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Monatsarchiv für Januar 2010

Die Chinesen sind da.

Freitag, den 29. Januar 2010 um 16:55

Goldman Sachs würde gerne Teile der griechischen Nationalbank an die chinesische Regierung verkaufen. Mit Euro 20-25 Mia. könnte man Griechenland teilsanieren. Die Bank ist ein sehr grosser Grundstücksbesitzer, weshalb die griechische Regierung, die dringend Geld braucht, vorgeschlagen hat, diese griechischen Grundstücke auszugliedern, damit die Nationalbank zwar ärmer ist, aber griechisch bleibt. Die Chinesen kaufen sich nicht nur mit Milliardenbeträgen in Afrika und in Lateinamerika, sondern jetzt auch in Europa ein. Griechenland, „die Wiege der europäischen Kultur“, soll zunehmend chinesisch werden. Die griechische Regierung hat Angst vor einer Revolte ihres Volkes, wie es soeben in Italien geschieht. In der toskanischen Textilmetropole Prato (180 000 Einwohner) leben bereits 30 000 Chinesen, meist „moderne Sklaven“, wie Nikos Tzermias in der „NZZ“ schreibt. Der chinesische Staatsschatz von USD 2 400 Milliarden, der sich pro Jahr um über 500 Mia. vermehrt, will angelegt werden. China erneuert damit sein eigenes Riesenreich und kauft sich jetzt auch in Europa ein. Aus Schweizer Sicht ist mindestens die Credit Suisse-Gruppe mit dabei.

Warum Afghanistan?

Freitag, den 29. Januar 2010 um 15:25

Häufig werde ich gefragt, warum NATO-Truppen in Afghanistan stehen und warum sie nach acht Jahren nicht gewinnen? Der erste Fehler war es, dort „Taliban“ zu bombardieren, denn es handelt sich längst um einheimische Aufständische, wie Jürg Todenhöfer schon lange schreibt. Aufständische kann man aber nur durch Bodeneinsätze bekämpfen, um die Bevölkerung zu gewinnen. Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass es sich bei Osama bin Laden, einem langjährigen ehemaligen Mitarbeiter der US-Geheimdienste, von dem sich die saudische Regierung bis heute nicht distanziert, um eine Puppe der US-Geheimdienste handelt, die aus der Schublade gezogen wird, wenn man sie braucht. Vieles weist darauf hin:

– Von der mächtigsten Armee der Welt kann er nicht gefangen werden.
– Sein Portrait wird willkürlich montiert unter Zuhilfenahme einzelner Kopfteile (Stirn) eines spanischen Politikers.
– Der Flugzeuganschlag von Detroit wurde von einem „Holländer“ verhindert, der anschliessend spurlos verschwand.

Zur Rechtfertigung der US- und NATO-Kriege im Mittleren Osten, welche die USA alleine in Afghanistan bisher USD 300 Mia. gekostet haben, braucht es Gründe. Offiziell heisst es, „die NATO muss ihre Stärke in Asien beweisen“ und „Europa muss zeigen, ob es noch eine Weltmacht ist.“ Was sind das für Gründe?

In den vergangenen zehn Jahren sind die Rüstungsausgaben weltweit um 45% angestiegen. Während in den USA weite Teile der Industrie, der Immobilien- und die Konsummärkte noch darniederliegen, investiert der Staat per annum USD 650 Mia. in das Militär. Es handelt sich dabei, wie die Vorbereitungen auf der amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert und die Vorbereitungen auf die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert gezeigt haben, um Wirtschaftsförderung der brutalen Art: Krieg ist gut für das Geschäft.

