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Tagesarchiv für 19. November 2007

Putins Aufstieg – Bush II’s Abstieg

Montag, den 19. November 2007 um 16:19

Wladimir Putin mag nicht von allen geliebt werden, aber in seiner Regierungszeit ist Russland stärker geworden und meldet wieder Weltmachtansprüche an. Er hat einige Oligarchen enteignet, weil er deren Firmen in russischer Hand behalten wollte, was sich im nachhinein für das Land als vorteilhaft herausgestellt hat. Sogar wir in der Schweiz sollten einmal überlegen, was wir nicht verkaufen wollen, nachdem Nestlé, UBS und CS Group, Swiss und viele andere eigentlich Schweizer Unternehmen in ausländischer Hand sind. Im Gegensatz dazu bietet George W. Bush mit seiner Administration ein jämmerliches Bild: Zwei mühsame Kriege im Irak und in Afghanistan, Chaos in Pakistan, sinkender Einfluss in Lateinamerika. Den Amerikanern selber geht es immer schlechter statt besser. Was Putin kann, kann Bush II. offensichtlich nicht.

Scheinheilige Linkspolitiker

Montag, den 19. November 2007 um 15:16

Weil die Reste der Schweizer Linken, vorwiegend SP-Politiker, längst verbürgerlicht sind, ziehen sie ihre Kinder auch dort aus Schulen ab, wo zu viele Ausländerkinder das Bildungsklima verschlechtern. In den Sonntagsreden predigen sie Integration, am Montagmorgen nehmen sie ihre Kinder aus den einfachen Schulen weg und suchen für sie „bessere“ Lehrstätten.

Merke: Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral.

Was bedeutet ein Iran-Krieg für die Börse?

Montag, den 19. November 2007 um 13:55

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass vor den kommenden Wahlen in den USA ein Einmarsch alliierter Truppen in den Iran erfolgt. Was bedeutet dies für unsere Börse SWX? Zwar ist der Krieg der Vater aller Dinge und der Iran-Krieg hat den Börsenaufschwung eher begünstigt, aber gilt dies auch für einen weiteren Fall? Der Dollar könnte in den Keller fallen, aber ein Krieg ist auch eine besondere Art der Wirtschaftsförderung. Für die jetzt in den Bremsgang übergehende US-Wirtschaft wäre ein Krieg keine schlechte Voraussetzung für einen Aufschwung. Jedoch, was tut Putin dann? Sarko und Merkel sind deutlich zu George W. Bush übergeschwenkt, Brown wird nichts anderes übrig bleiben, als mit dabei zu sein.
Ein Krieg gegen den Iran würde auch eine Stärkung der christlichen Kirchen mit sich bringen, vor allem der römisch-katholischen, die sich seit einiger Zeit auf ihre Kernkompetenzen besinnt. Die Kirche hat Erfahrung mit Heiligen Kriegen, hat sie doch schon den Sieg der katholischen Armee gegen die Türken in der Schlacht von Lepanto mit dem Rosenkranzfest am 7. Oktober gewürdigt. Die Jungfrau Maria war bis ins 18. Jahrhundert die „göttliche Heerführerin“ gegen die Türken. „Beten und dreinschlagen“ (Rosenkranz und Schwert) war für die katholischen Christen kein Widerspruch.

Merke: Bevor ich mit Mails überschüttet werde – der israelische Althistoriker Aharon Oppenheim hat soeben in München wissen lassen, die Idee des Heiligen Kriegs sei von den Juden ausgegangen, als sie sich gegen die Seleukiden-Herrschaft zur Wehr setzten. Diese Aufstände waren die ersten Religionskriege in der Geschichte.

Was ist moderner Fussball wirklich?

Montag, den 19. November 2007 um 11:13

Der Fussball fängt dort an, wo Sepp Blatter sitzt, in einem Palast neben dem Zürcher Zoo, wo der geniale Oberwalliser seine Millionenpläne wälzt. Gleichzeitig beschwört er den Fussball als völkerverbindendes Instrument, das die Jugend von der Strasse und in die Stadien holt. Die Fussballer selber seien strahlende Helden der Ballkunst, die elegant dribbelnd vor dem Tor Wunder tun. Selbstverständlich sei dies auch Entwicklungshilfe, wie demnächst in Südafrika zu beobachten sein wird.
Sehe ich die Gesichter der Spieler in der Arena, kann ich nur Aggression feststellen. Sehe ich die Fans, stelle ich die gleichen Aggressionen fest. Auch zu kleinen Spielen werden hunderte von Polizisten aufgeboten, um die Emotionen unter Kontrolle zu halten. Das Fernsehen, Milliarden an den Fussball zahlend, heizt die Emotionen noch auf. Sepp Blatter hat aus der FIFA ein Big Business gemacht; das ist seine entscheidende Leistung.
Nun aber platzt Ueli Hoeness, eine weitere Kultfigur, in die Szene. Er beschimpft die Fans als „Sozialticket-Empfänger“. Mit „sieben Euro aus der Südkurve“ sei kein Stadion für eine halbe Milliarde Franken zu bauen. In diesem Augenblick wird aus dem Proletarier-Fussball der Kapitalisten-Fussball; die von der FIFA aufgebauten Schleier zerreissen. Die Fans meinen aber immer noch, sie seien der Fussball. Welcher Irrtum, „it’s the money, stupid“.

Die spanische Königsfamilie lässt nichts anbrennen.

Montag, den 19. November 2007 um 10:35

Kaum hat König Juan Carlos einen amtierenden Regierungschef angefaucht, er solle lieber schweigen, dies zur Verteidigung seines eigenen Regierungschefs, den als umstritten zu beschreiben nicht als Sünde gilt, hat die spanische Justiz zwei Mitarbeiter einer Satirezeitschrift, die den Kronprinzen verulkten, zu einer Strafe von je Euro 3000.—verurteilt. Dieses francistische Gehabe angesichts eines Königs, der einmal im Verdacht stand, seinen Bruder erschossen zu haben, erstaunt in einem Spanien, das durchaus zu einem meiner Vorzugsländer gehört.

Merke: Zur Macht gehört auch die Eleganz.

Ein Haus in Südafrika – nicht ohne Risiken.

Montag, den 19. November 2007 um 9:04

Ein erfolgreicher Jungbanker in London hat nicht nur ein Appartement in Verbier, sondern auch ein Haus in Südafrika. Diese werden uns als besonders schön und günstig angepriesen. Jetzt, 16 Jahre nach dem Ende der Apartheid, ist Südafrika bei weitem kein sicheres Land. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt gerade einmal 49 Jahre, tendenziell sinkend, weil fast 20% der jüngeren Einwohner an AIDS leiden. Natürlich finde ich die Garden Coast, das Kap und Namibia auch sehr schön, aber die Umgebung stimmt einfach nicht. Deshalb ziehen es die wirklich reichen Südafrikaner auch vor, in der Schweiz zu leben. Von der „zuhause“ gebliebenen Bevölkerung zahlen nur noch zehn Prozent Steuern.

 
     
     
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