Sammeln Sie Kunst oder Banken-Kunst?
24. Februar 2009 um 10:32Mein seit vielen Jahren präsentes Misstrauen vor Kunstwerken, die von Banken geschätzt, empfohlen und selber gekauft werden, wird nun bestätigt durch die Vorgänge an der “ART Miami”, ein bisher erfolgreicher Ableger der “ART Basel”, die seitens der UBS prominent unterstützt wurde, um, gegen die Gesetze der USA, dort reiche Amerikaner zu tausenden anzusprechen. Dies ist nun verboten; der Ruf der “ART Basel” ist ebenso infrage gestellt wie, noch mehr, der “ART Miami”. Die UBS hatte eine eigene Abteilung “ART Banking”, die offensichtlich dazu diente, neue Bankkunden zu gewinnen und unverdächtig Beziehungen aufzubauen. Aus dieser Sicht wird auch verständlich, weshalb man das Musikfestival Verbier nicht mehr unterstützen wollte. Offensichtlich hat das dortige Jugendorchester nicht mehr genügend “seriously rich” angezogen, um die Millionenausgaben zu rechtfertigen. Marcel Ospel, der Bankier mit dem Goldhändchen, hat zufolge auch die reizende Tut-anch-Amun-Ausstellung finanziert und um die Welt geschickt, eine Art Köder für Wohlbetuchte, eine “Alinghi der Kunst”, wie es hiess. Wer geht nun auf UBS-Anlässe, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, es ginge mehr um Geld als um Kunst?


am 24. Februar 2009 um 18:07 Uhr.
Man kann sagen, was man will: Es sind einfach Trickser. Begabte Trickser. Aber eben: Trickser. Ein ganzes Billionenimperium beruht darauf.
Das Bankgeheimnis ist ein Trick. Die rechtlich unhaltrbare Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung ist ein Trick.
Das Ahnungslostun an der obersten Spitze: Man kann das alles nicht mehr ganz Ernst nehmen.