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Tagesarchiv für 7. November 2007

Schweizerin enthüllt NATO-Politik der Schweiz

Mittwoch, den 7. November 2007 um 17:31

Es ist eine Frau, Dr. phil. Judith Barben, Absolventin der Uni Zürich, welche den Weg der Schweiz in die NATO nachzeichnet. Kein Politiker, kein Wirtschaftsführer und schon gar kein Offizier wagen zu sagen, was Judith Barben feststellt:
– Bundesrat Cotti unterzeichnete 1996 die „Partnerschaft für den Frieden“ mit der NATO. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe zum NATO-Beitritt. Zehn ehemalige PfP-Staaten sind heute NATO-Mitglied.
– Die NATO ist kein Verteidigungsbündnis mehr, sondern führt Angriffskriege in anderen Ländern.
– Mit der Einführung von Berufssoldaten (1999) wird die Integration in die NATO gefördert. „Durchdiener“ sind neue Formen für Berufssoldaten.
– Die Selbstverteidigungsfähigkeit der Schweiz wurde seither deutlich geschwächt, indem die Armee laufend verkleinert wird.

Daran zeigt sich, dass die ganze SVP-Unabhängigkeits- und Neutralitätspolitik ein fauler Zauber ist.

Marchionne, kein leichter Job.

Mittwoch, den 7. November 2007 um 17:31

Alleine der Einsitz im VR der UBS dürfte Sergio Marchionne einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Die dort herrschende Haudegen-Kultur muss sich entscheiden zwischen „Kopf einziehen und hindurch“ oder einer neuen Struktur, die dann auch eine neue Führungsstruktur bedeutet. Marcel Ospel steht für Können und Kontinuität; weshalb er das heranziehende Fiasko nicht gespürt hat, muss derzeit unbeantwortet bleiben. Ospel hat sich wieder einmal in die Wüste zurückgezogen und lässt die Welt rätseln. Ob dies gut ist, darf ernsthaft bezweifelt werden.
Sergio Marchionne, erfolgreicher CEO des Fiat-Konzerns, hat aber auch in Turin Spannungen zu genüge. Sein Chef, der 31jährige John Elkann, lässt sich zunehmend als Retter von Fiat feiern; er gesteht Marchionne zu, „brillante Ergebnisse“ zu liefern. Elkann wird von seiner Mutter gejagt, die mehr Konzerngeld möchte. Die Agnellis waren selten langweilig.
Kein Wunder, dass Marchionne in Gedanken war, als er einem Renault auf einer Schweizer Autobahn in den Kofferraum fuhr. Sein Kopf war sicher anderswo.

Ein Stern erlosch.

Mittwoch, den 7. November 2007 um 17:31

Lateinamerika würde etwas fehlen, gäbe es nicht die H. Stern-Boutiquen, die besser als viele andere die Magie der Juwelen zum Ausdruck bringen. Hans Stern, der Gründer des drittgrössten Schmuckkonzerns der Welt, emigrierte 1939, 17jährig, mit seinen Eltern nach Brasilien. Der gebürtige Essener, später „König der Edelsteine“ genannt, gründete schon 1945 sein eigenes Unternehmen. An seinem Beispiel wird deutlich, wie Europa über Jahrhunderte seine besten Menschen zur Auswanderung gezwungen hat. Kein Wunder, dass es heute so klein geworden ist. Hans Stern ist dieser Tage getorben.

Das Schweizer Volk wird entwaffnet.

Mittwoch, den 7. November 2007 um 17:30

Unsere nicht mehr sehr gebildete Jugend weiss natürlich nicht mehr, dass die eigene Waffe im Schrank ein wesentliches Merkmal des freien Mannes ist. Diktaturen haben stets darauf geachtet, dass dem Volk keine Waffen zur Verfügung standen. Das Recht auf die eigene Waffe stand stets nur der Oberklasse zu. Von daher ist es erstaunlich, wie sich das Schweizer Volk seit einigen Jahren ohne Gegenwehr entwaffnen lässt. Einem US-Amerikaner würde es nie einfallen, seine Waffe abzugeben, auf die er ein Recht hat. Von daher habe ich Verständnis für SVP-Nationalrat Werner Gartenmann, dessen Partei ich sonst nur mit Handschuhen anfasse, wenn er sich gegen die Abgabe der Taschenmunition wehrt. Er beharrt auf ein Recht, das seine und unsere Vorfahren sich bitter erkämpft haben. Dieses Volksrecht steht höher als die Sorge, Einzelne würden mit dieser Freiheit falsch umgehen.

Warum ich gegen die grünen Parteien bin.

Mittwoch, den 7. November 2007 um 17:30

Martin Bäumle hat eine grünliberale Zürischnurre, um die man ihn beneiden darf. Der bekennende Töff-Fahrer hat jedoch ein Weltbild, das ich für absolut unrealistisch halte, denn er empfiehlt uns:
– Nicht zu ausländischen Weihnachtsmärkten fliegen, sondern in Züri einkaufen,
– Die täglich zweistündige Autofahrt zur Arbeit soll abgeschafft werden,
– Viele Skigebiete solle man stillegen und daraus ökologische Ausgleichsflächen machen.