Wer dem im Wege steht, sei es auch nur durch Zufall, lebt gefährlich. Wer erinnert sich nicht an die Anthrax-Attentate in den USA nach 9-11? Der einzige Wissenschaftler, der nach 8jähriger Suche durch die US-Geheimdienste noch eine Ahnung davon hatte, Bruce Iving, starb am 29. Juli 2008 in medizinischen Institut der US-Armee an einer Überdosis des Schmerzmittels Tylenol. Es gab keine Autopsie und keine Mitteilung über einen möglichen Selbstmord. Man lese Edward Jay Epstein im WSJ vom 26. Januar 2010. Meine These: Diese Attacken waren ebenso gestellt, wie spätere Aktionen, denn das amerikanische Volk musste von einem Aggressor überzeugt werden, der von aussen kam. US-General David Petraeus sagte soeben: „Afghanistan wird der längste Einsatz im Langen Krieg“. Der „Long War“ war der Begriff der Bush-Regierung für den Krieg gegen den Terrorismus, der, wie sich heute herausstellt, von Teilen der US-Administration selbst aufgebaut wurde und seither am Leben gehalten wird. Wie stark diese schon von General Eisenhover vor 50 Jahren als gefährlich beschriebe Maschine ist, zeigen jüngste Aussagen aus Washington, wo man Barak Obama vier gute Jahre zugestehen will, aber eine Wiederwahl im Jahr 2012 bereits auszuschliessen beginnt. Präsidenten kommen und gehen, der Drache lebt.

Wer chic ist, hat keine Familie.

Freitag, den 29. Januar 2010 um 13:42

Bundespräsidentin Doris Leuthard, die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, die deutsche Familienministerin Kristina Köhler, demonstrieren, wohin sich unsere Gesellschaft entwickeln soll: Wer chic ist, hat keine Kinder und, besser noch, keine Vollfamilie. Besser als seine Kinder ist es, seinen Lebensphasen-Partner vorzuzeigen. Wann haben Sie zuletzt im politischen Umfeld eine im bürgerlichen Sinn lebendige Normalfamilie gesehen? Damit will ich weder romantisch noch konservativ sein, aber es gibt Gründe, weshalb unsere Gesellschaft überaltert.

Glanz für eine geprügelte Branche.

Freitag, den 29. Januar 2010 um 10:01

Wenn ein österreichischer Verleger und ein deutscher Chefredaktor, der mit den Sitten der Schweiz noch nicht ganz, aber zunehmend besser vertraut ist, von den Schweizer Verlegern ebenso hofiert wird wie einer Hundertschaft der besten Journalisten, handelt es sich um Johann Oberauer und Markus Wiegend, die bei der jüngsten Auszeichnung der Verleger, Medienmanager und Journalisten des Jahres nicht nur die Unterstützung der Swisscom mit Chefstratege Daniel Ritz und einem halben Dutzend seiner Kommunikationskollegen fanden, sondern auch die Elite der Schweizer Medien begrüssen durften, an der Spitze Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument, der sich, wie üblich mit offenem Visier, gegen das BAKOM und die Praxis von