Roger Köppel bleibt geheimnisvoll.
Donnerstag, den 12. Juli 2007 um 15:23Eines gibt unser geistreiche Jungverleger Roger Köppel gerne zu: “Am Schluss zählt nur der Erfolg.” Er meint damit, in dieser Reihenfolge, Qualität der Redaktion, Auflage, Inserate. Ob er nun eine “Blocher-Woche” herausgibt, die politisch dem Goldküsten-Milliardär nahe steht oder ein Unterhaltungsblatt für den geistigen Mittelbau unseres Landes, denn der Oberbau liest international und die Fachmedien, ist vorläufig nicht von Bedeutung. Tatsache ist jedoch, dass er unser einziger Verleger ist, bei dem nicht 100prozentig klar ist, wie er die Übernahme der “Weltwoche” finanzierte und wer ihn, mit oder ohne Geld, steuert. Köppels Angriffe gegen “tamedia” und “NZZ” sind eigentlich unfair, denn dort weiss man, welches redaktionelle Spiel mit den Lesern abgewickelt wird. Köppel bleibt eine “blackbox”, das ist nicht gut für die Glaubwürdigkeit seines Verlags.

