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Die Schweiz und die EU im Clinch

26. Februar 2008 um 10:53

Es ist keine Frage: Die EU arbeitet mit der Schweiz wie ein Angler mit einem grossen Fisch. Die Leine wird elastisch geführt, aber der Fisch wird – in langem Kampf – Zug um Zug ans Ufer der EU-Mitgliedschaft gezogen. Die Einrichtung einer EU-Botschaft in Bern mit dem österreichischen Diplomaten Dr. Michael Reiterer an der Spitze ist einer der grossen Erfolge der EU in unserem Land. Der erfahrene und wortgewaltige Diplomat macht es unseren Politikern schwer, ihm – und damit der EU – zu widersprechen. Reiterer nutzt richtigerweise jede Chance für Auftritte, um den Standpunkt seines Dienstherrn zu vertreten.
Der Zwerg Schweiz mit 7,6 Mio. Einwohnern gegen den Riesen EU mit 475 Mio. Einwohnern, ein Kampf des reichen David gegen den immer noch wachsenden Goliath. Reiterer führt viele gute Gründe an, weshalb die Schweiz mit einem autonomen Entscheid der EU beitreten sollte. Es ist allerdings zu befürchten, dass die mehrhundertjährige Selbständigkeit unseres Landes mit Bürgern, die es nicht gewohnt sind, irgendwelche Autoritäten zu akzeptieren, auf jeden Fall aber mit dem Recht versehen, diese auch abwählen zu können, einen EU-Beitritt noch lange verhindern wird. Zudem haben die Vertreter Brüssels, dazu zählen auch die derzeit sehr aggressiven deutschen Politiker, noch nicht die Tonalität gefunden, welche sie den Schweizern, abgesehen von oberflächlichen Höflichkeiten, wirklich genehm machen. Reiterer selber gibt dazu ein treffendes Beispiel mit dem Satz: „Wenn wirklich das ganze Glück der Schweiz am Cervelat hängt, soll sie ruhig Rinderdärme aus Brasilien importieren.“ Der weltmännische Diplomat hat nicht begriffen, dass jede Schweizer Familie mit ihren Kindern in den Wäldern unseres Landes schon Cervelats gebraten hat. Es muss eine „100 % Cervelat“ sein, wie wir jetzt erfahren haben, denn in allen anderen steckt viel Fleischabfall. Die echten aber schmecken, an frischer Luft noch mehr, wirklich wunderbar.

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