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Tagesarchiv für 8. Februar 2008

Bleiben wir Jonathan Littell wohlgesinnt?

Freitag, den 8. Februar 2008 um 11:54

Es ist erstaunlich, wie der amerikanische Autor Jonathan Littell in seinem Buch „Die Wohlgesinnten“ mit Holocaust-Zahlen umgeht, ohne dass Proteststürme losgehen. Ich jedenfalls lerne aus diesem Buch, und Prof. Dr. Georg Kreis hat noch keinen Widerspruch erhoben, dass „die übliche Zahl von sechs Millionen“ getöter Juden nicht stimme. Woher die Zahl komme, wisse man auch nicht, vielleicht von Eichmann persönlich, bevor er hingerichtet wurde. Dr. Koherr, ein Mitarbeiter Himmlers, kam bis Ende 42 auf etwas unter zwei Millionen ermordete Juden, so Littell, distanziert sich dann aber von dieser Rechnung. Ein Prof. Hilberg, der mir weiter nicht bekannt ist, habe die Zahl von 5,1 Mio. ermordeter Juden glaubhaft vorgelegt, so der Verfasser des Buches. Dem stehen 20 Mio. tote Russen und 23 Mio. tote Deutsche als Folge des 2. Weltkrieges gegenüber. So wird der Schrecken noch grösser.

Merkwürdige Niederlage ungarischer Bischöfe

Freitag, den 8. Februar 2008 um 11:20

Sie wollten nach Auffassung der ungarischen Bischofskonferenz auch nach mehreren Messen an einem Sonntagvormittag mit Messwein im Blut über die ungarischen Landstrassen fahren. Die Bischöfe: „Es ist absolut notwendig, dass unsere Pfarrer bei den Messen Wein trinken.“ Sie wurden vom ungarischen Justizminister Albert Takacs abgeschmettert, denn in Ungarn gilt seit Anfang Jahr ein absolutes Alkoholverbot für Autofahrer, auch für katholische Geistliche. Diese Niederlage geht an die Substanz der katholischen Kirche, denn wer das „Blut Christi“ nicht trinkt, der hat nicht Anteil am echten katholischen Bewusstsein. Klein sind dagegen die Probleme unserer Bischofskonferenz: Pfarrer Szabo siegt nicht nur gegen Bischof Koch, sondern bringt diesen sogar aufs Krankenlager, homosexuelle Pfarrer werden nach Frankreich exportiert ohne dies den französischen Kollegen mitzuteilen, was unseren Nachbarkindern nicht gut bekommt, ein Pfarrer bringt sich gleich um, als die Medien sein Vorleben unter die Lupe nehmen. Unserer Bischofskonferenz fehlt es an Führung. Vital Huonder bringt seine Gemeinde auf streng römischen Kurs, die anderen folgen: Schritt für Schritt.

Berner Klee-Museum wird noch teurer

Freitag, den 8. Februar 2008 um 10:51

Wer die Intimität der Klee’schen Zeichnungen kennt, wird erstaunt sein über die Grösse des Klee-Museums in Bern. Es ist ein schöner Bau, innen wie aussen, und perfekt in die Landschaft der Voralpen eingefügt. Aber dieser Bau mit sehr hohen Sälen ist zu wenig intim für des Malers subtile Künste. Hat man zwei besondere Dinge miteinander gepaart, ohne das rechte Mass zu finden? Direktor Juri Steiner, aufgewachsen am ZüriSee, verlangt nun zu den jährlich 3,2 Mio Fr. Subventionen eine weitere halbe Million, damit es „in einer höheren Liga“ mitspielen kann. Das ist ehrgeizig gedacht, aber die in Bern regierende linksgrüne Fraktion wird dem wohl nachkommen. Klee’s Engel könnten sonst davonfliegen.

Neu: Arbeitslose in der Luxusklasse

Freitag, den 8. Februar 2008 um 10:40

Jeden Monat rücken in Genf dreissig Arbeitslose in die Luxusklasse auf, am Ende sollen es 1200 Minderbemittelte sein, die vom Staat Genf für eine 40stündige Arbeitswoche zwischen 3000 und 4000 Franken pro Monat erhalten. Nicht nur die Sozialdemokraten, auch die Freisinnigen (oder sind dies jetzt „Die Liberalen“?) unterstützen dieses Projekt, das nur eines anstrebt, Genf weniger schlecht dastehen zu lassen bei der Zahl der Arbeitslosen als dies heute der Fall ist. Alors, enfants….., Ihr nennt das „emplois de solidarité“, aber wie nennt dies Brüssel, die EU? Dort hat man einen Fördertopf für „Verlierer der Globalisierung“ geschaffen. Wer in den EU-Staaten lebt, kann nun ein normaler Arbeitsloser sein oder ein anerkanntes Globalisierungsopfer. Diese können sich, länger bezahlt, weiterbilden. Nehmen sie einen Job an, gibt es 700 Euro pro Monat extra, die einem Normal-Arbeitslosen nicht zustehen. Eine private Firma, die „Personalentwicklungs- und Arbeitsmarktagentur“, macht sich den Geldüberfluss in Brüssel zunutze, um ein neues Zweiklassen-System der Armut zu schaffen. Oft sind es in solchen Fällen Brüsseler EU-Beamte selber, die eine solche Nische entdecken und ein Vermögen damit machen.

 
     
     
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