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Schweizer Armee, stillgestanden!

30. Juni 2009 um 8:55

Die bemerkenswerte Tatsache, dass sich die Redaktion der „Neue Zürcher Zeitung“ soeben vom besten Militärjournalisten der Schweiz, ihrem langjährigen Mitarbeiter Bruno Lezzi, getrennt hat, kann auch als Signal betrachtet werden, dass Beurteilungen der Schweizer Armee aus nationaler Sicht künftig kaum mehr notwendig sein werden. Mein langjähriger Chef (1971-78), Divisionär Dr. Gustav Däniker, der vor Hans Bachofner sicher beste Schweizer Militärstratege, war zuletzt zunehmend frustriert. Sein letztes Geschenk an die Eidgenossenschaft, das Dokument „Sicherheit durch Kooperation“, wurde in Bern unter den Tisch gewischt, obwohl genau dies der Weg ist, der auch heute noch alleine in die Zukunft führt: Kooperation mit den Nachbarn, d.h. mit der sehr selbstbewussten NATO. Seit dem Ende des Kalten Krieges, dem Fall der Berliner Mauer, geriet die Schweizer Verteidigungspolitik ins Abseits. Bundesrat Eckmann-Villiger entwickelten schon keine Strategie mehr, drückten aber den Kauf der heute abzuschaffenden F/A-18 Kampfjets durch. Dölf Ogi integrierte uns (Partnerschaft für den Frieden) im Vorzimmer der NATO, kam dann aber nicht mehr weiter. Damals waren die Traditionalisten stark, so wie sie heute im SVP-geführten VBS wieder vorrücken, „die beste Armee der Welt“ (Ueli Maurer) schaffen wollen, dazu wieder Radfahrertruppen und Mulis. Die Schweizer Armee ist unbedeutend geworden. Noch ist die „Geistige Landesverteidigung“ nicht verloren, sollen die privaten Zivilschutzräume doch weiter gebaut und verbessert werden. Immerhin, das eigene Volk zu schützen bleibt die höchste Aufgabe.

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