Schützt unsere Kinder – Wahlprogramm für FDP
20. August 2007 um 10:29Blocher verärgert mit seiner Haltung, klare Regeln gegen Internetkriminalität nicht einführen zu wollen, die breite Öffentlichkeit. Gleichzeitig will die SVP gegen kriminelle ausländische Jugendliche vorgehen und sie des Landes verweisen. Gerade diese Jugendlichen ergötzen sich besonders an Sex und Gewalt im Internet. Es ist selbst für Kinder leicht, an harte Pornographie im Internet zu gelangen, ohne irgendetwas dafür zahlen zu müssen. Die Eltern wissen vielfach nicht Bescheid, was ihre Kinder im Netz so betrachten. Ebenso hat Bundesrat Blocher vermutlich keine Ahnung, was im Internet wirklich frei verfügbar ist. Verdrängung ist keine Lösung. Die Internetkriminalität nicht bekämpfen zu wollen, halte ich persönlich für eine Katastrophe.
Die FDP begeht einen grossen Fehler, wenn sie die SVP hier unterstützt. Die Familien und besonders die Kinder müssen vor solchen krassen Auswüchsen im Netz geschützt werden. In Basel vergewaltigte unlängst ein 13 Jähriger zwei junge Mädchen (16 und 14). Es ist sonnenklar, woher solche Auswüchse kommen. Ähnliche Filme sind im Internet leicht zu finden, und die Jugendlichen informieren sich gegenseitig. Die FDP sollte diese Themen mit mehr Ernsthaftigkeit behandeln, als dies die SVP mit Herrn Blocher tut.
Eigentlich sollte sich die CVP als christlichdemokratische Partei dem Thema annehmen, doch scheint es hier an Kraft und Entschiedenheit zu fehlen. Pornographie stumpf nicht nur Kinder und Jugendliche ab, sie hat auch bei Erwachsenen dieselbe Wirkung. Sie tötet die Liebe.
Fidel Stöhlker

