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Tagesarchiv für 2. November 2007

Der ideale Schweizer Mann und Manager

Freitag, den 2. November 2007 um 15:19

Wer als Führungskraft Erfolg haben will und sich dabei nicht auf Familie oder Beziehungen abstützen kann, stellt sich erfahrungsgemäss am besten wie folgt vor:
– Zivilstand: verh. oder „In festen Händen“
– Hobbys: Eishockey, Handball oder Fussball (Fechten und Golfen sind immer noch sehr exklusiv)
– Lieblingsgetränk: Wasser
– Bester Autor: Paulo Coelho
– Schwäche: Ungeduld
– Stärke: Gut organisiert

Daraus kann der potentielle Arbeitgeber oder Chef erkennen: Ein zuverlässiger Typ von einer gewissen Härte. Hält sich unter Kontrolle und kann andere antreiben.

Der Schweizer Medienkrieg tobt.

Freitag, den 2. November 2007 um 15:17

Der von uns für dieses Jahr vorausgesagte offene Medienkrieg zwischen den Schweizer Verlegern ist nun mit aller Macht ausgebrochen. Vor dem Hintergrund eines unausweichlichen Strukturwandels, an dessen Anfang wir erst stehen, hat die tamedia Gruppe mit der Übernahme von „Bund“ und „Berner Zeitung“ einen entscheidenden Anstoss gegeben. CEO Martin Kall, dessen kriegerisches Talent schon die „NZZ“ erleben musste, greift nun mit einer weiteren Gratiszeitung, „news“, das bisher von der Aufmachung wie von den Inseraten her schwache „.ch“ an, gleichzeitig auch den Aargauer Verleger Peter Wanner, der Kalls Strategie „perfid“ nennt.

Der im Inland verlegerisch seit Jahren geschwächte Ringier-Verlag hat „Blick“ und „SoBli“ seit kurzem glücklich umgestaltet, wenn auch die redaktionelle Kohärenz dieser beiden seit Jahren schlecht geführten Zeitungen noch verbesserungsfähig ist. Der „NZZ“-Verlag wirkt, von aussen betrachtet, weiter eher stagnierend, dies ganz offensichtlich angesichts einer ganzen Reihe interner Verbesserungen, die nach Kaizen-Prinzip Schritt um Schritt umgesetzt werden. Die Axel Springer Schweiz AG unter Leitung von Ralph Büchi nimmt im Binnenmarkt schon den dritten Platz ein. Der Chef der Wirtschaftsredaktionen, Martin Spieler, muss jetzt vor allem die „Bilanz“ sanieren, deren bisheriger Soft-Journalismus ihr fast alle Glaubwürdigkeit raubte. In der Westschweiz hat sich Lamunières Edipress SA sicher eingegraben, kommt aber auch nicht recht vorwärts.

Der entscheidende Kampf wird bei den mittelgrossen Verlegern von Tageszeitungen geführt werden:
– Kann Verleger Peter Wanner, der die Untreue von Martin Kall beklagt, sich auf Dauer halten? Wenn seiner AZ-Mediengruppe unter dem Druck aus Zürich die Partner abspringen, bedeutet dies Trojas Ende. Treue darf in diesem Markt niemand mehr erwarten.
– Kann Hanspeter Lebrument, der publizistisch den Südosten der Schweiz betreut, seine Unabhängigkeit bewahren? Im Hause Coninx wie Lebrument ist die Nachfolgefrage noch nicht beantwortet.
– Wie lange wird die „Basler Zeitung“ am Rheinknie noch einen Sonderfall fahren können? Tamedia verfährt dort nach meinem Prinzip „Die höchste Form der Aggression ist die Umarmung“.

Was stärkt diese unvermeidlichen Prozesse? Die nächste Rezession gegen Ende dieses Jahrzehnts dürfte die Kassen der Verleger hart treffen. Der Boom der Gratiszeitungen dürfte anhalten, was aber nicht für jede Gratiszeitung zutreffen wird. Der entscheidende Wettbewerbsfaktor „Kampf über den Inhalt“ leidet an der zu geringen Zahl geeigneter redaktioneller Mannschaften. Es ist in jüngster Zeit nur dem Aussenseiter „Weltwoche“ gelungen, sich über Inhalte zu profilieren.

