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Monatsarchiv für September 2007

Der Sarkozy-Bluff: Frühes Ende?

Freitag, den 28. September 2007 um 16:09

Präsident Nicolas Sarkozy („I tricked them all out“) will ein starkes Frankreich verkaufen, während sein Premier Francois Fillon sagt, Frankreich ist pleite. Sarkozy sieht ziemlich verzweifelt aus, fast atemlos, während seine Wirtschaftsministerin Christine Lagarde versteinert neben ihm steht. Dieser Junge, der viel versprach, ist kein Ronald Reagan. Wir dürfen uns auf spannende Jahre in Frankreich freuen, die Franzosen weniger.

Sterben die Vier-Stunden-Schläfer aus?

Freitag, den 28. September 2007 um 16:09

Einige Zeit war es Mode, sich als nächtlicher Vier-Stunden-Schläfer zu outen; Dr. Christoph Blocher einer der prominentesten von ihnen. Das schlafmedizinische Zentrum der Uni Regensburg hat in einer Langzeitstudie festgestellt: „Wenig Schlaf macht krank.“ Wie eine englische Studie festgestellt hat, lebt man am besten mit 6-8 Stunden Schlaf. Wer länger schläft, ist wahrscheinlich depressiv. Wer wegen Arbeitsdrucks oder den Folgen der Globalisierung zu wenig schlafe, schütte Cortisol aus, leide unter steigendem Blutdruck und werde fett. Zuckerkrankheit und Diabetes sind die Folge.

Merke: Der Zwang, schlank und fit aufzutreten, wie Peter Brabeck, Rainer E. Gut, Dr. Heinz Karrer und viele andere uns vorleben, ist noch kein Beweis für gutes Management – höchstens ein Indiz.

Stadtpräsidenten im Kreuzverhör

Freitag, den 28. September 2007 um 16:08

Elmar Ledergerber, der Zürcher Stapi, musste nun zugeben, dass er Freund Baumann wohl etwas zu rasch mit Bargeld aus der Kasse des Schauspielhauses versorgte. Sein Rückzug ist oberpeinlich, macht er doch deutlich, dass die Versuchungen der Macht auch Sozialdemokraten erreichen, die damit nichts am Hals haben wollen. Nicht minder unglücklich wirkt Kollege Ernst Wohlwend aus Winterthur, der aus Winterthur eine Stadt-Marke machen will, diese aber nicht findet. Vielmehr legten die Winterthurer, deren Vorzüge nur ein neuer Gottfried Keller zu beschreiben vermag, 13 Argumente für Winterthur vor, von denen keines überzeugt. Hat Winterthur wirklich nichts zu bieten, nachdem auch „en guete Bode“ genau dort landete? Meine Lösung lautet: „Winterthur, St. Germain bei Zürich“. Das trifft sogar zu.

Der Zürcher Heimatschutz spinnt.

Freitag, den 28. September 2007 um 15:02

Damit das Kunsthaus Zürich ausgebaut werden kann, sollen auf der anderen Strassenseite ein paar alte Schulbaracken abgerissen werden. Walter Kielholz, der Präsident der Zürcher Kunstgesellschaft, kämpft schon lange dafür. Jetzt will der Zürcher Heimatschutz den Abriss der alten Baracken verhindern. Höre ich recht? Man sollte einmal definieren, was wirklich des Schutzes würdig ist. Ein neues Zürcher Kunsthaus brauchen wir dringend. Es muss mindestens so attraktiv wie das Rietberg-Museum werden. Jedoch, niemand wagt den Kampf gegen den altertümlichen Heimatschutz; wahrscheinlich muss man ihm seine Zustimmung abkaufen.

Die SVP beeinflusst Rechtsextreme….

Freitag, den 28. September 2007 um 15:02

…sagt Alfred Donath, der stets mutige Präsident des Schweiz. Israelitischen Gemeindebundes. Er hat der Parteileitung ein Gespräch zu diesem Thema bestätigt, aber vor den Wahlen keinen Termin mehr erhalten. Donath ist besorgt, dass jeder zehnte Schweizer systematisch antisemitisch ist und weitere 28% zu antisemitischen Vorurteilen neigen. Donath: „Es ist klar, dass die Linksparteien den Schweizer Juden mehr zur Seite stehen.“ Bestätigt wird er von einer GfS-Studie, wonach die meisten Schweizer mit einem Antisemitismus-Problem SVP-Wähler sind. Donath: „Es ist klar, dass die Antisemiten dort einen Nährboden finden, der ihnen indirekt Argumente liefert.“

Merke: Was Donath klar ist, steht andernorts zur Diskussion, aber erst nach den Wahlen.

Fulvio Pellis Visionen.

