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Tagesarchiv für 16. November 2009

Krisenkommunikation des Staates

Montag, den 16. November 2009 um 10:20

„Präsenz Schweiz“, eine der Öffentlichkeit nur wenig bekannte Institution, die bereits Millionen von Franken im Ausland investierte, um den guten Ruf unseres Landes zu sichern, verdankt ihr Überleben nur der Wendigkeit von Botschafter Johannes Matyassy, der nun bis Ende 2010 Zeit hat, der drohenden Auflösung seines staatlichen PR-Instituts zu entgehen. Ein wirklicher Leistungsnachweis, der über eine politisch motivierte Rechtfertigung der Ausgaben hinausgeht, liegt nicht vor. Die Krisenkommunikation des Staates nimmt immer skurilere Formen an. Das Bundesamt für Gesundheit macht, wenn oft auch überflüssige, verfrühte oder sonst nicht ganz passende PR-Programme, so doch meist professionelle Kommunikation, manchmal nach dem Motto „Alles korrekt, aber genau in die falsche Richtung gezielt.“ Was das Bundesamt für Sozialversicherungen unter Alard du Bois-Reymond sich mit seinen IV-Plakaten geleistet hat, ist jedoch eher makaber und verdient den Stempel „professionell“ in keiner Art und Weise. Der Berner Gemeinderat, dem der Begriff einer Metropole vom Bund verweigert wurde, sucht nun bis 2020 zu „Bern D.S“, Bern, Distrikt of Switzerland, zu werden. Ich höre die Hühner auf dem Gurten lachen, wenn sie von ihrer Aufwertung erfahren. Nun will die Polizei auch eine Kampagne machen, damit das Volk häufiger den Notruf 117 anwählt, wenn es in seinem Umfeld etwas Gefährliches sieht. Wer denkt dabei nicht an „Fahrenheit“, wo die Feuerwehr gerufen wird, um Brände zu legen? Was ist der gemeinsame Nenner solchen Tuns? Der Staat hat einfach zuviel Geld und muss dies vor dem Jahres- und Budget-Ende noch verputzen. Würde er es wenigsten elegant, professionell und wirkungsorientiert tun. Meist handelt es sich um eine Wirtschaftsförderungs-Massnahme zur Subventionierung befreundeter Kreise, die gerne einmal den Zeichenstift, den Grafikcomputer oder, vor dem Einschlafen, den eigenen Verstand bewegen möchten.

Schweizer Volk: müder und friedfertiger

Montag, den 16. November 2009 um 9:00

Das psychologische Klima der Schweiz verändert sich weg von Hedonismus und Extravaganz hin zur Müdigkeit und Friedfertigkeit. DemoSCOPE sieht eine Besinnung auf traditionelle Werte. Das sind schlechte Nachrichten für die Wirtschaft im kommenden Jahr: keine grossen Autos, keine teuren Feste, keine teure Mode, kein exquisiter Schmuck. Dafür mehr Fondue im Wohnzimmer und Kurt Aeschbacher auf dem Bildschirm. Moritz Leuenberger hat den Zeitgeist begriffen: Jeder, der sich noch bewegt, muss dafür eine Sondersteuer zahlen. Das Schweizer Volk ist müde, müde, müde. Viel Vermögen wurde von den Banken vernichtet. Auch Kaderjobs sind nicht mehr sicher, wie Ringier zeigt, wo Schweiz-Chef Marc Walder sinnvollerweise das abgetakelte Bernhard-Theater in Zürich als Podium für die Verkündung schlechter Nachrichten wählte. Sulzer in Winterthur verzichtet auf Feiern zum 175sten Firmenjubiläum; Victor Wekselberg hätte sicher kein Interesse daran, mit den 5000 Pensionären zu feiern, aber Thomas Borer als Unterhalter hätte er delegieren können. Düsternis liegt über dem Land: Wer zuviel Auto fährt, ist ein CO2-Sünder, wer zu schnell fährt, ist ein Wohltäter für die kantonalen Bussenkassen; wer noch raucht, ist ein Neandertaler, wer drei Gläser Wein trinkt ein potentieller Massenmörder. Ein solcher Zustand lässt sich nur stoisch ertragen. Marc Aurel ist in.

Vatikanische Geheimnisse

Montag, den 16. November 2009 um 8:37

Dem Papst und seinen Kardinälen möchte ich eigentlich alles glauben, zumal ich als „Chilebank-Christ“ ohnehin dazu verpflichtet bin und jeden Sonntag für das Wohl des Papstes Benedikt XVI. wie von Bischof Vitus Huonder in Chur bete. Ich habe Verständnis dafür gezeigt, dass die Vatikanbank mit der italienischen Mafia Geschäfte betrieb und sich mit Euro 270 Mio. davon freikaufte; ich habe schon weniger Verständnis dafür gezeigt, dass praktisch rund um den Globus von der Kirche Milliarden bezahlt wurden, um die schändlichen sexuellen Praktiken des Klerus zu entschuldigen. Ich hatte schon gar kein Verständnis mehr, als Bischof Kurt Koch den basellandschaftlichen Pfarrer Szabo fertig machen wollte und unter bisher ungeklärten Umständen, die aber nicht frei von Gerüchten sind, das Verfahren nach Jahren einstellen liess. Zu meinem Entsetzen vernehme ich nun, dass im Vatikan seit 1929 Sex mit 12jährigen legal ist, dies mit dem Hinweis, im Alten Testament sei man bereits ab 14 ehefähig. Zählen wir alles dies zusammen und nehmen eine bescheidene Dunkelziffer mit dem Faktor 10 an, frage ich mich, ob dieses Jesus Christus Wille war. Meiner ist es auf keinen Fall. NB) Was sagt übrigens Silvio Berlusconi dazu, der in Italien allerdings das Schutzalter 14 berücksichtigen muss und meines Wissens noch nicht dagegen verstossen hat?

 
     
     
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