung wie Sie. Unberechtigterweise werden die Gebühren im Katon Zürich als zu hoch angeschaut, wenn man jedoch die Gebühren in anderen Kantonen (Privatnotaren) betrachtet, sind die Zürcherischen sehr moderat.
@Autor: bevor ein solcher Beitrag gebloggt wird, sollten Sie sich über die tatsächllichen Verhältnisse informieren. Hierzu habe ich Ihnen ein interessante Statistik (vgl. S.5):
http://www.preisueberwacher.admin.ch/themen/00029/00034/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdH93hGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A–.
Die Gebühren fliessen nicht wie in der Privatwirtschaft direkt in die Taschen der Notare und deren Angestellten.
am 9. February 2010 um 15:01 Uhr.
@Frau Langenbach: Ich nehme an, Sie meinten meinen Namensvetter (Fred David). Ich danke für den interessanten Deeplink.
@Fred David: Wieder einmal Danke für einen weiteren Ihrer interessanten, erfahrungsgestützten Beiträge.
@Autor: Interessieren würde mich der Stand aktueller “Digitalisierungsbestrebungen”.