Medienminister Moritz Leuenberger aussprach, wohlwollend belächelt von Roger Schawinski, der an diesem Abend, friedvoll neben Kari Lüönd verbringend, sogar jenen einen schrägen Blick zuwarf, die er nicht zu seinen Lieblingstalkern zählt, weil sie seine rhetorische Ätherherrschaft in Frage stellen. Es war ein exzellenter, freudvoller Anlass im proppenvollen Carlton an der Zürcher Bahnhofstrasse mit tamedia als Gesamtsieger, Pietro Supino, freundlich, McKinsey-geschult, lächelnd, Martin Kall, sein CEO, wie immer auf dem Durchmarsch, seinen Erfolg wie den seiner journalistischen Spitzenmannschaft geniessend. Wo es Sieger gibt, sind auch Verlierer: Michael Ringier, wie schon seit Monaten, nirgendwo zu sehen. Der sogenannte Schweizer Grossverlag, an diesem Abend bitteren Spott geniessend, weil er in das Konsumgeschäft (Büstenhalter etc.) einsteigen will, von seinen Kollegen verhöhnt. Triumphierend Peter Rothenbühler, Redaktionsdirektor von Edipress, sehr elegant, überlegen, seinen Preis entgegen nehmend. Michael Ringier hatte nie eine Nase für die richtigen Menschen, weshalb sich bald zeigen wird, was er mit den „Talenten“ geschaffen hat, die ihm seine Familie derart grosszügig zugehalten hat. Verlierer auch die anderen Schweizer Medienzeitschriften, die meisten wegen mangelnder Initiative und Könnens, auch „persönlich“, das angesichts der andauernden Werbekrise zu einem Gesellschaftsblatt mutiert; dort fehlt das echte journalistische Engagement, das Leistung vor Schönheit stellt. In echter Schweizer Bescheidenheit, aber triumphierend von Wiegand ausgezeichnet: Markus Gilli, der mit höchster Eleganz begonnen hat, im Grossraum Zürich die SRG auf den zweiten Rang zu verweisen, und Luzius Theler, der Geheimtip aus dem Oberwallis, den eine ganze Equipe des „Walliser Bote“ mit dem jung gebliebenen Alt-Verleger Philipp Mengis an der Spitze für seine Leistung als ausgezeichneter Lokaljournalist beglückwünschte. Roger Köppel feierte mit Recht seine „Weltwoche“, ein schwieriges Kind, das aber an Gewicht zunimmt. Einzig leidvoll blickten die vom „Schweizer Journalist“ geehrten Sportjournalisten: Roger Benoit vom „Blick“ und „SoBli“, der in 41 Jahren ein tolles Rennen gefahren ist, aber vor einem verlegerischen Scherbenhaufen steht, und Fredy Wettstein, der die gleiche Position beim „tagi“ und der „SoZ“ inne hat, aber von Natur aus solche Ehrungen skeptisch betrachtet. Die grösste Überraschung des Abends war die Auszeichnung der Wirtschaftsjournalisten: NZZ-Schwarz liess sich „wegen Davos“ abmelden und Philipp Löpfe, nach der Wirtschaftslage von Markus Wiegend befragt, stammelte Unverständliches von Nullkompetenz, weshalb sich die Jury fragen lassen muss, ob sie bei diesem Entscheid einen mentalen Aussetzer hatte.