24 000 Ex-Jugos beziehen IV

Freitag, den 2. November 2007 um 15:14

Diese Zahl ist ärgerlich, aber schwer zu qualifizieren. Die Albaner, Bosnier, Serben und Kroaten haben bei uns oft die gefährlichsten und härtesten Jobs. Werden sie krank, dann ist dies kein Wunder. Insgesamt haben gut 300 000 IV-Bezüger. Deshalb ist es ein Jammer, dass diese Arbeitslosigkeit zweiter Klasse im Schatten abläuft und uns die Aufsicht zu wenig Informationen gibt. Merke: Wer wenig informiert, hat meistens einen Hintergedanken.

Katholiken berauben eigene Kirche

Freitag, den 2. November 2007 um 15:14

Im idyllischen Laufenthal steht das romantische römisch-katholische Kloster Beinwil, das bisher als „Haus der Stille“ im ökumenischen Geist geführt wurde. Das heisst, die Katholiken konnten das Haus nicht mehr alleine betreiben und suchten eine Ersatzlösung. Jetzt, wo es zu einem Nutzerwechsel kommt, hat der ehemalige Priester Christian Homey bei Nacht und Nebel mit Freunden „seine“ Möbel mitgenommen. Anschliessend drang Kirchgemeindepräsident Herbert Brunner und die Kirche ein und nahm gleich 30 Stühle mit. Das erinnert mich an Beerdigungen im alten Griechenland, wo, wenn die Tote noch röchelte, sich die Freunde ihres Eigentums bemächtigten. Die neue ökumenische Gemeinschaft will am 1. Januar 08 das Haus übernehmen. Es soll dann wieder Stille herrschen.

Was fehlte der Hingis zum Superstar?

Freitag, den 2. November 2007 um 15:13

Die Medien, und speziell Ringier, deren ehemaliger Sportchef ebenso Mutter Hingis wie Tochter Hingis betreut, haben die Schweizer Tennisspielerin in den Himmel gehoben. Das Schweizer Volk blieb immer skeptischer; die Hingis spielte sich nie in die Herzen der Schweizer. Daran war ihr Auftritt schuld, ihre Sprache, vor allem aber ihr chaotisches Privatleben, das zu einem echten Star nie passte. Roger Federer hat auch sehr lange gebraucht (und musste mehr kämpfen als seine ausländischen Konkurrenten), um ausserhalb der Schweiz Interesse zu wecken. Daraus ist abzuleiten, dass ein Superstar eine Gesamtpersönlichkeit sein muss. Andy Warhol sagte einmal zurecht: „Jeder kann für 15 Minuten ein Superstar sein.“ Wenige schaffen es in der 16. Minute. Martina Hingis war ein Star, aber mit wenig Glanz. Daher lässt ihre jüngste Affäre uns auch weitgehend unberührt.

Bündner traumatisiert – Walliser greifen an.

Freitag, den 2. November 2007 um 13:43

FIFA-Präsident Sepp Blatter setzt sich persönlich ein, die Zürcher Regierungsrätin Rita Fuhrer lächelt für das Wallis und Patrick Rohr empfiehlt die Fahrt in den schönsten Schweizer Alpenkanton. Unter Leitung von Urs Zenhäusern, dem Walliser Tourismusdirektor, marschieren am kommenden Wochenende gleich 4000 Walliser in der Deutschen Schweiz ein, um in 14 Städten der „Üsserschwiiz“ den Stadtpräsidenten einen 14. Stern aus dem Wallis zu überreichen. Der Zürcher Stadtpräsident Dr. Elmar Ledergerber wird ihn am kommenden Samstag im Stadthaus erhalten. Darob sind die Bündner verzweifelt; sie werfen über sechs Millionen Franken in die Arena, um den Walliser Sturm aufzuhalten. Merke: Die Bernina-Gruppe hat neben dem Matterhorn keine Profilierungschance.

