Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 20. November 2007

Meeresluft ist gefährlich.

Dienstag, den 20. November 2007 um 17:13

Wer glaubt, er erhole sich an der Nordsee oder an den Ufern des Mittelmeeres besser als in den Alpen, irrt. Schiffsabgase führen jährlich zu mehr als 26 000 Toten an den Küsten der Welt, wo die Menschen direkt betroffen sind. Die Krankheit äussert sich meist als Herz-Lungen-Leiden. Grund: Das Oel der Schiffe ist das schmutzigste überhaupt. Bis zum Jahr 2012 soll die Zahl der Toten weiter steigen, weil es mehr Schiffe geben wird.

FDP Schweiz: ratlos.

Dienstag, den 20. November 2007 um 16:56

Wohin ich komme, überall im Land wird mir versichert, die FDP sei am Ende. Es sind gestandene und besonnene FDP-Mitglieder, die mich solches wissen lassen. Sie sehen auch keinen Vorteil darin, dass junge FDP-Linke aus Bern oder der Westschweiz nun an das Ruder kommen. Mit der FDP, wie sie die Schweiz aufgebaut hat, sei es vorbei. Der Glaube an die Leistungen von alt Bundesrat Kaspar Villiger ist ebenso zusammen gebrochen wie das Vertrauen in Franz Steinegger, der zehn Jahre lang ausser sich selber niemand in der Partei aufbaute. Während Steinegger noch den Schein wahrte, die FDP sei zukunftsfähig, heisst die neue grosse Enttäuschung Fulvio Pelli. Dieser hat seit Amtsantritt als Parteipräsident tiefgreifende Programme versprochen, aber nichts davon geliefert. Niemand weiss mehr, wozu die FDP gut sein kann, dies vor allem angesichts einer SVP, die in Wirtschafts- und Finanzfragen in der Wirtschaft deutlich mehr Vertrauen geniesst. Bundesrat Dr. Christoph Blocher erhält ausschliesslich gute Noten für seine Amtsführung, dies sogar von den eigenen Mitarbeitern im Departement, die zu Beginn skeptisch waren. Fragen mich ältere langjährige FDP-Mitglieder, Frauen wie Männer, dann, was sie in Zukunft wählen sollen, antworte ich „eine neue FDP“. Pelli als Parteipräsident ist längst gescheitert, aber da niemand bereit ist, seine Aufgabe zu übernehmen, wird er als „dead man walking“ noch lange überleben können. Wer als Alternative zu ihm genannt wird, verspricht nichts Besseres; wenn sogar ein Otto Ineichen ungeduldig wird und neue Strukturen verlangt, ist dies nur ein Signal unter vielen. Die eigentlichen Schwergewichte halten sich zurück oder beschäftigen sich mit kleineren Personalintrigen. Im Vollgefühl der Macht ist es oft besser, sich bei kleinen Rochaden als Sieger zu fühlen als mit grossen Rochaden das politische Spiel vorzeitig abzubrechen. „Eine neue FDP“, ganz so wie Silvio Berlusconi gerade seine neue Partei vorgestellt hat, verlangt einen starken Financier mit politischem Talent. Dieser ist weit und breit nicht zu sehen, weshalb sich économiesuisse und unsere Konzernchefs ganz auf die SVP einstellen, Fulvio Pellis Gemischtwarenladen, genannt „alte FDP“, zieht hinter der Karawane her. Seinem grossen Förderer Peter Wuffli, einst CEO des UBS-Konzerns, wurde von Marcel Ospel, bekanntlich Freund von Dr. Christoph Blocher, ziemlich kurzfristig der Laufpass gegeben

Wirklich? Dem Dialog mit der Öffentlichkeit stellen?

Dienstag, den 20. November 2007 um 16:45

Gerade aus den Printmedien kommt immer wieder der Ruf, die Spitzenmanager der Wirtschaft und die Unternehmer müssten sich dem Dialog mit der Öffentlichkeit stellen. Ist dies wahr?
– Heinrich von Pierer, oberster Saubermann der deutschen Wirtschaft, hat Siemens in die tiefste Krise seiner Geschichte geführt. Pierer hat meisterhaft dialogisiert, aber wem hat dies etwas gebracht?
– Marcel Ospel, grösster lebender Bankier der Schweiz, spricht nicht mehr zur Öffentlichkeit seit die Verluste seiner Bank, der UBS, immer grösser werden. Warum sollte er? Damit werden die Verluste nicht geringer. Er muss jetzt Erfolge aufweisen können.
– Peter Brabeck und Daniel Vasella, Solo-Chefs von Nestlé und Novartis, Freunde und Geschäftspartner, geben gelegentlich Interviews und halten – noch seltener – Vorträge in der Öffentlichkeit. Was wissen wir über beide Firmen? Nestlé scheint sich seit einigen Monaten wieder zu fangen, was man von Novartis nicht sagen kann. Was soll der Dialog?

