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Tagesarchiv für 10. Juni 2009

In den Ferien werden die Schweizer zu Schotten

Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 13:17

Die Briten sind bereit für Qualität etwas zu bezahlen. Trotz Wirtschaftskrise leistet sich die Mittelschicht noch Ferien im Ausland – zum Beispiel in der Algarve, wo ich letzte Woche in paar Tage verbrachte. Im Unterschied zu den Deutschen und Schweizern versucht der Brite – dazu gehören auch die Schotten – den Preis nicht zu runterzuhandeln, wie mir meine Cousine erzählt hat, die seit Jahren in Santa Luzia bei Tavira Ferienwohnungen (www.quintamar.com) vermietet. Offenbar lässt sich der Brite die schönste Zeit des Jahres noch etwas kosten. Während Schweizer und Deutsche die neuen Schotten markieren. Vielen von ihnen sind 900 Euro pro Woche in der Hochsaison im Juli zu viel – für eine Wohnung für bis zu sechs Personen mit drei Schlafzimmern, einem Wohnzimmer sowie Pergola, Terrasse und direkter Zugang zum Schwimmteich. So erhält denn meine Cousine unzählige Anfragen von Schweizern und Deutschen, die aber dann nicht zu einem Geschäftsabschluss führen. „Wenn Sie im Ausland weilen, verlieren die Schweizer ihr Qualitätsbewusstsein. Portugal ist kein Entwicklungsland mehr“, sagt Tamar Welti. Sie ist nicht die einzige mit ihrer Analyse. Ins selbe Horn bläst ein Schweizer, der im selben Dorf zwei Ferienwohnungen vermietet.

Es ist heute dominierende Praxis in unserem Land, jetzt vor allem zu sparen und überall den letzten Franken herauszulösen. Es darf bezweifelt werden, ob mit dieser Haltung auf Dauer unsere Wirtschaft, der Staat und die Familien zu sanieren sind. Wir müssen lernen, wieder Geld zu verdienen, auszugeben und zu geniessen. Die Briten machen es vor.

Philippe Welti

Trägheit als Prinzip

Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 10:14

Das Pareto-Prinzip vom ewigen Gleichlauf der Eliten, wonach 20 % aller Menschen handlungswillig und leistungsfähig sind, der Rest nicht, wird bestätigt von 5000 Lehrern. 4000 davon wehren sich gegen das Projekt „Passepartout“ des homosexuellen grünen Berner Regierungsrats Bernahrd Pulver (ich schreibe dies nur, weil er sich selbst gerne outet), wo er die Fremdsprachenausbildung in fünf Kantonen koordinieren und verstärkt das Englische fördern möchte. Wegen zu hoher Anforderungen finden 4000 Lehrer das Projekt „überhastet“. Sie verstecken sich hinter der Totschlagsklausel „Angst um Qualität“, wobei auffällt, dass es Lehrer gerade jener Kantone sind (mit Ausnahme des Oberwallis), die im Jahresvergleich die geringste Zahl von Unterrichtsstunden aufweisen.

Ein Edelessen bei Sepp Wimmer in der „Waag“

Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 9:48

Sepp Wimmer, der erfolgreiche Wirt des Zürcher Zunfthauses „Zur Waag“, begrüsste in seinen Zunftstuben die Bailliage de Zurich-Ville mit Bailli Renée R. Kamber an der Spitze, der soeben auch zum Grand Bailli der 4000 Mitglieder zählenden Confrérie de la Chaïne des Rötisseurs der Schweiz ernannt worden ist. Es ist kein Zufall, dass bei dieser Gelegenheit am Zürcher Fraumünsterplatz, während unten Homos und Lesben tanzten, eine Walliser Delegation unter der prominenten Leitung von Wilhelm (Willi) Schnyder zu Gast war, der als amtierender Walliser Staatsrat für Finanzen zu seiner Zeit als bester der Schweiz bezeichnet worden ist, denn das Haus „Zur Waag“ wurde 1315 von Peter Schmid, einem Arzt und Apotheker aus dem Wallis gekauft und so benannt. Er war Leibarzt der Äbtissin des Fraumünsters.
Sepp Wimmer und die CCR-BZV (siehe oben) liessen von Claude Crittin vom Weinhaus Cave Saint Pierre in Emosson, dem grössten Walliser Weinanbau-Gebiet, sechs Weine auffahren, die alles in Schatten stellten, was man sonst in Zürich unter Walliser Weinen versteht. Ausgewählt waren sie von Evelyne Wilhelm, New Sales Ways, die sich mit seltener Leidenschaft dieser Tätigkeit widmet. Nicht genug, Sepp Wimmer liess von seiner Küche eine Walliser Tafel kreieren, wo die Cholera zu Beginn den Gaumen öffnete, der Safranrisotto mit einer frischen Walliser Wurst nach Metzgerart den Speichel zur Ekstase trieb und die Gäste noch heute rätseln, wie er die „Walliser Vögel“ derart leicht und mundig zusammen setzte. Bei einem Malvoisie, der jeden Chateau d’Yquem in den Schatten stellte, wurden gebackene Holunderblüten mit Malvoisie Sabayon serviert. Niemand wollte nach Hause gehen, unten tanzte das Volk. Wilhem Schnyder liess in seiner Rede ein Wallis aufleuchten, das dem Schnee und den Bergen die Kultur hinzufügt. Es war einer jener Zürcher Lunches, der den Ruf der Stadt Zürich und des Wallis begründet.

