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Tagesarchiv für 15. November 2007

Verleger sind eher Verschweiger.

Donnerstag, den 15. November 2007 um 17:27

Unsere Redaktionen geben sich grösste Mühe, den Firmen und deren Spitzenmanagern nachzuweisen, dass sie schlecht kommunizieren. Besonders betroffen davon sind derzeit UBS, CS Group, Novartis, aber auch Swiss Re und Swiss Life. An diesen Vorhaltungen ist manches wahr; aber unverständlich ist es, dass die Verleger selber und deren CEOs sich kaum Mühe geben, ihre eigene verantwortungsvolle Tätigkeit, die zudem immer mehr vom Staat subventioniert wird, zu erklären. Demzufolge haben wir auch kaum noch Journalisten, die es wagen, den Verlegern die richtigen Fragen zu stellen. Tun sie es doch, schaden sie nicht nur ihrer eigenen Karriere, sondern werden eher schnöde abgefertigt. Daher lässt sich sagen, die Verleger und deren Führungsmannschaft nehmen ihre eigenen Medien nicht ernst, was kein gutes Signal für andere Unternehmer ist. Dem entspricht, wie in einer guten Familie, dass auch die Journalisten nicht die geringste Lust zeigen, die Leistungen ihrer Kollegen genauer unter die Lupe zu nehmen. In dieser Hinsicht sind sogar die Bankiers weiter als die Medienbranche: Sie greifen sich gegenseitig an, werten sich sogar gegenseitig ab und machen sehr klar deutlich, was sie von der eigenen Konkurrenz halten: im allgemeinen wenig. Journalisten jedoch sitzen abends beim Bier wieder zusammen, sprechen über gute Geschichten und bessere Jobs.

Merke: Diese geschlossenen Systeme haben die Eigenschaft aufzubrechen, der Anstoss kommt immer von aussen.

Die USA sind unberechenbar geworden.

Donnerstag, den 15. November 2007 um 11:42

Ob die Republikaner die Wahlen in einem Jahr verlieren werden, ist noch nicht sicher. George W. Bush hat im Irak wie in Afghanistan zwei wichtige Kriege verloren; das gilt auch dann, wenn die UNO im Irak und das Team Merkel/Sarkozy in Afghanistan zu Hilfe eilen. Ein US-Angriff auf den Iran ist kaum denkbar, zumal sich Russland kaum zur Unterstützung bereit finden wird. Dass die Bush II-Administration einen kriegerischen Ausweg sucht, zeigen zwei Zahlen: USD 547 Milliarden sind verlangt für die Kriege der Amerikaner im kommenden Budgetjahr; dem Aussenministerium stehen für die friedlichen Verhandlungswege USD 47 Milliarden zur Verfügung, 6.5 % des „war budgets“. Mit 4,2% des BIP ist dies weniger als1968 (Vietnamkrieg) und 1988 (Kalter Krieg), aber ein Mehrfaches dessen, was die US sonst in Vorkriegszeiten bereitstellten. Das heisst, ein neuer heisser Krieg ist aus Sicht der Administration durchaus finanzierbar.

Medien: Der Freiheit eine Gasse.

Donnerstag, den 15. November 2007 um 9:46

Haben Philipp Jakob Siebenpfeiffer, Rudolf Augstein und Frank A. Meyer etwas gemeinsam? Siebenpfeiffer, Anführer des Hambacher Festes, wurde festgenommen, musste in die Schweiz fliehen und starb entnervt in der Privatirrenanstalt in Bümpliz bei Bern. Rudolf Augstein wurde 1962 durch die „Spiegel“-Besetzung in den journalistischen Adelsstand erhoben. Frank A. Meyer’s „Cicero“ wurde im September 05 in Berlin durchsucht und machte daraus eine gute Marketingstory. Man sieht, die Zeiten werden ziviler. Karl Mannheim wird damit bestätigt, der schon 1931 feststellte: „Denkinhalte werden durch den sozialen Standort der Denkenden bestimmt. Beruf, religiöser Hintergrund und Generationserfahrung sind dabei ausschlaggebend.“ Wie wahr, sehen wir nur, wie die sozial absinkenden Klassen, angeleitet von Vertretern der Wirtschaftselite, in unserem Land zur SVP übergelaufen und die einstigen Linken an die Front der Chicago-boys übergewechselt sind. Das Sein bestimmt den Sinn.

 
     
     
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