Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Monatsarchiv für Januar 2009

Die Wahrheit über die TV-Sender

Freitag, den 30. Januar 2009 um 17:20

Die etwas ältliche „WerbeWoche“ hat wieder einmal grässliche Fehlinformationen verbreitet. Richtig sind folgende Angaben: SF 2 hat trotz grosser Investitionen und sportlicher Top-Ereignisse im Vergleich zu 2004 an Nettoreichweite verloren, 2008 alleine 4,1%. SF 1 hat innerhalb von vier Jahren über 350 000 Zuschauer eingebüsst. Publica-Data und „WerbeWoche“ haben dazu nichts zu sagen. Alle TV-Sender haben seit 2004 an Nettoreichweite verloren. TeleZüri liegt auf Platz 4 hinter SF 2, Kabel 1 und Vox. Die deutschen Privatsender haben massiv mehr Reichweite verloren als die Schweizer Sender. Die echten Leistungen des Schweizer Fernsehens werden immer fragwürdiger, die der „WerbeWoche“ auch.

Couchepin und die Hausärzte

Freitag, den 30. Januar 2009 um 15:19

Heute früh erlebte ich bei meinem Hausarzt, was es heisst, ein eigenes Labor zu haben. In nur 35 Minuten analysierte er meinen Husten, der sich als eine leichte Bronchitis herausstellte. Er hörte meine beiden Lungenflügel ab, kontrollierte den (erhöhten) Puls und analysierte durch einen Stich in den Finger mein Blut. Er röntgte meine beiden Lungenflügel und formulierte seinen Befund. Hätte er nicht über ein eigenes Labor verfügt, hätte sich die Analyse über mehrere externe Stationen erstreckt, mir einen halben Tag genommen, was der Produktivität sicher nicht dienlich gewesen wäre, und ich hätte nicht rasch reagieren können, denn Zeit für eine fiebrige Krankheit habe ich nicht. Das Labor meines Hausarztes war schnell, günstig und präzise. Was Bundespräsident Pascal Couchepin vorschlägt, die Auflösung der hausärztlichen Labors, ist kein Dienst am Kranken und kein Dienst am Arzt. Die Patienten würden mit viel grösserem Aufwand dann in die kantonalen Notfall-Stationen strömen, wo die Kosten höher sind und der Kundendienst meist schlechter ist. Couchepin, so zeigt sich vor seinem Abgang als Bundesrat, was politisch stets ein Stürmer ins Nichts. Das war zu Beginn seiner Karriere so und wird es bleiben.

UBS-Suisse: Die richtige Grösse.

Freitag, den 30. Januar 2009 um 14:25

Es mag sein, dass die UBS und die Credit Suisse mit ihren Risiken zu gross geworden sind für die Schweiz. Es ist aber auch möglich, dass die Schweiz zu klein ist für derlei globale Riesen. Die Zeit der vor 250 Jahren gegründeten Nationalstaaten geht offensichtlich zu Ende. Gehen sie pleite, wie im Falle Islands, ist dies nur logisch, denn der Beitritt zur EU und die Aufgabe der eigenen Währung sind dann die logische Folge.

Oligarchen sind pleite, Putin stürmt

Freitag, den 30. Januar 2009 um 14:15

Der Kreml unter Wladimir Putin hat seit dem Gaskrieg mit der Ukraine eine PR-Offensive gestartet, die sich sehen lassen kann. Putin hier, Putin da. Medwedew mit einem eigenen Reiseplan, Finanzminister Kudrin in London, aber bei der falschen Bank, ING, die heute verstaatlicht ist. Es sieht so aus, als hätten die Russen die Kommunikation besser im Griff als manches Land Westeuropas. Die Oligarchen dagegen sind in düsteres Schweigen versunken, viele von ihnen haben, wie an dieser Stelle schon seit langem beschrieben, nur noch den Bankrott vor Augen. Viktor Wekselberg hat dank TNK-BP noch Schnauf, aber sonst jede Menge Ärger. Putins Auftritt im WEF-geprägten Davos war glänzend, sicher auftretend, die Hand nach Westen zum grossen Frieden ausgestreckt. Gazprom und Rosneft, Gas und Öl, investieren kräftig in neue Märkte; vieles davon geht über die Schweiz, wo vor allem der Standort Genf eine grosse Rolle spielt. Wir Westeuropäer versinken in Streiks und Selbstzweifel. Dabei braucht uns die Welt.

„Rio“: Markenaufbau über die Premier League hinaus

Freitag, den 30. Januar 2009 um 9:26

Kein englischer Fussballspieler ist so breit talentiert wie er: Manchester Uniteds Rio Ferdinand betreibt einen konsequenten Markenaufbau, von dem viele Schweizer lernen könnten. Jetzt baut er seine medialen Aktivitäten weiter aus und lanciert sein eigenes Magazin „Rio“. Mehr…

Philippe Welti

Der UBS-Zusammenbruch geht weiter

Freitag, den 30. Januar 2009 um 8:41

Was einmal die schönste Grossbank der Schweiz und Europas war, der UBS-Konzern, kommt offensichtlich nicht mehr auf die Füsse. Die von Bern verordnete Boni-Regelung, nach der nur noch ein Sechstel der bisherigen Boni ausbezahlt werden, ist ein weiterer Sargnagel für die einst stolze Bank. Es ist in Vergessenheit geraten, dass Tausende hoch qualifizierter Investmentbanker, die über gute Kundenbeziehungen verfügen, die hoch rentable IPO’s, Finanzierungen oder M&A’s verwirklichten, ihre seriös verdienten Boni wirklich verdient hatten. In London findet deshalb eine regelrechte Flucht aus der UBS statt; die Konkurrenz nimmt die besten UBS-Banker mit Handkuss auf. Diese weitere Schwächung der UBS drückt sich natürlich im Aktienkurs aus; auch glaubt niemand mehr in London, dass der Zürcher Anwalt Peter Kurer der richtige Mann ist, das Ruder zu drehen. Sein Abgang dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Offensichtlich gibt man sich, in Europa wie in den USA, aber Mühe, die Banken von regulatorischem Druck zu befreien. Dies würde bedeuten, dass sie wieder richtig arbeiten und Gewinne machen dürfen. Was die UBS betrifft, welche die professionelle Kommunikation praktisch aufgegeben hat, können wir nur beten.

