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Monatsarchiv für August 2009

Verlässt Udo Jürgens Zumikon?

Montag, den 31. August 2009 um 11:12

Schwerer Schlag für die Goldküste: Will der Sänger Udo Jürgens seinen Wohnsitz in Zumikon verlassen? Soeben hat er angekündigt, lieber in einem Hotel wohnen zu wollen. Man wird älter.

Es war einmal…

Montag, den 31. August 2009 um 9:46

…der Traum der Swiss Life, sich den Finanzvertrieb AWD unter den Nagel zu reissen, um damit den weltbesten Vertrieb zu schaffen. Wie Hunderttausend anderer Kunden fielen sie auf Europas besten Verkäufer Carsten Maschmeyer herein, der seine Firma zum idealen Zeitpunkt sehr teuer an die Schweizer verkaufte, um mit diesem Held Hauptaktionär der besagten Swiss Life zu werden, die jetzt einen unter der Krise leidenden Finanzvertrieb besitzt und Personal abbauen muss. Maschmeyer hat Zeit. Erholt sich die Swiss Life, wird er nur mächtiger und reicher. Wir Schweizer aber haben wieder einmal die Kontrolle über ein grosses, einst stolzes Schweizer Unternehmen verloren.

Pellis vorletzter Sturz

Montag, den 31. August 2009 um 9:02

Die FDP-Fraktion in Bern hat zur Überraschung vieler den Coup gewagt, Fulvio Pelli den Eintritt in den Bundesrat zu verweigern. Pelli hat dies genommen, wie er dies sein ganzes Leben getan hat, äusserlich locker, aber in ersten Stellungnahmen tief beleidigt: „Ich kann mir etwas anderes vorstellen als Profipolitiker zu sein.“ Damit ist der Höhepunkt der Aera Pelli überschritten. Jetzt muss nur noch verhindert werden, dass er die FDP in den Wahlen 2011 völlig in den Abgrund führt. Es spielt eine Rolle, wie angeschlagen FDP-Bundesrat Hans-Rudolf Merz wirklich ist; Constantin Seibt hat im „Tagi“ seine politische Hinrichtung vorweg genommen, denn die Merz’sche Niederlage in Tripolis ist nicht ein Einzelfall, sondern die letzte in einer ganzen Kette von Fehlentscheiden. Die FDP Schweiz befindet sich im freuen Fall: Couchepin macht den Eindruck, als sei ihm alles egal, Merz schwerstens angeschlagen und der Parteipräsident „a lame duck“. Wechsel ist angesagt.

Warum das Angie-Merkel-Deutschland nicht funktioniert!

Montag, den 31. August 2009 um 7:34

Die gestrige Niederlage der CDU ist eine Selbstverständlichkeit, wer die Sozio-Daten Deutschlands ernst nimmt. Nur ein Prozent der Bevölkerung bezeichnet sich als „sorgenlos reich“. Diese ökonomische Elite hat ein durchschnittliches Vermögen von Euro 400’000.– im Gegensatz zu Euro 60’000.– als gesamtdeutscher Mittelwert. Von den „sorgenlos Reichen“ sind 53 % Beamte, die im öffentlichen Dienst arbeiten, meist in leitender Funktion. Die Privilegien des Beamtenstatus machen dort die Krise zum Fremdwort.

Gemeindesterben ist gesund

Freitag, den 28. August 2009 um 10:41

Als ich 1971 in die Schweiz importiert wurde, hatte es im ganzen Land über 3000 Gemeinden. Heute sind davon 2 636 übrig geblieben, darunter viele Scheingemeinden, weil sie kaum noch Menschen haben, die eine Gemeinde korrekt führen können. Dieser Notstand wird sich noch vergrössern, weshalb der Kanton Glarus mit 500 Mitarbeitern daran arbeitet, per 2011 seine 70 Körperschaften auf drei zu reduzieren. Das „neue Glarnerland“ wird ein Vorbild für viele andere Kantone sein, hofft Marianne Dürst, Landammännin der Glarner. Die Schweiz, mit 7,5 Mio. Einwohnern, ist, global gesehen, eine hübsche Stadt. Darauf sollten wir hinarbeiten und überflüssige Behörden, die mehr kosten als sie liefern, auflösen.

