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Tagesarchiv für 15. Dezember 2009

Hetze auf Deutsche – Woher kommts?

Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 14:51

Die deutschen Bürger in der Schweiz fühlen sich nur mässig wohl. Die grossgewachsenen Germanen mit perfekter deutscher Aussprache, ausser man kommt aus der Gegend Leipzig/Dresden, sind vielen Eidgenossen ein Dorn im Auge. Einzelne Deutsche kriegen Angst, weil sie Drohbriefe oder böse Blicke ernten. Aber woher kommt diese Ablehnung?

1. Im Bezug auf die deutsche Sprache haben die Schweizer einen extremen Minderwertigkeitskomplex aber wenn man genau hinsieht sind es jene, denen das Selbstbewusstsein fehlt.

2. Deutsche im mittleren Kader treten in Zürich teilweise sehr arrogant auf, weil einige von ihnen der Meinung sind, sie hätten es geschafft. Arroganz ist jedoch der Schutz der Schwachen. Ich kenne viele deutsche Topkader in der Schweiz, welche die Bodenhaftung nie verloren haben. Besonders Unternehmensberater wie junge McKinsey Leute sind anfällig und überschätzen sich teilweise masslos, was ich selber schon am Rande miterleben durfte. Sie sind aber nicht wichtig für unser System. Sie werden mittelfristig sowieso ausgetauscht.

3. Die Deutschen schnappen sich unsere Topjobs. Aber wenn die Schweizer nicht gut genug sind, dann müssen sie die Arbeit den Deutschen oder anderen überlassen.

4. Die Medien helfen bei dieser Hetze natürlich äusserst erfolgreich mit. Würden Sie nicht mehr über das Thema berichten, würde die Angelegenheit nur noch hinter verschlossenen Türen diskutiert.

Aber junge Deutsche provozieren gerne, wie usgang.ch-Moderatorin Alena Gerber. In Deutschland war sie Wiesn-Playmate. Danach war aber mehr oder weniger schluss. In der Schweiz sind so süsse Sternchen herzlich willkommen, weil wir kaum solche hübschen Dinger haben, die auch noch zwei nacheinander folgende Sätze geradeaus formulieren können.

Die Lösung des Problems ist eigentlich sehr simple. Die Schweizer müssen mehr an sich selbst glauben, sonst werden sie vom wachsenden Selbstzweifel am Ende noch depressiv. Die Schweizer sind viel besser als sie selber zu glauben wissen.

Fidel Stöhlker

Sieger Maschmeyer

Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 10:54

Der beste Verkäufer Europas hat seinen AWD-Konzern der Zürcher Swiss Life sehr teuer verkauft. Carsten Maschmeyer ist heute VR des renommierten Zürcher Konzerns und einer der wichtigsten Aktionäre. Damit ist dem ehemaligen Haustür-Verkäufer der Aufstieg in den A-Klasse der Weltfinanz gelungen. Weil Swiss Life die Expansion der AWD-Gruppe, die unter einer Fülle von Klagen und anderen Schwächen leidet, vorerst zurückgenommen hat, gründet Carsten Maschmeyer zusammen mit Bert Rürup, seinem Image-Star, ein neues Beratungs-Unternehmen. Die Swiss Life kann jetzt aufräumen, was er ihr verkaufte. Es hiesse Maschmeyer zu unterschätzen, er würde als VR einfach zusehen, wenn ihm die Linie nicht passt.

Künstler als Steuerflüchtlinge – natürlich ja

Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 10:52

Wenn die Grossbankiers sich mit Boni bedienen, ist dies eine reine Gewöhnungssache. In England hat die Regierung, wie in Frankreich auch, dem durch eine 50 %ige Sondersteuer einen Riegel vorgeschoben. Wer nun als UBS-Kader in Deutschland, den USA oder Schweiz mehr als eine Million Franken verdient, kommt besser davon als sein Kollege in Frankreich oder England. Die Verwaltungsräte der Post wollen angesichts dieser Entwicklung nicht die Dummen sein und verlangen für jede Extrasitzung CHF 2 500 pro Tag, was ich noch für günstig halte. Sind Künstler deshalb bessere Menschen? Keineswegs, wie Angaben aus Irland zeigen. Dort hat die Regierung, soeben beschlossen, weiterhin rund 3000 Künstler, die dort leben, darunter auch etliche Schweizer, von der Einkommenssteuer zu befreien: Schriftsteller, Maler, Bildhauer und Komponisten. Wie geschickt sich diese Künstler bisher getarnt haben, zeigen Aussagen, wie: “Auf der grünen Insel herrscht Ruhe. Dort kann man noch leben und nachdenken.” Ja, aber steuerbegünstigt. Ich oute jetzt niemand, weil einige meiner Freunde dieses Privileg benutzt haben, von dem ich bisher nur die ideelle Seite kannte, nicht aber die ökonomische. 29 Künstler, die in Irland leben, haben Jahreseinkommen von über einer Million Euro im Jahr – steuerfrei. Dafür können sie noch lange Wohltätigkeitskonzerte geben und für die “armen Schwarzen” sammeln. Jetzt verstehe ich auch besser, weshalb wir in den Kantonen über 5000 reiche Ausländer mit Niedrigsteuern zu uns locken. Wie du mir, so ich Dir.