Wer solches verlangt, drischt Stroh. Schon die Gründung seiner Bündner Kantonalpartei verlangt stundenlange Anfahrten, die der Umwelt mehr Schaden zufügen als er je wieder gutmachen wird.

Was lieben die Deutschen an den Schweizern?

Mittwoch, den 7. November 2007 um 14:27

Dieter Moor, der in der ARD gerade wieder eine Spätabend-Moderation starten durfte, die kaum bemerkt wurde, hat sich Esel zum Vorbild genommen. Diese seien weniger starrsinnig als intelligent, denn man müsse sie überzeugen. Es ist dieser – vermutete – Qualitäts-Starrsinn der Schweizer, der die Deutschen an uns fasziniert. Auch Dr. Roger Schawinski hat behauptet, er habe SAT 1 nur besser machen wollen. Das gilt für Roger Köppel, der die deutsche „Welt“ in Schwung bringen wollte, das wollte auch Roger de Weck, der sich an der „Zeit“ versuchen durfte, die aber erst nach ihm, bei seinem Nachfolger, zu florieren begann. Die Deutschen lieben an uns Schweizern die Idee der Qualität; sie werden sich davon nicht abbringen lassen.

Brauchen wir in Zürich den Club of Rome?

Mittwoch, den 7. November 2007 um 13:47

Überall, wo ich das Thema anschneide, spüre ich Skepsis. Es ist auffallend, dass der Zürcher Stapi Dr. Elmar Ledergerber den Club of Rome im Alleingang nach Zürich holen wollte, SP und FDP winkten den Vorgang durch, die SVP stimmte, leicht zähneknirschend zu. Markus Schwyn, Präsident der „Partei für Zürich“, und Susi Gut stürmten im Alleingang auf das politisch offene Tor zu. Mit der angesagten Abstimmung verankerten sie ihre junge Partei in der Öffentlichkeit. Der Club of Rome war nur einmal erfolgreich, und zwar 1972 mit der Fehlprognose, wir stünden im Jahr 2030 vor dem Weltuntergang. Für solche Künstler unser Steuergeld hinzulegen, ist ein Hochrisiko. Ausserdem, die angebotene Villa am See ist wahrscheinlich jene unseres abgehenden Schauspielhaus-Intendanten. Auch diesem war in Zürich wenig Glück beschieden. Eberhard von Koerber, der zur globalen Elite zählt (oder zählte), muss den Schweizer Volkswillen ernst nehmen.

Schweiz beim Vatikan überrepräsentiert.

Mittwoch, den 7. November 2007 um 13:27

Mit 0,3% aller römisch-katholischen Gläubigen, aber drei Kardinälen (Schwery, Agustoni und Cottier) und zwei Erzbischöfen (Zurbriggen und Tscherrig), ist die Schweiz beim Vatikan überrepräsentiert. Dies gilt vor allem gegenüber den hispanischen und afrikanischen Völkern, die in der römischen Hierarchie trotz einer Überzahl an Gläubigen schlecht vertreten sind. Die Kardinäle sind Berater des Papstes und dürfen, soweit sie jünger als 80 Jahre sind, den neuen Papst auch wählen.

Karl der Kühne war ein Dummkopf

Mittwoch, den 7. November 2007 um 11:41

Die Schweizer erkämpften ihre Freiheit vor Murten gegen einen Dummkopf. Karl der Kühne, der sich irrtümlicherweise auf dem Weg zum Kaisertum sah, hiess nämlich richtig „Charles le Téméraire“, Karl der Tollkühne. Kühn im Sinne von tapfer, nicht tolldreist, war Philipp, der das Burgunderreich 100 Jahre früher begründete. Karl der Tollkühne, der uns bei Grandson schlug, um gleich anschliessend in die Landsknechtsfalle zu laufen, musste in Murten flüchten und die bernische Burgunderbeute hinterlassen. Vor Nancy verliess der Condottiere Campobasso mit seinen Truppen das Lager des Dummkopfs, was dessen Ende besiegelte. Das Überleben der Schweiz war damit bis zum Ende des 30jährigen Krieges und Napoleon I. gesichert.

Das Neue ist das Alte.

Mittwoch, den 7. November 2007 um 10:33

In den USA und England ist es jetzt grosse Mode, an den Programmen „Identity through Initiative“ teilzunehmen, um sein eigenes Ich zu stärken. Bei mir hiess dies seit ich 16 Jahre alt war „Im Zweifel tun“. Ich kann dies nur allen zur Nachahmung empfehlen; gelegentlicher Ärger kann die vielen daraus resultierenden Freuden bei weitem nicht zerstören. Ein falscher Weg ist es jedoch, wie dies fast eine halbe Million Deutsche jetzt schon jährlich tun, sich mit Nasenkorrekturen, Brustvergrösserungen und Faltenbehandlungen auf diesen Weg zu begeben. Das ist „samsala“ (altes Hinduwort).

 
     
     
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