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Tagesarchiv für 23. November 2007

EBK definiert Reichtum neu.

Freitag, den 23. November 2007 um 15:26

Die Eidg. Bankenkommission hat in meinem Rundschreiben definiert, wer als reich zu gelten hat. Dies trifft auf Menschen zu, deren Finanzanlagen mindestens CHF 2 Mio. netto ausmachen. Guthaben aus der 2. und 3. Säule zählen nicht dazu, ebenso nicht Immobilien, auch sehr grosse nicht. Was zählt, ist die Liquidität.
Der Reichtum der Schweiz zieht wichtige Organisationen an: Der Zahlungsverbund SWIFT baut soeben an geheim gehaltenem Ort in der Schweiz seine Europazentrale neu auf. Die EU kann nicht einmal den minimalen Datenschutz gegenüber den USA bieten, weshalb fünfzig Topjobs jetzt bei uns entstehen. SWIFT gehören über 8100 Finanzinstitute aus 208 Ländern an. UBS und Credit Suisse sitzen im 25köpfigen Aufsichtsgremium.

Berner FDP, die mit den Rockern tanzt

Freitag, den 23. November 2007 um 14:34

Die Krawalle vom 6. Oktober brachten das Fass zum Überlaufen. Jetzt wollen die bürgerlichen Parteien in der Stadt Bern die Wende schaffen und die träge gewordene rot-grüne Stadtregierung ablösen. Der Zeitpunkt scheint günstig. Das kommunikative Vorgehen der bürgerlichen Parteien, allen voran der Stadtberner FDP, verheisst jedoch wenig Gutes. Zu viele Unstimmigkeiten und halbherzige Dementis schaden der hier von Kleingewerblern dominierten Partei. Erst liess die Partei ihren anlässlich der SVP-Demo im Herbst unglücklich agierenden Polizeidirektor Stephan Hügli (mehr dazu unter welti.ch ) fallen, jetzt sickerte durch, dass man mit dem parteilosen Stadtoriginal Jimy Hofer, dem Mitglied der Berner Provinzrocker Broncos versucht, die bürgerliche Wende zu schaffen. Tatsache ist: Mit provinziellem Polittheater lassen sich keine Wechselwähler überzeugen. Die Wende ist nur dann zu schaffen, wenn die bürgerliche Front mit einheitlicher Diktion kommuniziert. Dringen weiterhin Intrigen und Mauscheleien an die Öffentlichkeit, wird die rot-grüne Politik auch in den nächsten Jahren die Stadt Bern lähmen.

Philippe Welti

Die Finanzkrise ist auch eine Kommunikationskrise.

Freitag, den 23. November 2007 um 13:40

Die „subprime“-Krise wäre leichter zu verdauen gewesen, hätten die Banken sie nicht verschärft mit eigenen Aussagen, wonach sie den anderen Banken nicht mehr trauen würden. Zwischenzeitlich verstecken sich unsere Bankiers angesichts der allgemeinen Hektik, vor allem in den eigenen Häusern, und weigern sich, ihre Kompetenz in Stellungnahmen zu beweisen. Ich frage mich sehr ernsthaft, was alle diese bankinternen Kommunikations-Genies wirklich in der Lage sind zu leisten. Sie haben die Krise herbeireden lassen und niemand war in der Lage, sie mit gekonnter Kommunikation zu beschränken. Die Banken, vor allem UBS und die CS Gruppe, stecken in einer Glaubwürdigkeits-Krise, die erst dann vorüber gehen wird, wenn die Kurse wieder steigen.

Crans-sur-Sierre wird wieder belebt.

Freitag, den 23. November 2007 um 10:30

Crans-Montana ist einer der grossen touristischen Standorte der Schweiz. Gaston Barras, einer der grossen Promotoren dieses Standorts, möchte nun mehr auf den Namen „Crans-sur-Sierre“ setzen, denn in Crans wohnen die wirklich Reichen, in Montana das restliche Volk. Aus einzelnen Chalets in Crans fliessen jährlich Steuern in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken in die staatlichen Kassen. Die Diskussion kommt in Gang.

Pakt mit dem Teufel

Freitag, den 23. November 2007 um 9:26

Frauen und Kinder fühlen sich in italienischen Stadien nicht mehr sicher. Die Situation erinnert an die Zustände in England in den 80er Jahren, bevor rigorose Massnahmen gegen Gewalttäter ergriffen wurden. Um sich die Gewalt aus ihren Stadien zu verbannen, haben sich die italienischen Fussballklubs auf Verhandlungen mit den gewalttätigen Ultras eingelassen. Mit fatalen Folgen: Die Klubs sind erpressbar geworden. Und ausgerechnet jetzt, nach der Entführung eines GC-Fans durch FCZ-Hooligans, fordert heute Dario Venutti im „Tages-Anzeiger“, die Klubs sollten Anführer von gewalttätigen Fans in die Verantwortung ziehen. Verhandlungen sind der falsche Weg. Nur mit Konsequenz und Stadionverboten kann sich der Schweizer Klubfussball von seinem Image des Proleten-Spektakels hin zum Familien-Event für alle entwickeln.

Philippe Welti

Bestechung ist eine Frage des Standorts

Freitag, den 23. November 2007 um 9:15

Während Siemens bereits unter Verurteilungen wegen seines riesigen Bestechungsskandals leidet und weitere erwartet, freuen sich die englischen BAE-Systems, die gleichartigen Vorwürfen ausgesetzt sind, dass Tony Blair ein Verfahren gegen sie abgewürgt hat unter dem Vorwand „nationales Interesse“. Hat Siemens nicht auch im nationalen Interesse Deutschlands bestochen? Und all die anderen Firmen? Bestechung ist offensichtlich eine Frage des Standorts, damit wird sie auf dem Hinterweg wieder legitim.

 
     
     
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