Die Swiss Re schleudert

Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 11:46

In guter Erinnerung ist uns, wie Ueli Bremi nach den Abenteuern von Rolf Gamper in Spanien die Swiss Re sanierte. Nicht einmal der Eintritt von Lukas Mühlemann, der später die Credit Suisse ins Schleudern brachte, konnte den Erfolg der Swiss Re bremsen. Sie lag stets Längen vor der Munich Re, ihrem grossen Konkurrenten. Das hat sich geändert, seit VR-Präsident Walter Kielholz Jacques Aigrain engagierte. Im Verwaltungsrat der Swiss Re hat sich wohl niemand gegen die Entscheide des umtriebigen Zürchers ernsthaft zur Wehr gesetzt, handelt es sich doch um eine dominierend freisinnige Veranstaltung.
Peter Forstmoser ist ein liebenswerter und kenntnisreicher Anwalt, aber sicher kein Fachmann. Jakob Baer ist ebenfalls Anwalt, der bei Adecco und Rieter keine Stricke zerrissen hat; bei Allreal, wo er auch Einsitz hat, führt Bruno Bettoni meisterlich das Wort. Thomas W. Bechtler hat in seiner ganzen Karriere nur redimensioniert (entlassen), ist aber ein grosser Kunstfreund wie Kielholz. Mathis Cabiallavetta, der stets einen unmöglichen Militärton pflegte, gehört nicht zur A-Klasse. Bénédict Hentsch gehörte schon beim Swissair-VR, den er einst „Die beste MBA-Hochschule der Schweiz“ nannte, zur Klasse der Untergehenden, weshalb er auch seine Familienbank verlassen musste. Schliesslich Kaspar Villiger, der das Glück hatte zu Nestlé berufen zu werden, wo man über Jahre als VR kaum etwas falsch machen konnte. Das sind Eliten, die bei mir eine Untergangsstimmung auslösen.

Barclays punktet vor UBS und CS

Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 9:33

Die englische Grossbank Barclays zeigt den Schweizer Grossbanken, wie man mit einem Brief an die Mitarbeiter Milliarden verdient. Die Aktie von Barclays stieg nach der Publikation dieses Briefes, wo man den Mitarbeitern klaren Wein über den Zustand ihrer Bank einschenkte, um 75 %. Derart kraftvolle Statements setzen Selbstbewusstsein bei der Bankführung voraus. Wir dürfen wirklich neugierig sein, wie UBS und CS im Februar diese schwierige Hürde meistern.

Winterthur („Züri Ost“) wächst

Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 8:13

Winterthur, der „Wilde Osten“ von Zürich, wächst weiterhin stark. Innerhalb eines Jahres sind weitere über 1600 Neuzuzüger verzeichnet worden, darunter 400 Deutsche. Dieses Winterthurer Wachstumswunder ist nur erklärbar vor dem Hintergrund des Wachstums der ganzen Grosszürcher Region. Wer es sich nicht leisten kann oder will, in Zürich oder an der Goldküste zu wohnen, lebt gut in Winterthur. Wir erleben in der Schweiz, was überall in der Welt der Fall ist: Die Menschen zieht es in die reichen Städte. Dort erhofft man sich einen gewissen Schutz vor Untätigkeit oder sogar Arbeitslosigkeit. Zürich ist im ganzen Mittelland der wichtigste Taktgeber. Es bildet mit dem Flughafen, mit Winterthur, Baden und Zug eine eigentliche Grossstadt und wird daher von Tag zu Tag attraktiver. Der Vorort Winterthur profitiert davon.

Deutschlands doppelter Bundeskanzler

Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 14:23

Weil der nach seiner Wirtschaftsleistung wichtigste Staat Westeuropas, Deutschland, wie ein kranker Baumstamm von vielen Pilzen und anderen Schmarotzern besetzt ist, kann er nicht von einem Bundeskanzler, sondern nur von zweien geführt werden. Der offizielle Bundeskanzler ist „Angie“ Merkel, die am liebsten keinerlei Entscheide trifft, sondern als „Engel der Zuversicht“ Konferenzen besucht, um sich die Fingerspitzen küssen zu lassen. Weil damit etliches offen bleibt, hat Deutschand einen zweiten Kanzler, der als Schatten-Kanzler um die Welt fliegt. Gerhard Schröder will das Fenster zu Russland offen halten, will Deutschlands Energieversorgung auf ein solides Fundament stellen und ist jetzt auch bereit, deshalb in den Iran zu fliegen. „Angie“ schüttelt zusammen mit ihrem etwas gehetzt wirkenden Aussenminister den Kopf, denn die Israeli werden dies gar nicht schätzen und Barack Hussein Obama hatte noch keine Zeit, sich mit den innerdeutschen Komplikationen zu beschäftigen. Deutschlands doppelter Bundeskanzler ist auf jeden Fall eine originelle Lösung.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog