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Tagesarchiv für 2. Dezember 2009

Türkei als neuer Bankenplatz

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 17:25

Türkische Politiker unterhalten uns Westeuropäer doch immer wieder auf lustige Art und Weise. Der türkische Europaminister Egemen Bagis ruft alle reichen Muslime auf, ihr Geld in der Türkei zu bunkern. Das ist wahrhaft eine amüsante Idee, zumal in der türkischen Politik gelogen, betrogen und geschmiert wird, was das Zeug hält. Reiche Muslime sind reich, weil sie nicht dumm sind und ihr Geld sicher nicht türkischen Bankern überlassen. Da hat Bagis wohl vergessen, dass die Türkei ihr Image als künftiger Bankenplatz erst einmal aufbauen muss. Da kann der Minister so laut bellen wie er will. Der Türkei gibt man kein Geld zum verwalten, dort geht man höchstens in den Urlaub, wenn man sonst keine Ahnung mehr hat, wo man Ferien machen soll.

Fidel Stöhlker

Medien dramatisieren Folgen des Minarettverbots

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 17:24

Die Beziehungen zwischen Schweizer Firmen und der arabischen Welt sind immer noch ausgezeichnet und daran ändert auch die Abstimmung vom letzten Sonntag nichts. Das wirkliche Problem in dieser Diskussion sind die Medien. Wenn das Thema so richtig aufgebauscht wird, nehmen die Leserzahlen zu und das ist für den schrumpfenden Schweizer Medienmarkt hervorragend. Würden die Medien nicht mehr darüber berichten, wäre das ganze Thema bereits vergessen. Die arabische Welt kann nicht von heute auf morgen auf die jahrelang gewachsenen Beziehungen mit der Schweiz verzichten. Die Araber sind kluge Geschäftsleute und wollen Geld verdienen und ob in der Schweiz Minarette stehen oder nicht, ist vollkommen egal.

Fidel Stöhlker

Cohn-Bendit rät zu Erpressung

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 16:06

Verfolgt man die Aussagen gewisser EU-Parlamentarier könnte man meinen, sie können sich alles erlauben ohne, dass es Folgen hätte. So auch Daniel Cohn-Bendit, ein leicht verrückter grüner Fraktionspräsident im EU-Parlament, der den Muslimen auch noch Tipps gibt, wie man der Schweiz schaden kann. Eine Frechheit. Die USA hätte mit besonders viel Druck erreicht, was sie wollte und jetzt soll auch die arabische Welt mit Erpressermethoden gegen die Schweiz vorgehen. Cohn-Bendit muss die Muslime für besonders dumm halten, wenn er meint, dass sie nicht selbst auf solche Ideen kommen. Was lernen wir also von einem EU-Parlamentarier wie Cohn-Bendit? Im EU-Parlament findet man erpresserische Massnahmen gut.

Fidel Stöhlker

Die stillen Volksaufstände

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 9:58

Die Schweiz wird von Quartal zu Quartal ungewöhnlicher, betrachtet man sie aus globaler Perspektive. Durch einen Mitte-Links-Parlamentarier-Aufstand wurde ein rechtsbürgerlicher Bundesrat, Dr. Christoph Blocher, in seinem Amt gestürzt. Jetzt hat sich das Volk gegen alle Empfehlungen seiner wirtschaftlichen und politischen wie kulturellen Eliten gegen den Bau neuer Minarette ausgesprochen. Hätte man es gefragt: „Wollt Ihr die bestehenden Minarette abreissen?“, würde es wohl auch zugestimmt haben. Das gleiche Volk stimmte im Kanton Obwalden gegen seine Regierung, indem es Sonderzonen für Reiche ablehnte und im Kanton Wallis ebenfalls gegen die Regierung, weil es ein als unklar empfundenes Tourismusgesetz nicht akzeptierte. Im Kanton Bern votierte das Volk gegen die Einführung des Stimmrechts mit 16 Jahren, obwohl der bernische Regierungsrat dies empfohlen hatte, um der Jugend mehr Rechte gegen die Alten zu geben. Das ist weltweit einmalig. Die Schweizer nutzen die Vorteile ihrer Basisdemokratie; sie wissen, geben sie diese auch nur scheibchenweise auf, ist es mit ihrer Freiheit, die sie seit 170 Jahren erkämpft haben, unwiderruflich vorbei. Das will vorläufig keiner.

US-Senat: Wir liessen Osama bin Laden entwischen

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 9:48

Der in diesem Blog schon lange geäusserte Verdacht, bei Osama bin Laden handle es sich um einen US-Agenten, der Washington nützliche Dienste erwiesen habe, wird bestätigt durch die Feststellung des US-Senats. Dort heisst es in einem aktuellen Bericht: „bin Laden sass in Tora-Bora in der Falle. Die Entscheidung, ihm eine Tür für die Flucht nach Pakistan zu öffnen, machte aus ihm eine Legende.“ Wie üblich, ist auch dies nur die halbe Wahrheit. Osama bin Laden war schon zuvor eine Legende; irgend einer der US-Geheimdienste erwirkte seine Flucht. Frage an unschuldige Leser: Welche Dienstleistung erbrachte Osama bin Laden zugunsten der USA, die ihn dort unverwundbar machte?

Sieg für Doris Leuthard

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 9:26

Unsere neue Bundespräsidentin Doris Leuthard ist auch die Kommunikationssiegerin des Jahres. Der glutäugigen Aargauerin ist es sogar gelungen, der exzentrischen Kollegin Micheline Calmy-Rey imagemässig Paroli zu bieten. Alle anderen Bundesräte sind kommunikativ weit abgeschlagen. Doris Leuthard kommt zugute, dass die Wirtschaftslage (noch) als gut empfunden wird, unsere Staatsverschuldung, die als gering gelten darf im Vergleich zu anderen Staaten, ist eigentlich im Dossier von HRM angesiedelt, wird aber „der Leuthard“ gutgeschrieben. Sie ist zudem eine immer bessere Kommunikatorin. Es fällt auf, dass die Bundesämter, obwohl das Gegenteil der Fall ist, eine gute Kommunikation nie in ihren Jahreszielen aufführen.
Ueli Maurers VBS, das stets über die grösste Zahl von PR-Fachleuten verfügte, sagt in seiner neuen Zielsetzung überhaupt nichts zur Kommunikation. Sie bleibt ein Instrument zum unterstützenden Einsatz, „kleines Feuer“ gewissermassen. Offiziell mindestens.

Schleudertrauma durch Internetkonsum

Mittwoch, den 2. Dezember 2009 um 8:18

Von Gehirnerweichung durch Internetkonsum schreibt Frank Schirrmacher, Herausgeber der „FAZ“, in seinem neuen Buch. Das „mediale Schleudertrauma“ zeichnet Derrick de Kerkhoeve an die Wand, ein Schüler Marshall McLuhans. Tatsächlich konnte ich bisher nicht beobachten, das Autoren durch heftigen Internetgebrauch besser oder intelligenter geworden sind. Es stellt sich nur die ewige Frage: Muss ein Autor intelligenter sein als sein Publikum? Wer sich von der Masse zu stark abhebt, im Bösen wie im Guten, wird von dieser ausgegrenzt. Ich benutze Internet ebenso gezielt wie herkömmliche Lexika. Die Surfer halte ich für eine Art Weltenbummler auf einem Kreuzfahrtschiff: alle fünf Meter eine neue Attraktion, aber den Zusammenhang versteht niemand mehr.

 
     
     
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