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Monatsarchiv für April 2008

Kreditkrise senkt Preise für Ferienwohnungen

Mittwoch, den 30. April 2008 um 8:35

Die fünf Ferienwohnungen auf Quintamar werden hauptsächlich von Briten gemietet. Sie machen rund 80 Prozent der Gäste aus. Die Verbindungen auf die britischen Inseln sind hervorragend, für 50 Pfund reist man mit Easyjet an die Algarve. Bei den Gästen auf Quintamar handelt sich aber nicht um Billigreisende. Wer hierher kommt, der schätzt die Natur und einen gewissen Komfort abseits der lärmigen Strände. Jetzt trifft die Kreditkrise zunehmend auch die Engländer. Nachdem der britische Baufinanzierer Northern Rock durch die US-Hypothekenkrise in Schieflage geraten war, sprang ihm die Bank von England mit einer kurzfristigen Finanzspritze bei. Zur Stützung des Bankensystems wird die Bank of England noch einmal 50 Milliarden Pfund in den Finanzmarkt pumpen. Die schlechten Nachrichten und die Unsicherheit hemmen die Konsumfreude. Als Folge davon gewährt Quintamar grosszügige Ermässigungen bei der Vermietung der Wohnungen. Mehr dazu unter www.welti.ch/weblog

Philippe Welti

Der Schweizer Soldat der Zukunft

Mittwoch, den 30. April 2008 um 7:39

Wir brauchen nur noch 30 000 Berufssoldaten, denn der Schweizer Soldat der Zukunft wird ein Mensch-Roboter-Konstrukt sein, das im Krieg aus der Ferne gesteuert und eingesetzt werden wird. Die Soldaten werden direkt an die Informationssysteme des Hauptquartiers angeschlossen sein. Ihre Emotion wird ebenso überwacht werden wie ihre Hirntätigkeit. Sollte es zu Verletzungen kommen, können diese wertvollen instrumentalen Menschen angemessen sofort fernbehandelt oder anderweitig gerettet werden. Verfügt der Gegner nicht über derartige ferngesteuerte Waffenmenschen, die nicht mehr individuell im Kampf reagieren, muss er sich etwas einfallen lassen. Arnie lässt grüssen. Nicht jeder Überlebende wird dann Gouverneur.

Die Selektion wird härter

Dienstag, den 29. April 2008 um 13:16

Mancher Schweizer hätte sich gefreut, neuer CEO von Kuoni zu werden, dem grössten Schweizer Reisekonzern. Keiner hatte eine Chance, denn der Däne Henning Boysen, VR-Präsident, entschied sich für den Engländer Peter Rothwell, zuletzt Vize in der deutschen TUI. Unseren Schweizer Führungstalenten fehlt immer mehr Erfahrung und Biss für Spitzenaufgaben in global tätigen Firmen. Die Welle hochqualifizierter Ausländer trägt auf allen Ebenen Kandidaten ins Land, die den Verdrängungswettbewerb gegen die Einheimischen gewinnen wie der Nilbarsch im Tanganjika-See. Unseren Headhuntern ist dies gleich. Im Gegenteil, die internationale Suche ist wesentlich rentabler als der Search zwischen St. Gallen und Lausanne. Die „Elite Suisse“ steht vor einer ernsthaften Herausforderung.

Warum Kosovo?

Dienstag, den 29. April 2008 um 12:51

Die Kunst der US-Amerikaner, mit Hilfe der EU- und NATO-Europäer, begleitet von UNO-Blauhelmen, ganze Staaten zu zerschlagen, ist gross. Der Kosovo soll die Weltgemeinschaft seit knapp zehn Jahren rund 33 Mia. Euro gekostet haben, Geld, das auch bei uns dringend gebraucht würde. Die 2,1 Mio. Kosovaren, das entspricht der Greater Zurich Area, haben pro Einwohner und Jahr auf diesem Weg rund 1750 Euro erhalten, das 160fache der durchschnittlichen pro Kopf-Hilfe aller Entwicklungsländer. Dieser Kosovo, darin mag ich Carla del Ponte nicht zu widersprechen, ist kein Rechtsstaat, sondern ein „Sizilien Ost“, zersetzt von Korruption und organisierter Kriminalität. Oberaufseher ist ein ehemaliger schwäbischer Bürgermeister, Joachim Rücker, 56, aus Sindelfingen. Jeder fünfte Kosovare ist Analphabet, der beliebteste Beruf der Jugend „Mafiaboss“. Micheline Calmy-Rey hat tatsächlich Grosses geleistet, dieses neue Haiti der Amerikaner in Europa gerade uns um den Hals zu hängen.

