Roger Köppel bleibt geheimnisvoll.
12. Juli 2007 um 15:23Eines gibt unser geistreiche Jungverleger Roger Köppel gerne zu: “Am Schluss zählt nur der Erfolg.” Er meint damit, in dieser Reihenfolge, Qualität der Redaktion, Auflage, Inserate. Ob er nun eine “Blocher-Woche” herausgibt, die politisch dem Goldküsten-Milliardär nahe steht oder ein Unterhaltungsblatt für den geistigen Mittelbau unseres Landes, denn der Oberbau liest international und die Fachmedien, ist vorläufig nicht von Bedeutung. Tatsache ist jedoch, dass er unser einziger Verleger ist, bei dem nicht 100prozentig klar ist, wie er die Übernahme der “Weltwoche” finanzierte und wer ihn, mit oder ohne Geld, steuert. Köppels Angriffe gegen “tamedia” und “NZZ” sind eigentlich unfair, denn dort weiss man, welches redaktionelle Spiel mit den Lesern abgewickelt wird. Köppel bleibt eine “blackbox”, das ist nicht gut für die Glaubwürdigkeit seines Verlags.


am 12. Juli 2007 um 18:08 Uhr.
Wenn Ihre Klienten die Öffentlichkeit immer und überall über die Herkunft ihres Kapitals orientieren, erfreut das die Gewerkschaften – mehr aber nicht
am 13. Juli 2007 um 11:49 Uhr.
Anaximander, eine Zeitung ist keine Würstlifabrik. Natürlich ist es essentiell, wer finanziell und ideologisch hinter der Weltwoche steht und wer den Herrn Köppel fernsteuert. Wer als Journalist und Verleger so geheimnistuerisch tut was den eigenen Background betrifft, taugt nicht zum Aufklärer, als der er sich aufspielt.
am 13. Juli 2007 um 17:17 Uhr.
Hah, hah, anaximander! Das hat schon Borderline-Qualität. In der Wirkung auf MICH. Zu Transparenz kann man den Köppel nicht zwingen, aber selbstverständlich interessiert einen, woher das Kapital kommt.
Als sonniger Mensch verstehe ich deinen Kommentar dennoch als RIESENKOMPLIMENT an die Gewerkschaften und freue mich, dass du noch lernfähig bist.
am 16. Juli 2007 um 18:52 Uhr.
O, bitte, bitte, gern geschehen, gris-gris. Ich meine, die Gewerkschaften haben jedes Recht, in Erfahrung zu bringen, wer wieviel Geld in was investiert, schließlich tragen sie die Risiken…
am 16. Juli 2007 um 18:53 Uhr.
Jean-Claude – Wo ist der Unterschied zwischen der Würschtlifabrik und der Zeitung? – Ich meine in gewissen Zeitungen eher eine Cervelatfabrik zu sehen, denn…
am 17. Juli 2007 um 14:15 Uhr.
@anaximander, mit der Cervalatfabrik muss ich dir recht geben, es könnte sich aber auch um Käsefabrikation handeln. Was ich nicht so ganz einsehe ist die Sache der Risiken welche die Gewerkschaften tragen. imo tragen Gewerkschaften nie irgendwelche Risiken, sie schieben einfach ihre Mitglieder vor (zum Glück sind die Gewerkschaften in der Schweiz relativ machtlos im Vergleich zum grossen Kanton).