Es war ein Klasse-Abend, der tiefen Einblick gab in die Schwierigkeiten und Komplexitäten der Schweizer Medienwelt.

Rishikesh oder Wallis?

Freitag, den 29. Januar 2010 um 8:14

Schon wieder eine Einladung nach Rishikesh im indischen Vor-Himalayagebiet, wo ich während einer Woche meine Seele baumeln lassen soll. Tagsüber Yoga, dann Erholung mit den Füssen im Wasser des dort noch reinen Ganges. Ich werde nicht fliegen, denn betrachte ich mir das Angebot genauer, sieht die Landschaft aus wie an den Hängen des Mittelwallis, wo ich ebenfalls Schneeberge über mir und eine schön begrünte Landschaft neben mir habe. Der Ganges dort sieht aus wie der Rotten im Goms. Dem katholischen Wallis fehlen nur die Gurus, die uns eine höhere Erkenntnis versprechen. 1178 Euros für Gurus, Hin- und Rückreise, Hotel und Essen sind ein Faktor, der unserem heimischen Tourismus jedoch Mühe macht.

Basler Schock

Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 17:05

Während unser Bundesrat Ueli Maurer sich „Zürischnure“ nennt und seine Kollegin Eveline Widmer-Schlumpf sich als „Steingeiss“ bezeichnet, sind unsere Grossbanken mangels Bankgeheimnis in der Krise und die Pharmaindustrie übernimmt als Wirtschaftsfaktor die Führung. Ein Latino, der erfolgreiche Konsumgüter-Verkäufer Joe Jimenez, ist neuer CEO von Novartis. Der ehemalige Ketchup-Verkäufer passt gut zu Peter Brabeck-Letmathé, dem VR-Präsidenten von Nestlé, der als Eisverkäufer in Lateinamerika begonnen hat. Sein erster Satz im neuen Amt: „Ich bemerke gar nicht, dass Novartis eine Schweizer Firma ist.“ Vasella bemerkt das Unwort und bekennt sich zu Basel; die Basler Regierung kuscht sofort und bestätigt: „Wir sind glücklich mit Novartis.“ Der Niedergang der Schweizer Managerkultur, wie sie während 30 Jahren von Dr. Egon P.S. Zehnder, dem erfolgreichsten Headhunter der Schweiz, beschworen wurde, ist offensichtlich. Zwei von drei der 20 grössten Schweizer Firmen werden von Ausländern geführt. In Wirklichkeit ist deren Zahl noch grösser, denn Weltkonzerne wie Glencore, Kühne + Nagel International und Cargill werden nicht mitgezählt. Dieser A-Schweiz steht eine Schweizer Innen- wie Wirtschaftspolitik gegenüber, die nur noch reagieren kann. Jimenez (Novartis) wie Bulcke (Nestlé), die beide in der Schweiz weniger als zwei Prozent ihres Umsatzes machen, können mit Charme und eiserner Faust diktieren, was sie wollen. Nicht nur Fulvio Pellis FDP, sondern auch Christoph Blochers SVP haben dies begriffen. CVP und SPS können nur noch hilflos so tun, als ob sie eigenen politischen Spielraum hätten. Was bleibt uns? Ginge es nach Christoph Blocher, wäre es eine Albert Anker-Schweiz im sonntäglichen Gewand. Unsere linken Intellektuellen haben soeben in Solothurn den Heimatfilm „Coeur Animal“ ausgezeichnet und setzen damit glanzvoll die Berg- und Bauernfilm-Tradition der Schweiz („Höhenfeuer“) fort. Nicht einmal „Sennentuntschi“ können wir aus eigener Kraft retten; ein Deutscher will die Mittel bereitstellen, uns aus der Patsche zu helfen.
2010 werden die Firmen der A-Schweiz glanzvoll davon segeln, bei gutem Management auch gute Ergebnisse für ihre Aktionäre vorlegen, die Vorteile unseres Standortes (einschl. Steuergutschriften und Zero Taxes-Abkommen) nutzen und das Wohlwollen unserer Medien geniessen. Die B-Schweiz, 90% der Bevölkerung, wird diesen Prozess mit Steuern, Gebühren und Aufschlägen aller Art finanzieren. Noch sind wir wohlhabend, aber jeden Tag sind es einige weniger. Viktor Wekselberg, der Co-Herrscher über Winterthur, empfiehlt: „Exportiert mehr nach Russland.“ Das haben wir vor hundert Jahren schon besser gemacht, als die Schweiz eine Welthandelsnation war, aber aus eigener Kraft und auf eigene Rechnung.

Der UBS-Konzern ist sprachlos.

Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 16:03

Obwohl es VR-Präsident Kaspar Villiger die Sprache verschlagen hatte, liess er wissen: „Die Bank stellt für die Schweiz kein Risiko mehr dar-“ Dieser Satz wird wohl in die Geschichte eingehen, sei es a) die nächste Krise mit grossen Abschreibungen folgt oder b)der UBS-Konzern wird von einer ausländischen Bank übernommen, wie es Novartis-Chef Daniel Vasella bei seinem Rücktritt als CEO charmant als Möglichkeit andeutete. Eher sprachlos wirkt die Bank, wenn Villiger in alter Freisinn-Manier wütet „gegen den fatalen staatlichen Machbarkeitswahn“ und sagt „Beamte sind nie klüger als Märkte“. Es waren Berner Beamte, welche die UBS retteten, nicht die überzahlten Spitzenmanager. Was macht eigentlich „Ossi“ Grübel, von dem kaum etwas zu vernehmen ist, dessen Glaubwürdigkeit als „change manager“ aber laufend abnimmt. Innerhalb des Bankkonzerns betreibt er Mikro-Management, indem er sich um jedes Detail kümmert. Der erfolgreiche ehemalige Händler sucht Superdeals, während, wie auch sein Präsident bestätigt, die Kunden abwandern, weil die Bank laufend an Glaubwürdigkeit verliert. Hat Daniel Vasella uns einen Blick in die Zukunft unserer Grossbank aufgezeigt? Dort ziehen in sechs Wochen die Asiaten ein.