Holländer sind eine Bereicherung

Dienstag, den 29. April 2008 um 9:19

Sie sind fröhlich, geschäftstüchtig, hilfsbereit und charmant, die bei uns wohnenden Holländer. Einer der davon, der Herrliberger Shasta P. Aardema, ist vielen im Grossraum Zürich bekannt, sei es als Direktor des „Neuen Schloss“ gegenüber dem Hyatt, sei es als langjähriger Direktor der Opernhaus-Gastronomie, sei es als „Unternehmer des Jahres“. In letzter Zeit hat er in aller Stille am Umbau des „Metropol“ als Chefplaner und Realisator mitgewirkt, dessen Räume und Restaurants mit ihrer unterkühlten „italianita“ gut ins Stadtbild passen. Jetzt hat ihn der Lions St. Peter zu seinem Präsidenten gewählt. Wir dürfen sicher sein, dass Shasta auch dort mit Ambition antreten wird.

Der doppelte Max Bill

Dienstag, den 29. April 2008 um 8:02

Die Bill-Skulptur an der Zürcher Bahnhofstrasse hat sich bewährt, dient sie doch Emo’s und müden alten Damen gerne als Ruhepunkt und Sitzplatz. Das Schönste, was man sonst über sie sagen kann, ist die Feststellung, dass man sie in all’ diesem Gesteinsgrau kaum sieht und zur Kenntnis nimmt. Sie hat damit sogar ihre eigentliche Aufgabe, das Bankgebäude zu ihrer Rechten besser kenntlich zu machen, nur teilweise erfüllt. Jedoch, oh Wunder, es gibt die gleiche Bill-Skulptur, wahrscheinlich aus restlichen Steinen gebaut, auch in Winterthur. Man hat sie, auf dem Betriebsgelände der städtischen Werke stehend, bisher kaum gesehen; erst ein Abbruch enthüllte den doppelten Bill. Wahrscheinlich wollte er, alten Gesetzen des Marketings folgend, in möglichst vielen Städten der Welt solche neo-antikischen Werke platzieren. Seien wir froh, dass es nicht gelungen ist.

Gibt es „gute Kapitalisten“?

Montag, den 28. April 2008 um 12:01

Sogar der multimedial starke Martin Spieler, Chefredaktor der „Handelszeitung“ und Leiter aller Axel Springer-Wirtschaftsredaktionen in der Schweiz, verlangt, man möge die Grossbanken stärker in die Pflicht nehmen. Erstens zweifle ich daran, dass dies möglich sein wird und zweitens finde ich die Diskussion müssig, ob nun die Topmanager der Grossbanken schlechtere Kapitalisten seien als andere Unternehmer. Nicolas G. Hayek gilt als Musterbeispiel eines „guten Kapitalisten“. Ich will dies, weil er Grosses geleistet hat, auch nicht infrage stellen. Man sollte aber nicht vergessen, dass er Uhren verkauft, deren realer Wert weitaus niedriger ist als der Marketingwert im Fachgeschäft. Ist man schon einer „guter Kapitalist“, wenn man die Schwächen einer eitlen und reichen Gesellschaft zu seinem Vorteil wendet?

