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Michael Ringier ist ganz erstaunlich

5. May 2009 um 10:18

Der Chef des Ringier Konzerns, wird er fotografiert, steht mindestens gerade da, beide Hände, gut eidgenössisch, tief in den Hosentaschen. Dies ganz im Gegensatz zu Moritz Leuenberger, der sich dieser Tage ablichten liess, stehend wie ein Korkenschraubenzieher, total verdreht von Hand bis Fuss, sodass man sich fragen muss, wozu? Der “Mittelland Zeitung” verdanken wir die Aussage des Zürcher Grossverlegers: “Mit 18 musste ich die NZZ lesen (Anm. freiwillig hat er es nicht getan) – wir hatten nichts anderes. Warum habe ich sie gelesen? Damit ich wenigstens über das Sportgeschehen informiert war. Ich habe mich damals sicher nicht für den Auslandteil interessiert.” Dreimal Tusch für die Interviewer Olivier Baumann und Christian Dorer. Unter gebildeten Kreisen liest man mit 18 den Auslandteil, aber Tennisspieler? Wer meint, dies sei ein Ausrutscher, wird im gleichen Interview von Michael Ringier belehrt: “Es liest ohnehin niemand drei verschiedene Tageszeitungen, um sich eine Meinung zu bilden.” Herr Verleger, wer will sich eine Meinung bilden, liest er nur eine Zeitung? Mit wem verkehren Sie? Der “MZ” sei Dank für dieses Interview. Ich kenne es nur deshalb, weil ich täglich mehr als drei Zeitungen lese, um mir eine Meinung zu bilden.

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