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Was bedeutet ein Iran-Krieg für die Börse?

19. November 2007 um 13:55

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass vor den kommenden Wahlen in den USA ein Einmarsch alliierter Truppen in den Iran erfolgt. Was bedeutet dies für unsere Börse SWX? Zwar ist der Krieg der Vater aller Dinge und der Iran-Krieg hat den Börsenaufschwung eher begünstigt, aber gilt dies auch für einen weiteren Fall? Der Dollar könnte in den Keller fallen, aber ein Krieg ist auch eine besondere Art der Wirtschaftsförderung. Für die jetzt in den Bremsgang übergehende US-Wirtschaft wäre ein Krieg keine schlechte Voraussetzung für einen Aufschwung. Jedoch, was tut Putin dann? Sarko und Merkel sind deutlich zu George W. Bush übergeschwenkt, Brown wird nichts anderes übrig bleiben, als mit dabei zu sein.
Ein Krieg gegen den Iran würde auch eine Stärkung der christlichen Kirchen mit sich bringen, vor allem der römisch-katholischen, die sich seit einiger Zeit auf ihre Kernkompetenzen besinnt. Die Kirche hat Erfahrung mit Heiligen Kriegen, hat sie doch schon den Sieg der katholischen Armee gegen die Türken in der Schlacht von Lepanto mit dem Rosenkranzfest am 7. Oktober gewürdigt. Die Jungfrau Maria war bis ins 18. Jahrhundert die „göttliche Heerführerin“ gegen die Türken. „Beten und dreinschlagen“ (Rosenkranz und Schwert) war für die katholischen Christen kein Widerspruch.

Merke: Bevor ich mit Mails überschüttet werde – der israelische Althistoriker Aharon Oppenheim hat soeben in München wissen lassen, die Idee des Heiligen Kriegs sei von den Juden ausgegangen, als sie sich gegen die Seleukiden-Herrschaft zur Wehr setzten. Diese Aufstände waren die ersten Religionskriege in der Geschichte.

2 Kommentare zu “Was bedeutet ein Iran-Krieg für die Börse?”

  1. Adrian M.

    Der Schreiber dieses Artikels hat sich wohl sehr in seiner Phantasie verirrt. Durch einige aus der Luftgegriffene Details versucht man dem Leser hier zu zeigen, dass sowohl die bösen Amerikaner und Europäern sich mit den fanatischen Katholiken zusammenschliessen, um einen heiligen Krieg gegen den Iran anzuzetteln. Schlussendlich folgen dann alle dem Ruf der Amerikanern, die doch nur die Börse wieder stärken wollen. Sogar Walt Disney hat glaubwürdigere Geschichten geschrieben.

  2. Jean-Claude

    @) Adrian M.: Die Verbindung zum Katholizismus sehe ich in der Tat auch nicht beim Thema Iran. Stöhlkers Rückgriff auf die Kreuzugsmentalität kann ich aber sehr wohl nachvollziehen. Die Vorbereitungsphase für einen militärischen Schlag gegen den Iran ähnelt doch sehr jener, die wir vor dem Irakkrieg erlebt haben. Die Oeffentlichkeit wird langsam aber kontunuierlich darauf eingestimmt. Und es scheint, als fielen wir erneut darauf herein.

    Auf unsere Medien ist auch hier kein Verlass. Kaum ein Journalist hält es für nötig, sich vor Ort im Iran umzuschauen. Ausser der Einzelkämpfer Ulrich Tilgner, der den gesamten deutschssprachigen Raum medial mit diesem Thema versorgt. Sicher ein guter Mann. Aber gemessen an der Unzahl von Journalisten, die sich, sagen wir mal, um Weltereignisse kümmert wie das Jubelbuch des Generalstabschefs Kekeis und wer die 100 000 Franken dafür bezahlt, ist die Auslandberichterstattung über wirklich heikle Brennpunkte wie Iran doch äusserst kümmerlich.

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