Germans to the front

Montag, den 28. April 2008 um 10:12

In den Städten der Deutschen Schweiz sollen während der EURO 08 schwäbische Polizisten dort Ordnung herstellen, wo am härtesten zugepackt werden muss. Ob dies, von der SVP angestachelt, neue Schwabenkriege auslösen wird, muss sich zeigen. Die halbprivate BLS macht deshalb gute Zahlen, weil sie, zu 20 % im Besitz der Deutschen Bahn, mit dieser zusammen, immer bessere Geschäfte macht. Die SBB hat den Deutschen Bernd Malmström in den VR berufen, um SBB Cargo endlich zu sanieren, was der alten Mannschaft gründlich misslungen ist. „Wir holen deshalb Deutsche, weil sie energischer zupacken, wenn etwas geschehen muss“, sagte mit ein bekannter Schweizer VR-Präsident, der seinen Namen aus verständlichen Gründen nicht nennen möchte. Eine der heikelsten Aufgaben als Deutscher in der Schweiz hat Martin Kall, CEO von tamedia. Er hat den Familienaktionären einen glänzenden Jahresabschluss vorgelegt und hat nun die Spur der hauseigenen Espace Media aufgenommen, die nur knapp rentabel ist. Das wird spannend, denn der „Bund“ mit Arthur K. Vogel als Chefredaktor an der Spitze ist ausgezeichnet gemacht und eine echte Alternative zum „Tagi“. Kall, der stolz darauf ist, nur gute Zahlen zu dulden, muss demzufolge die aufwändigen Berner Strukturen vereinfachen; kleinere Schritte sind bereits erfolgt. Den „Bund“ zu schlachten, der eine ausgezeichnete und fleissige Redaktion hat, wird Widerstand herausfordern, in der Berner Politik wie in der Wirtschaft. Also gibt es nur den Weg, ihn auf eine breitere Basis zu stellen. Die landbezogene „Berner Zeitung“ ist ein kantonaler Erfolg, aber sonst meist bedeutungslos, ein ähnlicher Fall wie die „Neue Luzerner Zeitung“. „Germans to the front“ heisst es in den Schweizer VR’s. Wenn das Volk sich darob erregt, was soll’s?

Wandernde Zeichner: nach Nico auch Barrigue

Montag, den 28. April 2008 um 7:34

Nico hatte seine beste Zeit beim „TagesAnzeiger“, wo er während Jahren die Titelseite beherrschte. Er war zurecht königlich bezahlt und wollte deshalb ein von CEO Martin Kall diktiertes Sparprogramm trotz der Vermittlungsversuche von Chefredaktor Peter Hartmeier nicht annehmen. Nico landete beim serbelnden „Blick“, der aber den Fehler machte, ihn zwischen dicken Balkenlettern einzuklemmen, was den feinen Zeichnungen die Kraft nahm. Nun zeichnet Nico bei Peter Wanner für dessen „MZ“, woraus der Anspruch des ehrgeizigen Aargauer Verlegers deutlich wird, in der nationalen Klasse noch stärker zu werden. Jetzt hat sich nach 29 Jahren auch Barrigue, nicht minder prominent in der Westschweiz, vom „Le Matin“ getrennt. Die Popularisierung der gut gemachten Tageszeitung, die unter Führung von Peter Rothenbühler den „Blick“ nach Längen schlägt, weckt Barrigues Widerspruch. Der „Matin“ muss jedoch noch mehr am Leser ausgerichtet werden, denn er hat in letzter Zeit Auflage eingebüsst. Politische Zeichner haben es derzeit schwer, es sei denn, sie seien völlig belanglos, wie bei der „NZZ“ der Fall. Nico-Nachfolger Schaad hat beim „Tagi“ seither stark an Biss gewonnen. Seine detailverliebten Zeichnungen müssten jedoch einfacheren Linien weichen, um in die europäische Spitze vorzustossen.

Geld und Öl wandern nach Osten

Freitag, den 25. April 2008 um 13:47

Den 106 USD-Milliardären in China stehen schon 101 russische Milliardäre gegenüber. Zwar sind die US-Milliardäre derzeit noch reicher und grösser an der Zahl, aber wie das arktische Eis schmelzen auch die Vermögen im Westen zugunsten derjenigen im Osten der Welt (von Europa aus gesehen). Lakshmi Mittal ist mit 45 Mia. Franken der reichste Inder, Ratan Tata nicht gezählt, der sein 67 Mia-Franken-Unternehmen einer Stiftung vermacht hat. Nicht genug, erstmals haben gemäss offiziellen Quellen China, Indien, Russland und der Mittlere Osten zusammen mehr Öl verbraucht als die USA. Dieser Trend wird nicht aufzuhalten sein. Einige von uns müssen enorm schnell sein, um in diesem Wettlauf nicht zurückzufallen.

 
     
     
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