Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 6. Juli 2009

Der neue US-Botschafter in Bern ist da

Montag, den 6. Juli 2009 um 16:37

Bestechungen sind global verboten, weshalb sich kaum jemand daran hält. Wer jedoch Geschenke macht, kann weit kommen. US-Präsident Barack Hussein Obama hält an der Praxis seiner Vorgänger fest, verdienten Freunden eine Botschaft (Vertretung) zukommen zu lassen, wenn sie fleissig gespendet haben. Neuer US-Botschafter in Bern wird Don Beyer, der mindestens USD 784 800.—gespendet und beschafft hat, damit BHO auch wirklich Präsident wird. Beyer hatr persönlich USD 9200.—gezahlt, dann mindestens USD 500 000.—über Freunde beschafft (es kann auch ein Mehrfaches davon gewesen sein), und schliesslich USD 275 000 für die „inauguration ceremony“ bereitgestellt. Die US-Botschaft in Bern gehört zu den weniger bedeutenden, obwohl sie mit mindestens 400 Mitarbeitern gut ausgestattet ist. Weitere „Spenden-Botschaften“ der USA sind Frankreich, Bahamas, Belgien, Schweden, Österreich, Finnland, Südafrika, Japan und Grossbritannien. Der Sitz in der Schweiz ist einer der teuersten, dies ganz offensichtlich, weil die Schönheiten unseres Landes, das Wandern, das Skifahren, das Golfspielen, bei den US-Kandidaten für den diplomatischen Spitzenjob grossen Gefallen finden.

Kommunikation im freien Fall

Montag, den 6. Juli 2009 um 14:04

Ich stelle mir Oswald J. Grübel vor, wie er fortwährend um den Globus rast, überall Feuer löschend, die ihm seine Vorgänger aus der Ospel-Clique gelegt haben. Während er den UBS-Konzern, dessen Aktie laufend sinkt, zu retten sucht, laufen ihm die Schweizer Kunden mit anhaltend grosser Geschwindigkeit davon. Weiss jemand, wie der Chef der UBS Schweiz heisst? Selten zu sehen. Soll man sich den Namen überhaupt merken? Ob Grübel wirklich der Herakles ist, der den Augias-Stall ausmistet, werden wir bald wissen. Glaubwürdigkeit entsteht so natürlich nicht.
Die SwissLife hat derart viel Ärger mit dem (zu teuer) eingekauften AWD, der letzte Woche mindestens 20 Prozent seines Wertes verloren hat, weil er sich nicht mehr „unabhängig“ nennen darf. Dafür hat sie als Grossaktionär Carsten Maschmeyer auf dem Hals, der gefährlicher ist als die Umarmung einer Boa. SwissLife hat, halb zu Tode gewürgt, die Kommunikation aufgegeben. Der Rest ist Spekulation.
Weshalb Jacques Aigrain uns für teures Geld im renommierten Aufsichtsrat der Lufthansa vertritt, weiss nur Bundesrat Moritz Leuenberger. Ich war bei zwei Präsentationen von Aigrain bei der Swiss Re, wo er mir und anderen seine Aktien verkaufen wollte. Wir glaubten ihm kein Wort und haben zu gutem Glück darauf verzichtet. Moritz Leuenberger „kummt eifach nit druus“.

Merkwürdige Leitfiguren

Montag, den 6. Juli 2009 um 14:02

Von Betty Bossi wissen wir, dass sie ein Ringier-Produkt ist, das uns hilft einzukaufen und zu konsumieren. Seit Jahren präsentieren uns die US-Banken Stars, die in Wirklichkeit keine sind. Sie schreiben Bücher, tauchen auf die TV-Bildschirmen auf und verkaufen den armen und meist dummen US-Amerikanern Finanzanlagen. Die Brokerin von Merrill Lynch, ehemalige Kellnerin, ist heute die prominenteste Finanzplanerin der USA mit eigener TV-Show, vielen „eigenen“ Büchern etc. Ich habe in den letzten 20 Jahren zwei Dutzend solcher „Stars“ erlebt; sie kommen und gehen. Noch schlimmer sind nur die Wirtschaftsmoderatoren des Schweizer Fernsehens. Man sieht und hört ihnen an, dass sie keinerlei Ahnung haben und vom Monitor ablesen, was ihnen jemand dort vorgeschrieben hat. Martin Spieler, Chefredaktor der „Handelszeitung“ ist vom Wissen wie von der Ausstrahlung her ein ganz anderer Typ. Man glaubt ihm, dass er weiss, wovon er spricht – und dafür nicht von einer Bank bezahlt wird.

Zwei falsch geführte Schweizer Firmen

Montag, den 6. Juli 2009 um 11:36

Der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie in Deutschland hat 26 Arbeitgeber bewertet. Die beiden Schweizer Firmen Ciba und Clariant landeten abgeschlagen auf den Plätzen 23 und 25, dies auch noch mit sinkender Tendenz gegenüber dem Vorjahr. Sieger wurde Boehringer Ingelheim, ein Chemie-Familienkonzern, der auch von Prof. Dr. Fredmund Malik stets gelobt wird, vor Wacker Chemie und Merck. Kein Wunder, dass unsere Firmen auf keinen grünen Zweig kommen und verkauft werden müssen.

Der Eiffelturm ist ein Koechlin-Turm

Montag, den 6. Juli 2009 um 9:20

Gustave Eiffel war ein besserer Marketingmann als ein Ingenieur. Sein gerade 120jähriger Eiffelturm war in Wirklichkeit das Werk des ETH-Ingenieurs Maurice Koechlin, dessen Eltern aus dem Elsass nach Zürich eingewandert sind. Der 76jährige René Koechlin, sein Grossneffe, lebt noch heute in der Schweiz. Dessen Vater, Bruder von Maurice, hat den Rhein bis Basel schiffbar gemacht und damit die Schweiz an die Nordsee angeschlossen. Die ETH, bei allen grossen Verdiensten, hat bis heute nicht begriffen, dass Marketing ein essentieller Lehrstoff ist, um den Ingenieuren nicht nur die Technik anzueignen, sondern auch die Fähigkeit, ihr Wissen effizient zu vermarkten. Die Koechlins, sagt René K. heute, waren „trop modeste“.

Rauchverbot – Stoppt die Lungenliga

Montag, den 6. Juli 2009 um 8:52

Was ist mit unseren Politikern eigentlich los? Die Lungenliga scheint Vorgaben zu machen und die Politiker knicken reihenweise ein. Ich bin Nichtraucher aber ein Rauchverbot an privaten Veranstaltungen zu fordern geht mir langsam zu weit. Die Lungenliga spielt ihre Macht voll aus und da Nichtrauchen populär erscheint, sind die Politiker natürlich dafür. Komisch aber ist, dass im Bundeshaus ein Raucher-Fumoir gebaut wird, damit die Politiker in den Pausen ihrem Vergnügen nachkommen können. Ist das nicht eine eigenartige Doppelmoral. Rauchenverbot aber nicht für Politiker? Aber auch die Gastrosuisse-Geschäftsführung zeigt wenig bis gar keinen Einsatz und setzt sich nicht durch. Dass Verbände immer schon die Schwachstellen von Branchen waren, ist ja nichts neues. Ich würde den Mitgliedern der Gastrosuisse raten eine nationale Einheit zu bilden, damit auf den Verband mehr Druck gemacht werden kann. Irgendwann kommt der Moment, an dem Alkohol auch verboten wird und dann – Adieu Schweizer Gastronomie. Die Bürger und Politiker sollten endlich aufstehen und dagegen protestieren, dass die Bevormundung der Schweizerinnen und Schweizer so voranschreitet. Kampfgeist war hierzulande leider noch nie gross geschrieben.

Fidel Stöhlker

Des Westens verlorene Kriege

Montag, den 6. Juli 2009 um 8:36

Will jemand behaupten, die Amerikaner und ihre spärlichen Verbündeten würden jetzt die irakischen Städte ehrenvoll verlassen? Die Engländer sind froh, dass sie mit nur kleineren Schäden Basra aufgeben konnten; nicht anders wird es den USA im Rest des Irak ergehen. Sie werden weiterhin die Ölförderung schützen, schon um sich das gute Geschäft mit langfristigen Verträgen nicht entgehen zu lassen. Der Rest interessiert sie weniger; der Irak wird damit zweigeteilt. Während Helmut Schmidt zum Afghanistan-Krieg längst gesagt hat „Nichts wie raus.“ will SPD-Fraktionschef Peter Struck dort „noch zehn Jahre“ bleiben. Die deutsche grosse Koalition steht fest zu den US-Besatzungstruppen in Afghanistan, wo kaum noch Taliban zu finden sind, wohl aber „nationale, antiwestliche Aufständische“ (Jürgen Todenhöfer, CDU). In Deutschland haben sich die Fronten verkehrt: CDU-Vertreter kritisieren diesen Krieg, die einstige „Friedenspartei“ SPD kämpft – für was eigentlich? Täglich werden in Afghanistan USD 7 Mio. für den friedlichen Aufbau investiert, aber USD 100 Mio. für den Krieg gegen die Moslem. Wie Todenhöfer sagt, wurden alleine im letzten Jahr fünf Hochzeiten in die Luft gesprengt. Struck meinte allerdings, „man gehe kurz rein, stabilisiere das Land und ziehe dann wieder ab“. Offensichtlich ist er – und mit ihm viele andere – ein Opfer der deutschen Gesamtschule.

Was ist guter Journalismus?

Montag, den 6. Juli 2009 um 8:15

„Mare“ ist ein vielbewundertes Magazin, dazu gibt es auch Mare-Bücher, Mare-TV und Mare-Radio. Hinter „Mare“ steht ein fast unbekannter 47jähriger Schweizer deutscher Herkunft, der meist an der Nordsee lebt, Nikolaus Gelpke. Normaler Journalismus ist es, den unternehmerischen Meeresbiologen Gelpke vorzustellen, wie es soeben das Migros-Magazin verdienterweise getan hat. Wer aber nicht die Frage stellt, wie man als Meeresbiologe zu einem derartig teuren Medienreich kommt, betreibt 50 %-Journalismus, also genau jene Informationspraxis, die zum Niedergang der Printmedien geführt hat. Genauer: Gelpkes Mutter, eine bescheidene Küsnachterin, an die ich mich noch gut erinnere, war die Co-Erbin eines milliardenschweren deutschen Pharmaunternehmens, das nach Basel verkauft wurde. Offenbar haben die Pharma-Erben einen Hang zum Wasser: Nikolaus Gelpke hat „Mare“ ermöglicht, Ernesto Bertarelli die „Alinghi“. Das Volk freut sich über die Spielzeuge der Milliardäre.

Agassiz opfern?

Montag, den 6. Juli 2009 um 7:47

Wie sich nun herausstellt, waren auch die Londoner Rothschild Bank sowie eine der berühmtesten Anwaltskanzleien Englands im Sklavenhandel sehr erfolgreich. Bekanntlich haben auch die alten Basler Familien Sklavenschiffe aus Afrika nach Amerika finanziert. Spätere US-Präsidenten hatten rassistische Tendenzen und ein deutscher Bundespräsident (Lübke) wurde berühmt durch die Begrüssung: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger.“ Louis Agassiz (1807-1873), einer der berühmtesten Schweizer Wissenschaftler, der als erster die Gletscherbewegungen studierte, nach dem in der Schweiz viele Strassen und Plätze benannt sind, soll im Berner Oberland nun geopfert werden. Das über Grindelwald und Guttannen gelegene 3 993 Meter hohe Agassizhorn soll in Renty-Horn umbenannt werden. Grund: Agassiz liess in Südkarolina den kongolesischen Sklaven Renty fotografieren, um seine „rassische Zweitklassigkeit“ zu beweisen. Der liebe Renty tut mir sehr leid, wie auch seine Millionen Landsleute, die zur Schaffung wirtschaftlichen Mehrwerts unter grauenhaften Umständen expropriiert und verladen wurden. Aber Agassiz deshalb zu opfern? In der Schweiz wurde noch bis vor fünfzig Jahren in den Schulen „gegen die gelbe Gefahr“ gebetet. Jetzt deshalb eine Entschuldigungs-Kommission nach Peking zu senden, wäre genau so sinnvoll, wie das schöne Agassizhorn in Renty-Horn umzubenennen.

Die Welt dreht sich kulturell rückwärts

Montag, den 6. Juli 2009 um 7:12

Es ist ein Kreuz mit den Pius-Brüdern, die eigentlich nichts anderes getan haben, als beim alten Glauben zu bleiben. Sie predigen in einem Kirchenlatein, das kein normaler Mensch versteht; aber ist dies ein Widerspruch? Glauben heisst, nicht wissen. Warum soll man als Gläubiger also verstehen, was sich hinter dem Altar abspielt? Die Messen sind feierlicher als die der heutigen Reform-Katholiken, die dazu meist in Beton-Zweckbauten sitzen müssen, die den Charme eines Kühlschranks haben. Die alten Kirchen, darunter auch das renovierte Einsiedeln, zeigen die Macht und die Pracht der alten katholischen Kirche. In Belp hat soeben die serbisch-orthodoxe Kirche ein schönes eigenes Gotteshaus erhalten, bei dessen Anblick sich jeder Schweizer nach Griechenland versetzt fühlt. So unvernünftig ist der Glaube der Orthodoxen nicht. Sie haben sich vor 950 Jahren von der katholischen Kirche getrennt, lehnen das Papsttum ab und erlauben die Priesterehe. Diese vorreformatorischen Kirchen haben nur einen Nachteil: Sie achten das Menschsein nicht wirklich hoch, sondern legen unser Schicksal in Gottes Hand. Manche Madoff- und Ospel-Opfer, die ihr Schicksal in die Hand dieser Finanzspekulanten gelegt haben, müssen jetzt mangels Kasse zurück zum Glauben.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog