70 Mio. für Staats-PR. Was bedeutet dies?
10. July 2008 um 9:34Wenn die Bundesverwaltung im vergangenen jahr knapp Fr. 70 Mio. für Öeffentlichkeitsarbeit ausweist, ist diese Zahl interpretationsbedürfig. Gemeint sind damit die Ausgaben der Departemente für ihre eigenen PR-Dienstleister, die als Saläre 58 % dieses Betrages beziehen. Damit bleiben 42 % für technische Ausgaben; das ist, vergleich man dies mit Agenturleisten, ausserordentlich wenig. Üblicherweise kommen auf einen Franken für den Mitarbeiter rund 2-4 Franken, die er braucht, um etwas zu bewegen. Im übrigen wird mit der Zahl von Fr. 70 Mio. der PR-Aufwand der Departemente immer noch stark untertrieben. Nicht gerechnet werden die Auftritte der Departementschefs und ihrer leitenden Mitarbeiter. Es ist eine internationale Regel, dass dort mindestens die Hälfte des Aufwands aus “Kommunikation” besteht. Von daher lässt sich ableiten, dass “PR und Kommunikation” zuerst einmal einer Definition bedürfen, bevor man ausrechnet, was sie kosten. Der PR-Aufwand von Bund, Kantonen und Gemeinden ist, nicht unbegründet, gewaltig angestiegen. Die Fr. 70 Mio., welche soeben in Bern, der Not gehorchend, ausgewiesen wurden, sind deshalb nur die Spitze des Eisbergs.


am 10. July 2008 um 10:10 Uhr.
Nachdem das Volk am 1.06.08 die Initiative “Volkssouveränität statt Behördenpropaganda” abgelehnt hat, müssen wir uns nicht darüber wundern wenn die Staatsaussageben für die Behördenpropaganda weiter zunehmen werden.