Schlechte Nachricht: noch mehr Deutsche

Freitag, den 2. November 2007 um 10:56

Über 155 000 Deutsche haben im letzten Jahr ihr Land verlassen, am liebsten Richtung Schweiz. Dass die Deutschen keine Lust mehr haben, ihrer Kanzlerin auch nur ein Wort zu glauben, ist verständlich. Was die SP dort bietet, ist ebenso traurig wie dies bei uns in der Schweiz der Fall ist. Jedoch, jetzt kommen noch mehr Deutsche in unser Land. Darüber freuen sich viele Branchen, die Bauindustrie, die Spitäler, die Schulen, die Verwaltungen. Der Schweizer „Normalo“ leidet, denn er erhält jetzt ein deutsches Kommando, wie es zu laufen hat. Auch ich leide manchmal darunter. Ohne Deutsche ist es viel gemütlicher in der Schweiz.

Jüdische Hotels als Pfeiler des Schweizer Tourismus

Freitag, den 2. November 2007 um 10:23

Aus Rücksicht auf seine jüdische und farbige Klientel duldet der Geschäftsführer des Dresdner „Holiday Inn“, Johannes H. Lohmeyer , keine rechtsextremen Politiker der deutschen NPD in seinem Haus. Zwei Politiker, die bei ihm Zimmer gebucht hatten, lud Lohmeyer wieder aus, was ihm und seinem Haus eine hervorragende Presse bescherte. Hunderte haben ihm zu seiner Tat gratuliert. „Viele wollen das nächste Mal in Dresden zu uns kommen“, freut sich Lohmeyer. Das Problem stellt sich in der Schweiz nicht. Hier gibt es Hotels für jüdische Gäste, die ihre Klientel seit Jahrzehnten pflegen, und als Säulen des Schweizer Tourismus nicht wegzudenken sind. Das 1883 gegründete „Edelweiss“ in St. Moritz ist gar das älteste koschere Hotel der Welt. Dass Rechtsextreme in jüdischen Schweizer Hotels absteigen, ist schon aufgrund der Preispolitik dieser Häuser wenig wahrscheinlich.

Philippe Welti

Zolliker haben ein Luxusproblem

Freitag, den 2. November 2007 um 9:43

Die Zolliker wissen nicht wohin mit der Herrschaftsvilla Meier-Severini am Dufourplatz. Die Zolliker haben darüber debattiert, dabei ist leider nichts rausgekommen. Die Villa des vor zwei Jahren verstorbenen Industriellen Hans Koenig wird vermutlich wieder an jemanden verscherbelt, damit die Zolliker Beamten Bares in der Kasse haben. Jürgen Schütt, Liegenschaftenvorstand der Gemeinde Zollikon hat keine Ideen oder einfach nur ein gewaltiges Luxusproblem. Maja Weber vom AmarQuartett ist die einzig mutige, die an die Querfinanzierung der Villa durch Privatpersonen glaubt. Im Notfall gibt es noch eine super Idee: macht ein Altersheim daraus, denn alte Menschen gibts in Zollikon wie Sand am Meer. Zollikon ist ja inzwischen die verschlafenste Gemeinde am Zürisee. Offenbar hat Zollikon mehr Hunde als Menschen unter 20 Jahren, was in irgendeiner Studie einer Schweizer Bank mal zu lesen war.

Fidel Stöhlker

Überfall an der Zolliker Post

Freitag, den 2. November 2007 um 9:26

Heute früh, 07.40 Uhr: Dem älteren Mann vor der Zolliker Post wollte der junge Mann sein Geld entreissen. Der packte dessen Arm, schüttelte ihn so lange, bis er das Geld fallen liess. Dann gab er ihm noch einen Hieb – und liess ihn laufen. Zweierlei ist daran bemerkenswert: Die Aggression der Benachteiligten greift auf das ruhige Zollikon über. Die ältere Generation kann abwehren und regt sich – noch – nicht auf. Zollikon hat soeben beschlossen, seinen „Luxus-Steuerfuss von 73%“ beizubehalten.

 
     
     
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