Natürlich, er soll Vertrauen bilden, aber dieses entsteht nur, wenn nachhaltig die Wahrheit gesagt wird. Wer kann sich dieses heute noch leisten? Eternit hat nicht nur viele Menschen vergiftet sondern, wie sich jetzt herausstellt, auch eng mit Hitler-Deutschland zusammen gearbeitet. Was sollte Stephan Schmidheiny dazu sagen? Er zog die richtige Konsequenz und wanderte nach Südamerika aus.

Merke: Dialoge setzen Wissen der Dialogpartner voraus. Weder über Siemens noch über UBS, Nestlé und Novartis, auch nicht über Eternit, wussten wir genug.

Stefan Aust, der Chefredaktor als Manipulator.

Dienstag, den 20. November 2007 um 15:33

Es ist doch eine Legende, dass Chefredaktoren die ihnen unterstellten Medien nicht manipulieren. Im Gegenteil, ein Chefredaktor, der dies nicht tu, verdient den Namen nicht. Nehmen wir das Beispiel von Stefan Aust, Chefredaktor des „Spiegel“, der die Windenergie in seinem reiterischen Umfeld so wenig schätzt wie als Energieträger überhaupt. Er liess daher im „Spiegel“ einen Artikel gegen die Windenergie drucken. Aus Rache an einem Hamburger Bürgermeister-Kandidaten liess er diesen im „Spiegel“ kritisch bewerten, sodass er die Wahl verlor. Waren nicht alle grossen Chefredaktoren so? Wir einfachen Menschen verlangen Wahrheit und Ehrlichkeit oder mindestens das, was wir darunter verstehen. Schon Physiker wissen, oben wehen andere Winde.

Merke: Natürlich ist dies keine Empfehlung von mir und schon gar nicht sind Schweizer Chefredaktoren betroffen, die sich über ein Ethos auszeichnen, das seit den Freiheitskämpfen im 19. Jahrhundert nur gewachsen ist. Nicht wahr?

Die Türkei ist unterbewertet.

Dienstag, den 20. November 2007 um 11:27

Wenige verstehen bei uns, wie stark die Türkei geworden ist:
– 70 Mio. Menschen, davon zwei Drittel jünger als 35 Jahre
– 400 000 Uni-Absolventen jährlich
– BIP-Anstieg von über 120% in den letzten vier Jahren
– Die 17grösste Volkswirtschaft der Welt, die sechstgrösste der EU

Wir alten Europäer wehren uns gegen die jungen Europäer; wie lange noch?

Guantanamo: Das merkwürdigste Gefängnis der Welt.

Dienstag, den 20. November 2007 um 9:17

Wo einst 700 Gefangene einsassen, sind es heute noch gegen 300, meist aus Saudi Arabien, Afghanistan und dem Jemen: Guantanamo. Bisher gab es nur einen Verurteilten, ein Australier. Dafür gab es vier Selbstmorde von Gefangenen und zehnmal mehr Versuche. 400mal wurden die Gefängniswärter bespuckt. In der Bibliothek stehen über 5000 Bücher; ausgehändigt wurden bisher auch 1600 Exemplare des Korans. Der durchschnittliche Gefangene hat über 10 kg zugenommen, dies bei 4 200 Kalorien pro Tag. Wirklich eine merkwürdige Einrichtung. Kalowjew, als er die Schweiz Richtung Russland verliess, war sichtlich abgemagert, wirkte aber munter.

Akzeptieren wir doch die neuen Sitten.

Dienstag, den 20. November 2007 um 8:22

Während heute eine normale Ehe in der westlichen Welt 45 Jahren dauert, waren und sind es im allgemeinen auf dieser Erde für den anderen Teil der Bevölkerung nur 18 Ehejahre im Schnitt. Weil unsere Lebenszeit auf 700 000 Stunden angestiegen ist, haben wir auch mehr Zeit zur Selbstverwirklichung. Noch in meiner Jugend galt ein Land als hoch entwickelt, wenn es besonders viel Stahl herstellte (aus kriegerischen Gründen notwendig); heute verwirklichen wir uns in der Dienstleistung und im Konsum. Meist sind es nur die älteren Menschen, die etwas für die Gesellschaft tun; die Jungen haben kaum Zeit dafür.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog