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Tagesarchiv für 5. November 2007

Was hat Champagne mit Ebbelwei zu tun?

Montag, den 5. November 2007 um 17:21

Unsere Westschweizer Winzergemeinde Champagne musste auf Weisung Frankreichs den eigenen Markenbegriff aufgeben zum Vorteil der „echten“ EU-Marke Champagne aus Frankreich. Der Ärger bei uns war nicht grösser als jener zur Zeit in Frankfurt, wo die EU-Behörden es verbieten, künftig zum Volksgetränk Ebbelwei zu sprechen. Der Apfelwein sei kein Wein, sondern was…..? Das ist den Frankfurtern gleich, sie wollen ihren Ebbelwei/Apfelwein behalten, EU hin oder her. Wenn diese behauptet, wenn Wein draufstehe, müssten auch Trauben drin sein, kann erwidert werden, wo Volksrechte und Demokratie behauptet werden, sollten auch welche drin. Dies aus Chamapagne und der Ebbelwei-Hauptstadt Frankfurt.

„Time for the Bundesmacht“

Montag, den 5. November 2007 um 17:21

Seit Jahren erleben wir eine Hitler-Renaissance bis hin zu Versuchen amerikanischer Autoren, ihn positiv zu interpretieren. Unser Schweizer Schauspieler-Star Bruno Ganz hat mit seiner verständnisvollen Interpretation auch einiges dazu beigetragen. Ein neuer Höhepunkt dieser Entwicklung ist in der „NYT“ vom 3. November 07 zu lesen, wo Roger Cohen unter dem Titel „Time for the Bundesmacht“ schreibt: „Remember the Wehrmacht? It was a formidable fighting force“. Lese ich richtig, verstehe ich richtig? Ein Jude lobt in der „NYT“ die Leistungen der deutschen Wehrmacht, von der man heute bestens weiss, wie sie die Juden, Polen, Russen, Roma und viele andere gnadenlos vernichtet hat? Im nächsten Satz wird klar, warum Cohen dieses Zugeständnis macht: „The modern German army, the Bundeswehr, is also very effective. Thing is, it is reluctant to fight or even place itself in danger.“ Die Lage der US-Truppen in Afghanistan ist derart desolat, dass wieder der Ruf erschallt „Germans to the front“. Schon Brecht schrieb „O Wandel der Zeiten, du Hoffnung des Volks.“

Arme ARD, jetzt mit Dieter Moor.

Montag, den 5. November 2007 um 17:20

Die einst berühmte ARD-Sendung „Titel, Thesen, Temperamente“ wird jetzt vom Schweizer Misserfolgs-Moderator Nr. 1, Dieter Moor, vorgestellt. Arme ARD, sie weiss wirklich nicht mehr, wie sie ihr Geld verschleudern und wo sie aus dem 80 Mio.-Deutschland talentierte Köpfe holen soll. Die besten Unterhalter kamen ohnehin meist aus Holland, der Schweiz oder der früheren DDR. Offensichtlich ist die Zeit der rheinisch-hessischen Frohnaturen („Ebbelwoi“; „Mänz, wie es singt und lacht“) ohnehin vorbei. Moor hat die Schweizer TV-Zuschauer derart gelangweilt, dass sie ihm in Scharen davonliefen. Das ARD hat die Sendung, die einmal zur Hauptsendezeit ausgestrahlt wurde, vorsichtshalber auf 23.00 Uhr verlegt. Gerüchteweise war zu vernehmen, man habe auch bei der ARD nicht gewusst, weshalb Moor, aber dies sei eben das spezielle an ihm.

Merke: Wir Schweizer sind eine seltene Art.

Jüdische Toleranz

Montag, den 5. November 2007 um 16:36

Es gibt sie doch, sagt André Bollag, der zugibt, dass sogar Juden dies bestreiten. Zusammen mit Shellah Kértesz („Toleranz und Respekt sind unverzichtbar“) will er die Leitung der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich im Co-Präsidium übernehmen. Beide wollen sich für die Wünsche der jungen Juden einsetzen, um sie verstärkt zu integrieren. Deren Wunsch nach Steuersenkungen, so André Bollag, stehe jedoch im Widerspruch zu den Kosten, die durch die Pflege der älteren Menschen entstehe, denen man sich ebenfalls widmen möchte.

Wer die SVP analysieren will, muss nach München.

Montag, den 5. November 2007 um 16:12

Für unsere geliebte SVP gab es immer nur ein Vorbild: Franz Josef Straussens bayrische CSU. Dort tut sich seit kurzem Grosses: Günther Beckstein heisst der neue Ministerpräsident. Er gibt die Linie auch für unsere SVP wie folgt vor:
– „Wir sind eine Partei der Mitte, in der auch die demokratische Rechte ihren Platz hat.“
– „Wir dürfen nicht zu der unseligen Praxis zurückkommen, bei der ganze Jahrgänge über den Vorruhestand in die Sozialsysteme abgeschoben worden sind.“ Bei uns in der Schweiz heisst dies IV.
– „Es ist wichtig, dass wir auch in Zeiten der Globalisierung die Welt nicht nur als Weltwirtschaft verstehen, sondern auch als eine Werteordnung.“ Beckstein sieht man regelmässig in der Kirche und beim Papst; von Blocher, obwohl Pfarrerssohn, ist derlei nicht bekannt.
– Zu Rauchverboten sagt er: „Es ist ja bekannt geworden, dass ich für die grossen Festzelte eine Ausnahme gemacht hätte, denn da ist die Kontrolle schwierig.“ Blocher äussert sich dazu nicht.
– „Ich habe immer darauf geachtet, dass auch Muslime Möglichkeiten für angemessene Gebetsräume haben. In Nürnberg und Fürth habe ich an den Verhandlungen für entsprechende Grundstücke mitgewirkt.“ Nun, das möchte ich noch sehen, wie Christoph Blocher den ehrlichen Moslems hilft.

