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Tagesarchiv für 21. April 2008

Wenn dem Papst die Worte fehlen….

Montag, den 21. April 2008 um 13:22

…in Sachen Pädophilie seiner Priester, wie er dies in Washington zum Ausdruck brachte, dann dürfen wir ihm diese Worte hier geben: Wenn die Priester der römisch-katholischen Kirche sexuelle Handlungen an unter 18jährigen vollzogen haben, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, auch in der Schweiz, dann wurden sie meist versetzt, nicht entlassen. Es ist eines der schwersten Verbrechen auch in der katholischen Kirche, aber untersucht und geahndet wird es eher willkürlich. Die Hierarchen der Kirche haben die Priester zu oft zum Schweigen angehalten; Entscheide fallen entweder bei den Diözesen oder direkt in der Glaubenskongregation in Rom. Wie viele Verfahren dort hängig sind, weiss kein Mensch. Die rk-Kirche zieht sich seit einiger Zeit in ihren heiligen Raum zurück, was verständlich ist. Sie ist jedoch einer Welt ausgesetzt, die nicht nur religiöse Bilder, sondern auch Fragen nach dem Wesen der Kirche stellt. Die Schweizer Bischöfe und deren Sprecher müssen diese Aufgabe lösen, es sei denn, sie legten weder auf genügend Priester noch auf zukunftsfähige Gläubige wert. Nicht der müde Christ ist die Zukunft der Kirche, sondern der kritische Christ, ganz wie es Jesus Christus und Prof. Dr. Hans Küng verlangt haben.

Kleines Loblied auf Hans Werder und Michael Ambühl

Montag, den 21. April 2008 um 10:50

Moritz Leuenbergers Generalsekretär Hans Werder ist einer der eigentlichen Helden im Bundeshaus. Sein offener Blick, die Harmonie seines Ausdrucks, machen deutlich, dass es sich um eine Persönlichkeit handelt, die grösste Spannungen elegant zu lösen weiss. Die strengen Falten zwischen den Augenbrauen zeigen, dass er von den Sachgeschäften gezeichnet ist, aber das zögerliche Lächeln, welches er gelegentlich zu schenken weiss, macht die Kraft deutlich, die ihn trägt. Diesen Chefbeamten, wie auch Michael Ambühl vom EDA einer ist, gehört mein ganzes Vertrauen als Staatsbürger. Sie sind für mich die eigentlichen Träger des Staates, die sich mit einem zerrissenen Volk ebenso abfinden müssen wie mit Politikern oft fragwürdiger Qualität, welche die Vertreter des Volks in höchste Positionen wählen, denen sie oft nicht gewachsen sind. Hans Werder ist der „backbone“ von Moritz Leuenberger, der als exzentrischer Schöngeist die urbane Minderheit des Landes fasziniert. Während Werder ein kluges und handelndes Wesen verkörpert, ist sein Chef Moritz der „Schein der Politik“, nicht anders als Michael Ambühl, der an der Substanz unserer Aussenpolitik wirkt, während seine Chefin ihre erratischen Eskapaden absolviert.

König Dollar stürzt

Montag, den 21. April 2008 um 9:49

Wenn es einen Grundfehler in vielen Schweizer Unternehmen gibt, dann ist es der Glaube an „König Dollar“. Zwei Generationen von Führungskräften sind jetzt mit einem, wenn auch langsam sinkenden, so doch starken US-Dollar aufgewachsen. Niemand wollte Alfred Isler, dem Gründer der „F+W“, vor dreissig Jahren glauben, der Dollar werde auch einmal den Stand von 1:1 zum Schweizerfranken erreichen. Viele Finanzchefs haben deshalb den Sturz des Dollars unterschätzt, ihn zu wenig abgesichert, und sehen sich jetzt vor hohen nicht erzielten Gewinnen. Wenn die Banken nun meinen, der Dollar könne im laufenden Jahr auf 0,92-0,94 absinken, gibt es andere Auguren, durchaus ernst zu nehmende, die auch die jüngste Finanzkrise vorausgesehen haben, die den Dollar heute schon auf 0,55 sehen. Dann wollen wir sehen, wie dies unsere Wirtschaft verändern wird.

Die Retter der FDP haben Erklärungsbedarf.

Montag, den 21. April 2008 um 9:10

Die 15%-Partei FDP Schweiz sucht ein neues Vokabular, um sich als Wirtschaftspartei zu behaupten. Der elegante urbane Tessiner Anwalt Fulvio Pelli lies sich deshalb aus seiner üblichen Flüster-Reserve locken, indem er zu den Parteidelegierten schrie: „Was die SVP tut, ist eine Schweinerei.“ Diese, wie im Zürcher Opernhaus, standen auf und gaben Szenenapplaus für diese reife oratorische Leistung, die sie eigentlich nicht erwartet hatten. Pelli fühlt sich stark, denn ex UBS-CEO Peter Wuffli, Arbeitsort derzeit nicht bekannt, hat Pelli Geld seiner „Freunde der FDP“ versprochen. Woher Wuffli dies nimmt, wird sich zeigen. Walter Kielholz, bei der CS-Group ebenfalls laufend höhere Milliardenverluste vorstellend, will auch noch einige Franken in die FDP investieren; bekanntlich gilt dies auch für Daniel Vasella, dessen Novartis-Aktie. soeben von der Empfehlungsliste der UBS mangels nachweisbarer Erfolge gestrichen wurde. Die FDP wird also rundum von wenig erfolgreichen Unternehmern gefördert, die von ihr einen Turnaround verlangen. Dies war wohl der Grund, weshalb Pelli derart populistisch in den Saal rief.

 
     
     
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