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Tagesarchiv für 14. Dezember 2009

Die OECD kommuniziert

Montag, den 14. Dezember 2009 um 13:39

Soeben tut mir die OECD die Ehre an, mir die Daten ihrer Juni-Konferenz in Paris zu kommunizieren: de la crise à la reprise. Dem entnehme ich, dass Mark Pieth für die Schweiz teilgenommen hat, um gegen die Korruption zu kämpfen. Jean-Daniel Gerber, Staatsekretär, hat sich eingesetzt für die Integrität der Märkte, was immer dies heissen mag. Hetty Kovach von Oxfam/GB sah aus wie Doris Leuthard. Wir sollten sie als „double“ engagieren.

Wer rettet die Schweiz?

Montag, den 14. Dezember 2009 um 12:16

Angesichts der Schwächen unseres Bundesrates, dessen Chefbeamten, die nach Micheline Calmy-Rey bald Minister werden sollen, um uns im Ausland besser vertreten zu können, der FDP-CVP-SVP-SP und der Grünen, der économiesuisse, der Bankiervereinigung, der Swissmem, der Avenir Suisse und des Clubs Rivereine von Nestlé, melden sich neue Organisationen zu Wort, welche das Land zu retten vorgeben:

– Der Club Hélvétique, wo linksliberale Grossdenker dem Land Minarette und einen Beitritt zur EU verschaffen wollen. Bereits liegen sich dort Professoren und Politiker in den Haaren, ob man wirklich einen Religionsartikel lancieren wolle. Initiator Roger de Weck, dessen soeben verstorbener Vater schon die Vatikanbank IOR aus dem Sumpf der Mafiagelder zog, sieht für seine Hochschule in Genf (angetrieben von Micheline Calmy Rey und anderen Bundesräten) wichtige EU-Mandate. Kurt Imhof und andere Linksaktivitisten sehen ihre Institute mit EU-Geldern befeuert. Eine neue Bonanza tut sich auf: Anständig bleiben, die Richtung wechseln und Geld verdienen. EU-Botschafter Dr. Michael Reiterer sieht es mit Freude.

– „Schweizer Dialog“, an der Universität St. Gallen von Prof. Peter Gomez geboren, will mit 23 Intellektuellen und Unternehmern gutmachen, was mit dem Weissbuch verhauen wurde. Gomez nimmt einen neuen Anlauf, nachdem seine Finanzplatz-Strategie sechs Monate nach deren Vorstellung schon geplatzt war. Er will, zusammen mit Kollegin Miriam Meckel und Philippe Gaydoul, der das Erbe seines Grossvaters günstig verkaufte, das Vertrauen zwischen Wirtschaft und Gesellschaft wieder herstellen. Unterstützt wird dieses Team vom Zürcher Privatbankier Raymond J. Bär („Ich bin auch nur ein Angestellter in meiner Bank.“), dessen Kurse schon einmal höher standen. Angetrieben wird dieser Club ehrgeiziger St. Galler Professoren und Erben einst grosser Vermögen von einer amerikanischen PR-Agentur, die als Lobbyistin in Bern zum Vorteil firmenspezifischer Interessen bekannt ist.

FDP-CVP-SP sind darob sprachlos geblieben. Die SVP macht mangels anderer Themen das Volk mobil gegen derlei Anspruch. Dr. Christoph Blocher, der seine „vierzig Tage in der Wüste“ längst beendet hat, mobilisiert das Schweizer Volk gegen seine selbsternannten Retter. Das verspricht ein spannendes Jahr.

Eine Bedrohung für die ganze Region

Montag, den 14. Dezember 2009 um 9:37

Tony Blair steht zu „seinem“ Irakkrieg mit der Aussage, Saddam Hussein sei eine Bedrohung für die ganze Region gewesen. Es ging also nicht um Massenvernichtungsmittel, deren Präsenz eher behauptete; es ging um Macht. Wer die Macht der USA und ihrer Verbündeter „bedroht“, muss aus dem Weg geräumt werden, dabei spielt es keine Rolle, wer die eigenen Verbündeten sind. Nixon: „Er ist ein Sauhund, aber er ist unser Sauhund.“ Umgekehrt stellt sich die Frage, wen die USA und deren Verbündete durch ihren Machtanspruch bedrohen.

Die Zahl der Bekenner nimmt rasch zu

Montag, den 14. Dezember 2009 um 9:09

US-Präsident Barack Obama war der wichtigste, wenn auch nicht der alleinige Bekenner am vergangenen Wochenende. Als er sagte: „Ich habe nicht kandidiert, um einen Haufen Bonzen an der Wall Street auszuhelfen.“ warf er den Bankiers den Kriegshandschuh vor die Füsse. Der bisher nur optisch bekannte Italiener, welcher Silvio Berlusconi am Sonntagabend die Nase zertrümmerte, stellte die Ehre Italiens her und wird in dien Annalen eingehen wie der Schuhwerfer von Bagdad gegen George W. Bush. Schlimmer noch Hervé Falciani, der sich soeben dazu bekannte, zehntausende von Daten der Genfer Niederlassung der englischen Grossbank HSBC mit vollem Wissen an die französischen Behörden weiter geleitet zu haben („Ich habe keine Angst. Ich verstecke mich nicht.“ In allen drei Fällen haben die Sicherheitsdienste versagt. Eine Nachahmern werden wir noch viele finden, Staatspräsidenten inclusive.

Zuviele Experten – keine Gesamtschau

Montag, den 14. Dezember 2009 um 8:28

Das Schweizer Fernsehen verfügt über eine Liste mit mehr als 3000 Experten, die zu allen Themen Auskunft geben können. Darauf stolz zu sein, ist eine Sache. Wo aber sind jene Kommentatoren, die fachübergreifende Komplexität mit einfachen Worten erklären können? Weder in der Bankenkrise noch zum Erfolg der Anti-Minarett-Initiative gibt es bis heute klare Aussagen von Dauer. Im Gegenteil: Das Gesumm der Meinungen füllt den Äther wie die Zeitungsspalten. Das Schweizer Fernsehen ist sein Geld nur dann wert, wenn es Menschen anzieht, welche ein grosses Blickfeld haben. Die 3000 Fachleute sind nur die Vorstufe des wirklichen Wissens, aber sie sind für Journalisten einfacher zu handhaben, die sich dann als Herren des ganzen Wissens betrachten können. Einige Goldkörner mögen in diesen Sendungen zu finden sein, aber der Aufwand ist gross, den Müllhaufen an Information, der täglich geboten wird, darauf abzusuchen.

 
     
     
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