Peter Spuhler eröffnet Jagd auf Swisscom

Montag, den 5. November 2007 um 15:40

Schon Bundesrat Dr. Christoph Blocher wollte die Swisscom verstaatlichen, sein Freund Martin Ebner, der dringend wieder grössere Deals braucht, natürlich auch. Jetzt hat Parteifreund Peter Spuhler, der als VR der UBS nicht ganz ausgelastet ist, bereits die Jagd auf die Swisscom aufs Neue eröffnet. Er meint, es sei „fahrlässig“, wenn der Bund die Mehrheit der Swisscom-Aktien behalte. Wir alle haben uns gewundert, nachdem Blocher den Swisscom-Einstieg in Irland verhinderte, weshalb er beim Einstieg in Italien kein Wort verlor. Des Rätsels Lösung: Er wollte das Risiko wieder ansteigen lassen, um besser privatisieren zu können. Peter Spuhler macht jetzt die Spur. Das könnte auch dem staatlichen Waffenkonzern Ruag geschehen, der zu 80% für die Privatwirtschaft produziert.

Unehrliche Sprache der Banken

Montag, den 5. November 2007 um 14:02

Schon lange wundere ich mich auf den Abrechnungen der Banken, vor allem von UBS und CS, über den Begriff „negativer Gewinn“. Sind die Bankkunden denn Idioten? Ein negativer Gewinn ist ein Verlust. Jetzt toppt dies noch die UBS, die über eine besonders kreative Sprache verfügt, indem sie über einen Verlust schreibt „der negative Erfolgsbeitrag“. Wir leben in Orwell’schen Zeiten, wo „double talk“ zur Tagesordnung geworden ist. VR-Präsident Marcel Ospel wäre demnach „ein partiell negativer Erfolgsmanager“.

Egoisten in der Pflegi töten Patienten

Montag, den 5. November 2007 um 13:13

Das ist das Grösste: Weil sich 80% des Pflegepersonals in Kliniken und Heimen nicht impfen lässt, werden dort Patienten mit Grippe angesteckt und müssen sterben, vor allem ältere Menschen. Die Grippeviren greifen die geschwächten Menschen in den Spitalbetten an, wo sie sich sicher fühlen. Das Bundesamt für Gesundheit, das uns laufend gesünder machen will, indem es alles verbietet, was Spass macht, will nicht eingreifen. Eine Impfpflicht ist umgehend einzuführen. Man stelle sich vor, früher warf man in den USA pockenverseuchte Decken in die Lager der Indianer, um sie schneller auszurotten. Heute laufen Menschen mit Grippeviren ungehindert durch die Stationen und hinterlassen Tote. Kein Ärgernis, ein Skandal.

Die tierische Überfremdung greift um sich.

Montag, den 5. November 2007 um 11:45

Unsere kürzliche Warnung, der amerikanische Signalkrebs vernichte unsere eigenen Arten, bleibt aufrecht erhalten. Mit Strom im Wasser kann er nicht vernichtet werden, wohl aber mit Gülle, was aber vielen stinkt. Im Kanton Baselland sind nun die asiatischen Marienkäfer bereits zu Millionen eingedrungen und vernichten unsere süssen einheimischen Marienkäfer, die herzigen. Während der Signalkrebs via Schiffsrumpf nach Europa kam, wohl rheinaufwärts über Basel, sind die asiatischen Marienkäfer aus einem Labor in Belgien ausgebrochen. Sie sind grösser als unsere Käferli und fressen deren Eier und Larven, wenn sie sonst nichts finden. Gleichzeitig droht Gefahr für unsere noch herzigeren roten Eichhörnchen, weil die amerikanischen Grauhörnchen, aus Italien kommend, wo sie alle einheimischen Konkurrenten vernichtet haben, nun via Tessin in die Schweiz eindringen wollen. Die Lega und die erstarkende SVP mögen sich bitte der Sache annehmen, denn was ist eine Schweiz ohne Schweizer Krebse, Schweizer Marienkäferli und Schweizer Eichhörnli?

Merke: Die Verdrängung einheimischer Top-Führungskräfte durch ausländische erhält aus dieser Perspektive ganz neues Gewicht. Offensichtlich duldet das Schweizer Kapital das Eindringen ausländischer Manager, weil die eine bessere Rentabilität garantieren. Die einheimischen Krebse, Verzeihung: Manager, fallen zurück und werden nur noch in Reservaten geduldet. Wohin soll das führen?

Das neue „Heidi“ ist eine Französin

Montag, den 5. November 2007 um 11:30

Johanna Spirys „Heidi“, eine Symbolfigur der Deutschen Schweiz, wird ab Weihnachten im Westschweizer TV von einer Französin gespielt. Elodie Bollée spielt die 15jährige mit Waden wie eine 25jährige. Aufgenommen wird das neue Heidi im französischen Savoyen und in den Schweizer Kantonen Wallis und Fribourg. Die Ostschweizer nehmen es bisher gelassen.

 
     
     
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