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Tagesarchiv für 23. Januar 2009

Schweizer Literaten im Klammergriff

Freitag, den 23. Januar 2009 um 11:09

Der Lenos Verlag versendet derzeit seinen sehr hübsch gemachten Frühjahrs-Katalog, worin ich entdecke, was man nicht gerne wahrhaben möchte, dass sich die Schweizer Literaten im Klammergriff befinden. Auf der Titelseite wird uns ein ägyptischer Autor empfohlen mit dem allerdings wirklich exzellenten Roman “Der Jakubijân-Bau”. Diesen nordafrikanischen Buddenbrooks-Roman werde ich nicht wirklich seriös lesen können, da mir schon Samih Sawiris derlei in der Andermatt in Echtzeit vorführt. Auf den auf drei Seiten vorgestellten Alaa al-Aswani folgt der erste Schweizer Schriftsteller, Gerold Späth, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. Er kommt mit Reisegeschichten “Mich lockte die Welt”. Es folgt eine Neuauflage von “Trubschachen. Roman aus dem Emmental” von E.Y. Meyer. Beide, Späth wie Meyer, gehören bereits zu den Klassikern der modernen Schweizer Literatur. Lenos präsentiert nach ihnen eine totale Übermacht von Werken aus dem Irak, aus den arabischen Ländern, aus Palästina und Kamerun. Als Spitzentitel werden je ein Roman aus Syrien und dem Libanon vorgestellt. Dagegen ist nichts zu sagen, aber traurig ist es doch, wie unsere Schweizer Autoren um den Platz an der Verlagssonne kämpfen müssen. Gut gehalten hat sich einer meiner “toten Autoren”, Blaise Cendrars, dessen vierbändige Lebenserinnerungen ich natürlich sofort bestellen werde. Dieser grosse Berner welschen Charakters hat jene anarchistische Lebendigkeit bewahrt, die ihn heute wieder hoch aktuell macht.

Untergang der Schweiz? Island 2?

Freitag, den 23. Januar 2009 um 10:16

Jede Woche wird mir zweimal vorgerechnet (und damit anderen wahrscheinlich auch), dass die beiden Grossbanken UBS und CS Group völlig unterkapitalisiert sind gemessen an ihren Risiken, die sie eingegangen sind, die Bilanzsumme der UBS immer noch 6xgrösser ist als das BSP der Schweiz, und wahrscheinliche Abschreiber von UBS und CS Group unser Land, den Schweizerfranken und uns alle ruinieren werden. Ich kann keine Antworten geben, weil die beiden Grossbanken sich weigern, über ihre Risiken Auskunft zu geben; vielleicht wissen sie es auch selber nicht. Es gibt nur einen Ort, wo ich Hilfe einigermassen verlässlich suchen und verlangen kann, die Schweizerische Nationalbank. Diese sagt natürlich auch nichts (“Jedes Wort ist eine Fehlerquelle”) und ist zunehmend belastet von den Gerüchten um die Nachfolge von Jean-Pierre Roth, ihrem Präsidenten, der demnächst einmal zurücktreten wird. Sein natürlicher Nachfolger, Philipp Hildebrand, heute Vize der Nationalbank, ist bereits voll unter Beschuss solcher Kreise, die bereits andere Kandidaten im Blick haben. Es ist nun einmal die sich verschärfende Praxis unserer Tage, dass um jeden Spitzenjob in der Eidgenossenschaft mit harten Bandagen gekämpft wird. Das hilft uns allen nicht, denn auf den Konti der Schweizern liegt viel zu viel Geld, das sich nicht mehr bewegt und schlecht verzinst wird. Die Banken wollen Geschäfte machen und bieten Alternativen aller Art an. Wer genügend Immobilien hat, ist längst im Gold. Mit dem Rest des Geldes rennen unsere Anleger rund um den Globus, um einen sicheren Hort zu finden. Diese Verzweiflung auf höchstem Niveau ist in hohem Masse amüsant.

Forster Rohner macht Michelle Obama strahlend

Freitag, den 23. Januar 2009 um 8:30

Der Stoff für das Inaugurations-Kleid von Michelle Obama wurde von Forster-Rohner in St. Gallen entworfen. Die Guipure-Stickerei aus St. Gallen erfreut sich in der schicken Welt Europas und der USA grosser Beliebtheit. Sie erinnert an die Mode des spanischen Königshofes. Hans Schreiber, Creative Director bei Forster-Rohner, nimmt dies ganz lässig, wie es Schweizer Art ist. Die Textil-Tradition St. Gallens lebt global weiter.

 
     
     
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