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Tagesarchiv für 25. April 2008

Geld und Öl wandern nach Osten

Freitag, den 25. April 2008 um 13:47

Den 106 USD-Milliardären in China stehen schon 101 russische Milliardäre gegenüber. Zwar sind die US-Milliardäre derzeit noch reicher und grösser an der Zahl, aber wie das arktische Eis schmelzen auch die Vermögen im Westen zugunsten derjenigen im Osten der Welt (von Europa aus gesehen). Lakshmi Mittal ist mit 45 Mia. Franken der reichste Inder, Ratan Tata nicht gezählt, der sein 67 Mia-Franken-Unternehmen einer Stiftung vermacht hat. Nicht genug, erstmals haben gemäss offiziellen Quellen China, Indien, Russland und der Mittlere Osten zusammen mehr Öl verbraucht als die USA. Dieser Trend wird nicht aufzuhalten sein. Einige von uns müssen enorm schnell sein, um in diesem Wettlauf nicht zurückzufallen.

Doris Leuthard hat den Tiger im Tank

Freitag, den 25. April 2008 um 13:00

Sie ist eine erstaunliche Frau, die Chefin im Eidg. Volkswirtschafts-Departement, Bundesrätin Doris Leuthard. Wer ihre Leistungen in der bald zweijährigen Amtszeit beurteilen will, wird auf nichts Auffälliges stossen, dies ganz im Unterschied zur Kollegin Micheline Calmy-Rey, die seit Beginn ihrer Amtszeit waghalsige Ausflüge liebt, wie jüngst in den Iran, wo sie Wirtschaftsförderung zugunsten der EGL/Axpo betrieb. Ihr Kopftuch-Zugeständnis war sicher nicht das Zeugnis einer emanzipierten Schweizerin, aber wahrscheinlich reizte sie mehr das Risiko, das Spiel, die Dekoration. Ganz anders Doris Leuthard, die schon vom Amte her Fachhochschulen auch dann verteidigt, wenn deren Leistungsnachweis wirklich fragwürdig ist. Sie sind jedoch ein derart an Prestige reiches Projekt für unser Land, dass niemand sagen möchte, der König läuft ohne Hosen herum. Die schöne Aargauerin liebt den frontalen Angriff, den offenen Blick ins Auge. Sie kennt ebenso die Kraft ihrer Aggression wie die Fähigkeit, den Gesprächspartner im Auge behaltend, sich wie eine Tigerin an den Gegner anzuschleichen. Dann nagelt sie ihn rhetorisch fest; den Augenkontakt haltend, schiesst ihr rechter Zeigefinger hervor. Und sie sagt: “Das sehe ich nicht so.” Man könnte ihr oft widersprechen, aber wer hat die Nerven dazu?

Südanflüge bringen lärmigen Juni

Freitag, den 25. April 2008 um 9:07

Im Raum Zürich ist alles klar: Mehr als je zuvor werden die Anlieger des Flughafens Kloten, vor allem jene im Südanflugbereich, über den Luftverkehr über ihren Köpfen zu klagen haben. Die Opposition ist erledigt, einer der Chefoppositionellen, Thomas Kern, ist vom Flughafen Kloten gleich als CEO gekauft worden. Während der EURO 08, die den Steuerzahler offiziell Fr. 80 Mio. kostet, die der Bund dafür aufwendet (kantonale und städtische Spesen nicht gerechnet), werden die gleichen Steuerzahler kaum zum Schlafen kommen, weil die mehr oder weniger betrunkenen Fussball-Rowdies gleichzeitig mit den Spieler-Millionären unser Land zu nächtlicher Stunde wieder verlassen werden, ohne der Hotellerie einen Obolus zu hinterlassen, Steuern natürlich auch nicht. Rund um Basel spielt sich das gleiche ab. Die Südanflüge werden dort ab Mai über 20 % aller Anflüge ausmachen. Vivienne Gaskell, die Sprecherin des EuroAirports, wiegelt ab: Die Baselbieter Gemeinden seien mit dem System ILS-34 vertraut und hätten diesem zugestimmt. Das klingt ganz nach Zürich, wo alle Südanfluggemeinden sich wehren, aber niemand etwas tun will. Bonne nuit.

Middelhoff, Zumwinkel, Arcandor

Freitag, den 25. April 2008 um 8:35

Es muss eine Seelenfreundschaft sein, die Menschen auch in den höchsten Rängen zusammenführt. Wir haben den aufschlussreichen Fall von Thomas Middelhoff, einst ein jugendlicher Strahlemann im Bertelmann-Konzern, der diesen aber viel Geld kostete. Er versprach Madeleine Schickedanz, der Grossaktionärin eines Kaufhaus-Mischkonzerns, der im Markt serbelte, er werde sie wieder reich machen, wenn er daraus “Arcandor” machen dürfte. Als ich diesen Namen erstmals hörte, dachte ich sofort an ein arabisches Märchen, wo das Zauberwort zur Rückverwandlung eines neugierigen Wesirs “Mutabor” hiess. Während dort die Wandlung klappte, möchte ich in diesem modernen Fall eher bezweifeln, dass es gelingt. Denn unterdessen sind die Arcandor-Aktien tief, sehr tief, gestürzt. Jedoch entdecke ich dort einen Aufsichtsrat mit hohen Ambitionen, Klaus Zumwinkel, der sich nach seinem Liechtenstein-Abenteuer an der GV “seiner” Deutschen Post nicht mehr sehen lassen wollte. Middlehoff will vorläufig auf Zumwinkel nicht verzichten, wäre dies doch in einer schwierigen Situation das Zugeständnis einer weiteren Personalniederlage. Eine Seelenverwandschaft beider Herren darf nicht ausgeschlossen werden.

 
     
     
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