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Das bestochene Volk

29. Juni 2009 um 11:22

Da weit über 50 % aller Schweizer direkt und indirekt von Leistungen des Staates abhängig sind, sei dies in Form von Zuschüssen für das Wohnen, die Krankenkassenprämien oder zur Erhaltung des Lebensstandards (Bauern) jetzt oder im Alter, spielt das demokratische Tun, die Abstimmung an der Urne, eine immer geringere Rolle. Wer will noch wählen, wenn das Manna vom Staat kommt, sei es durch Steueranreize oder Subventionen? Kaum jemand legt sich Rechenschaft darüber ab, wer dies bezahlt: der besser verdienende Nachbar oder Kinder wie Enkel? Der Ruf nach Steuergerechtigkeit müsste ernster genommen werden, weil nicht nur die Zahl der Gesetze und Verordnungen fast unüberschaubar ist, sondern weil auch niemand mehr wissen soll, wer wie viel zahlt – oder erhält. Nach meiner Beobachtung sind die Nicht- oder Wenigzahler den Zahlenden kommunikativ überlegen. Aus dem Nachbarland Deutschland wissen wir, dass seit dem 1. Januar dieses Jahres die Erträge aus den Vermögen nur noch zu 25 % besteuert werden. Wer arbeitet, muss bis zu 48 % Steuern auf die Erträge bezahlen. Gleichzeitig werden auch bei uns immer mehr Firmen, nicht nur Banken, via Staat vom steuerzahlenden Bürger subventioniert. Wer über keine eigene Lobby verfügt, bleibt Zahler. Am Beispiel der UBS wird deutlich, dass die verantwortlichen Manager für den angerichteten Schaden nicht einmal haften, wohl aber die Aktionäre, deren Besitz verwässert wird, Bund, Kantone und Gemeinden, die keine Steuern mehr erhalten und Mitarbeiter, die entlassen werden. Marktwirtschaftlich gibt es nur eine korrekte Vorgehensweise: Wer handelt, der haftet.

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