Die Kunst, in Umwegen zu denken

Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 8:09

Unser grosser Tessiner Meisterdenker ist von derart feinem Verstand, dass er zwar die FDP.Die Liberalen nicht wird retten oder neu aufbauen können, weshalb man ihm, wie Ingrid Deltenre von Bern nach Genf, Wege sucht, um ihn ins Aus und nach oben zu befördern. Nämlicher Fulvio Pelli kürzlich an der ETH Zürich: „Wir müssen die Elite fördern, ohne es so zu nennen.“ Diese mangelnde Gradlinigkeit, dieses oberschlaue Tun ist es, was andere Politiker und das Volk an ihm irritiert; man muss bei Pelli stets annehmen, er habe neben jedem Gedanken, den er verträgt, noch drei Nebengedanken, die das Eigentliche sind. Vom Volk wird dies als Betrug empfunden.

Die ETH Zürich ehrt einen grossen Sohn

Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 7:30

Die ETH Zürich, noch vor dem weltberühmten MIT, gehört zu den sieben Hochschulen der Welt, von wo sich die forschenden Unternehmen am liebsten ihren Nachwuchs holen. Sie ehrte dieser Tage einen ihrer grossen Söhne, den Chemie-Ingenieur und Unternehmer Dr. Branco Weiss, den ersten Venture-Kapitalisten der Schweiz, heute der grösste private Mäzen der global geachteten Institution. ETH-Präsident Ralph Eichler nannte Weiss „einen Glücksfall für die ETH“ und benutzte das Podium zu einem heftigen Angriff „gegen angeheuerte Manager, die den Gewinn optimieren sollen“. Die Universität dürfe kein Business sein, so Eichler. Die gute Hundertschaft von „Brancophilen“, die den 80. Geburtstag des sehr lebendigen Meisters feierten, folgte seinem Wahlspruch „Lerne zu erkennen und zu handeln“. Branco Weiss, Ehrendoktor der ETHZ, der EPFL sowie der Universitäten Basel und Tel Aviv, ging einen Schritt weiter: „Dankbarkeit ist eine Art Gerechtigkeit“. Wie üblich, müssen wir an seiner Aussage kauen, aber schon früher verlangte er stets „No boring people, please.“ Branco Weiss wohnt übrigens seit langem in der Stadt Zürich. Als ich ihn einmal fragte, weshalb er nicht auch nach Freienbach und Wollerau ziehe, um Steuern zu sparen, liess er mich wissen „Ich kann es mir leisten, dort zu leben, wo es mir gefällt.“ Daran kann man ablesen, warum die ETH Zürich Weltklasse geblieben ist.

Die erste Obama-Krise steht vor der Tür

Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 7:12

Während wir Europäer dem neuen US-Präsidenten Barrack Hussein Obama zujubeln, als sei er der neue Messias, baut sich in den USA bereits die Front gegen ihn auf. Seine Freunde und Gegner argumentieren:
– Er tut zuviel gleichzeitig; er wird sich übernehmen.
– Er finanziert vor allem die Bankers der Wall Street, die auch seinen Wahlkampf finanziert haben, nicht jedoch „main street“, die Industrie.
– Er liefert sehr gute Reden ab, aber seine Verwaltung ist noch nicht handlungsfähig.
– Er baut das Image der USA in der ganzen Welt wieder auf; aber was nützt uns das, denn viele in der Welt hassen uns.
– Er macht den Terroristen zu viele Zugeständnisse; deren nächster Angriff auf die USA wird ihn erledigen.
– Afro-Amerikaner sind enttäuscht und sagen, McCain wäre nicht schlechter für uns gewesen.
– Die Gewerkschaften sind enttäuscht und sagen „He f***es us.“
– Die Industrie sagt, er betreibe Sozialismus, das nächste Mal geben wir den US-Demokraten nicht mehr alles Geld.

 
     
     
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