Südanflüge machen krank

Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 10:00

Sämtliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und koronare Herzkrankheiten nehmen bei Menschen ab dem 40. Altersjahr deutlich zu, wenn sie in einer An- oder Abflugzone eines Flughafens hohem Lärm ausgesetzt sind. Dies ergibt eine Studie des Bremer Mediziners und Epidemiologen Eberhard Greiser, die er für das deutsche Umweltbundesamt geliefert hat. Ihm standen die Daten von über einer Millionen Krankenversicherter im Grossraum Köln zur Verfügung. Frauen, so fand er heraus, haben ein höheres Leukämie- und Brustkrebsrisiko, leben sie unter dem Flugschirm. Wer unter einem Dauerschallpegel von 40 Dezibel lebt, geht bereits ein hohes Erkrankungsrisiko ein. Frauen in solchen Gebieten werden rasch depressiv, mehr als Männer, weil diese tagsüber nicht zuhause, also weniger betroffen sind. Wer über schalldämmende Fenster verfügt, hat eine 30 % grössere Chance, nicht vorzeitig einem Schlaganfall oder einer anderen Erkrankung zum Opfer zu fallen. Noch keiner Zürcher Regierung wäre es eingefallen, ihre Bevölkerung ähnlich gut aufzuklären. Weil Bundesrat Moritz Leuenberger energische Verhandlungen mit Deutschland nie aufnehmen wollte, können wir nur rätseln, wie viele seiner Wähler im Kanton Zürich dieser Politik bereits zum Opfer gefallen sind. Was sind aztekische Opfertempel gegen solche Massaker, von der auch die Bevölkerung rund um den Flughafen Kloten bedroht sind?

Verteilungskampf à gogo

Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 9:39

Wenn die Bankiers sagen, sie würden 10-15 % der Steuern aufbringen, fragt niemand, wer bringt den Rest auf? Über 85-90 % der Steuerzahler wird nie gesprochen, weil sie in aller Stille und ohne staatlichen Rückhalt ihre Leistungen erbringen. Ich kann nicht glauben, dass die Industrie oder die Dienstleister diesen Imagevorsprung ausgleichen werden; die Industrie mangels Interesse und die Dienstleister aufgrund ihrer Abhängigkeit von den Banken. C’est la réalité. Die “schweigende Mehrheit” ist schwach, weil sie keinen organisatorischen Rückhalt hat. Jedes Wort ist dann eine Fehlerquelle. Joseph Perella (Wasserstein, Perella) hat zugegeben: “Die Politiker sammeln das ganze Jahr Geld bei uns für ihre Kampagnen, dann trifft der Kongress Entscheide, die Finanzaufsicht schaut nicht hin.” Das Ergebnis sei der Zusammenbruch des Finanzmarktes gewesen. Klarer hat es noch kein Banker gesagt.

Eine Woche Kopenhagen-Schweiz

Dienstag, den 15. Dezember 2009 um 9:15

Unsere Medien überschlagen sich mit Berichten aus Kopenhagen. Es geht um das Showgeschäft der internationalen Politik, wie selbst Bundesrat Moritz Leuenberger zugibt. Unsere Wissenschaftler machen Druck und orten die globalen Erhitzungsprobleme. Unser oberster Entwicklungshelfer Martin Dahinden sagt: “Wir müssen den armen Völkern helfen.” Nur die Schweiz kommt nicht vor. Als Verursacher schon gar nicht, denn unsere CO2-Ausstoss ist aus globaler Sicht unbedeutend. Wir sind clean.

 
     
     
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