Was hält eine Gesellschaft zusammen?

Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 14:17

In den USA ist es „soccer“, der mit allen Mitteln gefördert wird, denn die Jugend Amerikas bekennt sich zu diesem relativ brutalen Spiel. Sollten diese Spiele wegfallen, gäbe es mehr Ärger auf den Strassen und in den Hinterhöfen. Sehr aufschlussreich ist es, wie Künstler aus Haiti, deren Werke durch die jüngsten Erdbeben ganz oder teilweise zerstört wurden, darauf reagieren. Paul Jude Camelot, der in Paris studiert, sagte nach dem Verlust seiner Werke weinend: „Es sind kulturelle und künstlerische Symbole, die meinen Landsleuten den Sinn für etwas Gemeinsames vermittelten, indem sie an unsere stolze Vergangenheit erinnerten.“ In der Schweiz haben wir einen riesigen Fundus an Kunstwerken, der über mehr als tausend Jahre systematisch aufgebaut wurde. Leider gibt es noch keine kohärente Forschung darüber, was davon von aussen in unser Land getragen wurde und wie unsere Künstler zwischen den beiden Sphären schweizerisch und international agierten. Der grösste alemannische Dichter, Johann Peter Hebel, ein Vorstadt-Basler, wurde von der offiziellen Schweiz bisher kaum zur Kenntnis genommen. Segantini und Kirchner, die das Bündnerland als jene Tramlandschaft wiedergaben, die heute noch die Weltelite anzieht, haben unserem Land Profil gegeben. Sie kamen aus Italien und Deutschland. Der Tessin hatte Hermann Hesse, das Wallis Zuckmayer, beides Deutsche. Sie haben die Schweiz mindestens ebenso zusammen gehalten und definiert wie E.Y. Meyer und Gerold Späth, beides Schweizer Schriftsteller europäischen Zuschnitts. Dies zu erkennen, setzt ein wenig Arbeit und viel Interesse voraus.

Trichet bestätigt: Deutsche denken besser

Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 14:01

Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank, hat in den zwei letzten Jahren intensiv deutsch gelernt. Er kommt zum Schluss, in der französischen und englischen Sprache kommuniziere man besser, aber in der deutschen Sprache, wo das Verb am Ende des Satzes stehe, werde man zum Nachdenken verleitet. Deutsch sei deshalb die Sprache der Philosophie und der Reflexion. Die französischen Modephilosophen werden sich dafür nicht bei ihm bedanken.

Haben wir eine Immobilienblase?

Donnerstag, den 28. Januar 2010 um 10:59

Was in Zermatt, Crans Montana, St. Moritz, Gstaad, Zug und an der Zürcher Goldküste für Immobilien verlangt wird, erinnert stark an eine Immobilienblase. Die Pensionskassen haben gerade in den Ballungsräumen viel Geld in Immobilien investiert, weshalb sie auch auf angemessene Mietpreise achten, damit ihr Kapital sich verzinst. Erhofft wird eine Angebotsausweitung dieser Kassen, damit die Mietpreise wieder einmal sinken können, aber der Traum,im Thurgau wohne es sich besser, ist bereits verflogen. Die anderen Investoren am Immobilienmarkt sind auch nicht untätig. Private besitzen rund 60% aller Mietwohnungen, investieren in diese und erhöhen die Mietpreise. Personalvorsorgestiftungen haben mit einem Anteil von knapp zehn Prozent das gleiche Problem. Alle suchen die besten Lagen, wo unter dem Druck des knappen Landes, der eigenen steigenden Anforderungen und der Zuzüger aus dem Ausland sich eine Kuppel gebildet hat, an der viele gut verdienen. Wenn in Zug geklagt wird, Einheimische müssten ins Luzernische ziehen, weil die Spekulation heiss laufe, ist dies doch kein Schaden. Die Regierung hat mehr von gut zahlenden Neubürgern als von Altbürgern, die der guten alten Zeit nachtrauern.

 
     
     
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