Freitag, den 28. September 2007 um 15:02

Er, der meisterdenkende Präsident der FDP Schweiz, der Geist des zusammenbrechenden Tessiner Freisinns, Fulvio Pelli, ist überzeugt davon, seine Partei werde mit der genialen Kampagne „Hop Sviz“, dem eigenfinanzierten Büchlein „37 Gründe…“ und der Easy Swiss Tax, die aus den Köpfen der Zürcher FDP stammt, am 21. Oktober die Wahlen gewinnen. Dann, ja dann, werde er mit der Gewalt eines Tessiner Fallwindes die Lande auch rund um das Pelli-kritische Zürich mit Ostschweiz erobern und stracks auf den Sitz im Bundesrat zumarschieren. Hans-Rudolf Merz, ohnehin stets mehr verschreckt als von sich überzeugt, und Pascal Couchepin, dem man das Bildungsministerium nie zugestehen werde, würden dann entsetzt von ihren Sitzen fliehen, um dem jungen, urbanen, aber leider nicht weiblichen Fulvio Pelli ganz oben Platz zu machen. Merke: Träume sind Schäume, die Steigerung der Vision ist die Halluzination.

Krieg ist eine teure Sache.

Freitag, den 28. September 2007 um 15:01

Die amtierende US-Regierung investiert bekanntlich vorzugsweise in den schon verlorenen Irak-Krieg als in die Gesundheitsvorsorge ihrer eigenen Kinder. So sollen demnächst 17 700 MRAP’s gebaut und in den Irak geflogen werden. Das sind Kleinlaster zum Transport von 5-10 Soldaten. Weil die Zeit drängt, werden diese Fahrzeuge nicht verschifft, was günstig wäre, sondern mit geleasten ukrainischen Frachtflugzeugen in den Irak geflogen. Das Ticket für einen MRAP kostet USD 100 000.— Dafür muss ein kleiner Farmer in Wisconsin lange arbeiten.

Blanker Rassismus der FAZ

Freitag, den 28. September 2007 um 15:01

Manchmal enttäuscht mich die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. In ihrer Ausgabe vom 28. September 07 karikiert sie einen Chinesen mit den Worten „Und deutsche Plodukte laubkopielen will jetzt auch nicht mehl.“ Damit wird auf den Konflikt des Empfangs des Dalai Lama durch Kanzlerin Merkel auf die billigst denkbare Weise reagiert. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die von mir hoch geschätzte FAZ, die einmal ein „Blatt für kluge Köpfe war“, und heute auch noch in vielem ist, in manchen Teilen an Qualität zu verlieren droht. Die Redaktion „Politik“ und die Zeichner Greser&Lenz müssen sich etwas einfallen lassen. Die Deutschen schätzen es auch nicht, wenn sie von Ausländern als bornierte Preussen, hochmütige Hamburger, steifnackige Hannoveraner oder tumbe Pfälzer karikiert werden. Einen solchen Stil hat die FAZ nicht nötig.

Lausanne, Welthauptstadt des Rauchens.

Freitag, den 28. September 2007 um 15:00

Zürich ist die Welthauptstadt des Fussballs, Lausanne die Welthauptstadt des Internationalen Olympischen Komitees. Es ist aber auch die Welthauptstadt des Rauchens, denn Philip Morris hat dort auf 75 000 qm für seine 1500 Mitarbeiter eine Zentrale gebaut, die 275 Mio. Franken kostete. Dieses Wundergebäude ist mir seit Monaten aufgefallen, eine eigentliche Stadt in der Stadt. Dort entsteht die Schweiz der Zukunft mit 86 Nationalitäten. Mr. Philip Morris war übrigens ein Engländer, 1847 geboren. Seine Firma, die von Lausanne aus geführt wird, hat heute einen Weltmarktanteil von über 15%. Die Antiraucherkampagnen haben PM bisher wenig geschadet: Osteuropäer, Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner rauchen immer mehr.

Deutsche Arbeitnehmer auf der Rutschbahn

Freitag, den 28. September 2007 um 11:10

Alle reden von liberaler Marktwirtschaft, die Realität sieht anders aus. Das Statistische Bundesamt unseres „grossen Kantons“ hat soeben wissen lassen: Die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer in Deutschland sind auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren. Schuld sind weniger die Arbeitgeber als der Staat selber, wo Inflation und Sozialversicherungsbeiträge die mageren Gewinne aufgefressen haben. Die Unternehmer selber haben in der gleichen Zeit gut abgeschnitten, aber erfolgreicher Unternehmer wird ohnehin nur, wer über ein höheres Tempo als die meist lahme Arbeitnehmerschaft verfügt – Unternehmensberater einmal ausgenommen, da diese zu Tempo und Einsatz verpflichtet sind.

 
     
     
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