Recht und deutsche Sprache verkommen

Freitag, den 28. August 2009 um 8:57

An dieser Stelle wurde schon darauf hingewiesen: Die Konsequenz des Bologna-Programms ist es, dass alle irgendwie englisch sprechen und schreiben müssen, um global mitzuhalten. Dies werden nur die wenigsten auch schaffen; jedoch, die deutsche Sprache geht, über eine Generation gesehen, in entscheidenden Bereichen zugrunde. Ebenso ist es mit der Rechtswissenschaft bestellt, wo wegen der „vorrangigen Bedeutung des Europarechts“ auf „nationale systematisch-dogmatische Besonderheiten“ keine Rücksicht mehr genommen werden könne. Die Thyssen-Stiftung, keine kleine Sache, räumt deshalb solchen Projekten Priorität ein, die über klassische innerdeutsche, systematisch-dogmatische Arbeit hinausgehen, also einzelne Gesetze, Rechtsgebiete, Disziplinen oder Staatsgrenzen überschreiten. Damit erhalten nur national denkende Wissenschaftler keine Unterstützung mehr. Das Ende des Nationalstaats zeichnet sich nach 250 Jahren ab; nicht alle haben dies begriffen.

Die kantonale Edelbeiz

Freitag, den 28. August 2009 um 8:05

Alle Kantonsregierungen haben Edelbeizen in ihrem Besitz, die nur den Regierungsmitgliedern, den höchsten Beamten und wichtigen Unternehmern zur Verfügung stehen, natürlich auch Gästen, die empfangen werden müssen. Ein normaler Bürger hat nie eine Chance, ein solches Schlösschen aus dem 18. oder 17. Jahrhundert zu besuchen, weil er als zu wenig wichtig empfunden wird. Genau dies ist nun Angela Merkel zum Verhängnis geworden, die Joe Ackermann, den Chef der Deutschen Bank, zu einem ganz speziellen Diner einlud, wo er die Gäste bestimmen durfte. Müssen die Steuerzahler diese Rechnung bezahlen, wird in Deutschland gefragt. Bei uns in der Schweiz finden diese Empfänge in aller Diskretion statt – und niemand fragt, wer kommt und wer zahlt.

Sorry, nichts hat sich verändert

Freitag, den 28. August 2009 um 7:28

Wer 2002 mit 2009 vergleicht, stellt fest, dass sich die westeuropäische Gesellschaft wenig verändert hat. Die Schweizer Gesellschaft auch nicht. Die Zahl der Konservativen blieb bei 5 %, die der Traditionsverwurzelten sank von 15 % auf 14 %. Die bürgerliche Mitte ging um ein Prozent auf 15 % zurück; um den gleichen Prozentsatz stieg die Zahl der Konsumorientierten. Die modernen Performer nahmen um zwei Prozent auf zehn Prozent zu, ebenso die Zahl der Experimentalisten. Nichts Neues, einige sind ärmer als früher.

Die Generation Verschleiss

Donnerstag, den 27. August 2009 um 9:23

Guido Westerwelle könnte man eigentlich bewundern, wie er als „Mr. 18 %“ seiner Partei, der FDP, jetzt einen Wähleranteil von 15 % beschert hat. Das ist etwas weniger als die FDP Schweiz derzeit aufzuweisen hat, aber die ist seit 20 Jahren auf dem Abstieg und kein Westerwelle in Sicht, der dies ändern könnte. Dennoch wirkt Westerwelle künstlich, an der Grenze seiner Performance. Mit ihm sind soeben Sabine Christiansen und Stefan Aust bei der ersten Wahlsendung von Sat. 1 gescheitert. Es ist die „Generation Verschleiss“, die das Tempo zu halten sucht. Nicht besser geht es Günther Jauch, der als Moderator auch schon frischer wirkte. Die Beschleunigung der Ereignisse lässt diese Matadoren der Öffentlichkeit vorzeitig altern.

Corine Mauch – Facebook statt regieren

Donnerstag, den 27. August 2009 um 8:52

Wer braucht eigentlich eine Stadtpräsidentin, die sich nicht in der Öffentlichkeit zeigt und im gemeinem in der Welt herum chattet? Zürich nicht! Wir brauchen eine Stadtpräsidentin die perfekt kommunizieren kann und Botschafterin für unsere Stadt ist. Die Angestellten dürfen Facebook nicht mehr benutzen, weil offenbar das Netz der Stadt zu klein ist. Das ist ja lächerlich aber zeigt, dass städtische Beamte viel zu wenig zu tun haben und überhaupt nicht kontrolliert werden. Mauch aber darf fröhlich weiter chatten. Schlechte Kommunikatoren chatten übrigens viel öfters. Sie haben es verlernt, face to face zu kommunizieren und verstecken sich hinter der virtuellen Realität, die einen immer wichtigeren Standpunkt in unserem urbanen Leben zu spielen scheint. Soziale Netzwerke sollte man primär in der Realität pflegen und nicht virtuell. Virtuelle Netzwerker verkümmern, so wie Corine Mauch ein Opfer zu werden scheint. Traurig, denn Zürich hat einen fähigen Stadtpräsidenten verdient.

Fidel Stöhlker

 
     
     
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