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Tagesarchiv für 11. Juni 2009

Führungskrise der SRG wird akut

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 14:46

Ohne Armin Walpens Förderung wäre Ingrid Deltenre nie Generaldirektorin der EBU in Genf geworden; Walpen muss also damit gerechnet haben, dass er frühzeitig einen neuen TV-Direktor aufstellen lassen muss. Offensichtlich war Ueli Haldimann sein Kandidat, womit die jahrelange Vorherrschaft politisch linksstehender Journalisten und Mitarbeiter der SRG nochmals verlängert wurde. Haldimann ist kein „Anti-Star“, wie die jetzt vor der Entlassung stehende Tagi-Linke Verena Vonarburg in einem Kommtar schreibt, sondern er wäre gerne ein Star geworden. Seine TV-Auftritte waren jedoch derart peinlich, dass seine Kollegen ihm rieten, den Bildschirm zu meiden, was er klugerweise auch tat. Sicher hat er auch den journalistischen Biss, was ihn jedoch hie und zu einem Medien-Pitbull machte, der sich auch an Unschuldigen vergriff. Ob er als Übergangsdirektor viel ändern wird, ist zu bezweifeln; er muss einfach die Stellung halten bis eine noch viel schwierigere Aufgabe gelöst ist, die Nachfolge von Ingrid Deltenre. Die NZZ drückt sich wesentlich klarer aus: „Chaos-Management bei der SRG“. Damit dürfte die Sache richtig bezeichnet sein. Die überbesetzte SRG-Spitze hat ihren Laden nicht mehr im Griff. Nur einer sieht dies nicht, unser Ostschweizer „Sünneli“ Kurt Felix, eine Art Vico Torriani der TV-Volkskultur. Er meint, die Deltenre habe ihren Job ausgezeichnet gemacht, weshalb er alle ihre Verdienste aufzählt, natürlich auch die an der mittlerweile abgebröckelten „Werbefront“. Die Ehre der „Weltwoche“, die sich mit dem Felix-Kommentar auf tiefstes „Blick“-Niveau begeben hat, rettet Kurt W. Zimmermann in der gleichen Ausgabe mit Walpens „Lektion in Chaos-Management“.

GSoA-Initiative kommt rechtzeitig

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 14:40

Deutschland kann sich die eigenen Eurofighter nicht mehr leisten; das Bundesfinanzministerium warnt vor weiteren Käufen, weil die neuen Flugzeuge zu teuer werden. Der französische Rafale ist eine Totgeburt, die niemand will; warum die Schweiz? Der schwedische Gripen ist ein exklusives Spielzeug von begrenzter Leistungsfähigkeit. Weil es billiger als die Konkurrenz ist, muss man es nicht unbedingt kaufen nach dem Motto „Wer sich die Migros nicht mehr leisten kann, geht zu Lidl oder Aldi.“ Deshalb kommt die GSoA-Initiative gerade rechtzeitig. Wir müssen unsere geistige Verteidigungsfähigkeit beweisen: Wenn wir einmal wissen, was wir wollen, fällt der Kauf der richtigen Flugzeuge leicht.

Das stille Bauernsterben

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 14:28

Jedermann ist es ziemlich gleichgültig, dass jeden Tag in der Schweiz einige Bauernhöfe versteigert werden. Seit 1990 ist die Zahl der Höfe um ein Drittel auf rund 60 000 zurückgegangen. Die Bauern schweigen, machen die Faust im Sack und schämen sich. Nicht wenige bringen sich auch gleich um, denn sie wollen nicht IT-Berater oder Sozialarbeiter werden. Über das Sterben der indischen Bauern regen wir uns auf, den Tod der eigenen Betriebe und manches Bauern halten wir für selbstverständlich.

Es mag ein Zufall sein…..

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 13:46

…..es mag ein Zufall sein, aber am 6. Juni berichtet „Le Temps“ auf page 11 über „La ville de Zwingli qui acceuille l’EuroPride 09, se prêvaut d’une longue tradition homosexuelle“. Im Bild gezeigt werden eine fette Tunte in rosafarbener Umgebung und der Ganimed am Bürkliplatz als geheimes Symbol für die Homosexualität. Auf der folgenden page 12 werden Desmond Tutu und Mary Robinson gezeigt, denn „Genève célèbre Calvin et les droits de l’homme“. Beides hängt offensichtlich miteinander zusammen, aber in Genf ging es zivilisierter zu.

Wer der Regierung vertraut, ist der erste Dumme

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 11:35

Unsere Regierungen sind selbst daran schuld, wenn sich die gebildeten Bürger von ihnen abwenden, um vorzugsweise den eigenen Park oder Garten zu pflegen. An fünf Beispielen kann man deutlich machen, dass wir nicht, einseitig oder auch falsch informiert wurden:

1. Wurden die Untaten von Slobo Milosevic „erfunden“ oder übertrieben, um den Einmarsch nach Serbien zu rechtfertigen?
2. Wurde die Aufklärung des Todes von Prinzessin Diana, weil sie mit einem Muslim zusammen lebte, mit allen Mitteln verhindert?
3. War 9/11 ein „spin“ der Geheimdienste, wie es der Angriff auf Pearl Harbour und die Explosion im Hafen von Havanna im Jahr 1895 gewesen sind?
4. Hat Israel die Juden gewarnt, das World Trade Center vor dem Attentat zu verlassen, denn kein Jude kam dort ums Leben?
5. Hat die jüdische Lobby in den USA diese in den Krieg gegen Saddam Hussein gestürzt, wie sie jetzt auch den Krieg gegen den Iran fördert?
6. Zogen deshalb „Georgieboy“ Bush und Tony Blair in den Irakkrieg, obwohl sie wussten, dass die Voraussetzungen gefälscht waren?
7. War es der US-Geheimdienst selber, der Präsident John F. Kennedy ermordete, weil er den Vietnamkrieg beenden wollte?
8. Wer tötete Robert Kennedy und Martin Luther King?
9. Ist Obama bin Laden, früher Mitarbeiter des CIA, ein solcher geblieben und dient er nur als „Zünder“ zum Auslösen von Kriegen im Mittleren Osten? Ist dies der Grund, weshalb er nie gefangen wurde?

Diese Liste ist provisorisch.

Wer glücklich leben will, sollte sich verstecken

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 10:21

Kürzlich zitierten wir „Tagi“-Redaktor Constantin Seibt, der einen wohlhabenden Zürcher Juden zitierte, die Reichen der Zürcher Goldküste würden sich in aller Stille kleine Wohnungen in Mittelstandszonen kaufen, um dort unauffällig leben zu können. Das deckt sich mit der Aufrüstung der Sicherheitsbetriebe, seien sie staatlich oder privat, In Ungarn, einem der unsichersten Staaten Europas, arbeiten bereits ein Prozent der Bevölkerung für Sicherheitsfirmen. Deutschland hat 246 000 staatliche und 170 000 private Sicherheitsleute; Polen 100 000 staatliche, aber 200 000 private. Die Schweizer Kantone wollen in diesem Jahr die Zahl der Polizisten um 10 % steigern. In den USA leben fast fünf Prozent der Bevölkerung in über 20 000 „gated communities“, wo sie nach aussen durch Wachpersonal und Mauern geschützt werden; das sind südafrikanische Verhältnisse. Das Vertrauen in die Nachbarn ist in den USA und Schweden seit 1990 rückläufig, stagniert in Frankreich seit 1998 und hat in der gleichen Zeit nur in Deutschland und Norwegen zugenommen. Merke: Wir stehen vor der Wahl, entweder unsere Nachbarn gut zu behandeln oder uns irgendwo zu verstecken, Mimikri im Mittelstand oder gleich hinter die Mauer.

Der Kanun des Lek Dukagjini – der Schlüssel zum Verständnis der Albaner

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 9:20

Ich vertiefe mich gerade in das albanische Gewohnheitsrecht, den Kanun des Lek Dukagjini, der ins Deutsche übersetzt wurde und jetzt online zugänglich ist. Mein erster Eindruck: Der Kanun ist in sich stringent, wenn auch mit unserere heutigen Auffassung von Recht und Zusammenleben nicht akzeptierbar. Der Kanun setzt auf das Prinzip der Rache, welches die männliche Ehre (die Frau hat keine) erhält. Haftstrafen sieht der Kanun beispielsweise nicht vor. Der Grund: Diese sind nicht ehrhaft und deshalb niemandem zumutbar. Väter können ihre Kinder straflos töten, wenn Sie gegen die Ehre der Familie verstossen.
Den Kanun zu kennen, würde wohl einiges zum Verständnis der Albaner auch in der Schweiz beitragen. Das überlieferte Gewohnheitsrecht ist tief verankert und war während Jahrhunderten stärker als jedes staatliche Gesetz. Es wird auch heute noch in Teilen Albaniens und des Kosovo befolgt. Aus diesem Grund müssen nach offiziellen Angaben die Männer von über 10′000 Familien in Nordalbanien zu Hause bleiben. Sie riskierten sonst riskieren, Opfer der Blutrache zu werden.

Philippe Welti

Falsches Bild Nordkorea

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 9:04

Wer nur Schweizer Medien liest, muss den Eindruck haben, Nordkorea sei ein armer Staat, isoliert, wo die Menschen verhungern. Nichts könnte falscher sein. Nordkorea ist vielmehr weit entfernt vom Risiko eines Kollapses. Es erbringt die 96grösste Wirtschaftsleistung der Welt, das ist gutes Mittelfeld. In den letzten zehn Jahren wuchs seine Wirtschaft um jährlich 1,5 %, letztes Jahr nahm der Aussenhandel um 30 % zu. Peking hat geholfen, seine überalterte Infrastruktur zu erneuern, mit 150 Staaten, darunter vielen auch in der EU, bestehen gute Handelsbeziehungen.

Das bessere Bürgertum

Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 8:03

Weil ich in letzter Zeit mehrfach Gelegenheit hatte, das bessere Berner, Genfer und Zürcher Bürgertum in seinen eigenen Revieren zu beobachten, wo nicht initiierte Fremde tunlichst keinen Zugang erhalten, fiel mir auf, dass dieses sich feiernde Bürgertum seine eigenen Zeremonien selbst nicht mehr wahrnimmt. Sie sind derart Teil des eigenen Bewusstseins geworden, dass sie erstaunen, macht man sie darauf aufmerksam. Das Volk, solches nicht oder nur durch grossen Abstand geniessen könnend, bleibt vor der Tür.

 
     
     
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