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Sanfter Schweizer Rassismus

29. Juni 2007 um 9:14

Offener Rassismus ist erstaunlich oft in unserem Land anzutreffen; solche Dummheiten, die sich nicht nur auf einfache Menschen beschränken, sind wahrscheinlich unvermeidlich und auch in anderen Staaten anzutreffen. Viel gefährlicher ist der “sanfte Rassismus”, dem man als aufmerksamer Beobachter häufig begegnet. Wie funktioniert dies? Zwei Beispiele:

- Den in der Schweiz aufgewachsenen kroatischen und serbischen Fussballspielern der Nationalmannschaft wirft man nun vor, sie hätten sich gegen die Schweiz und für ihre Heimatstaaten entschieden. Vorwurfsvoll wird gesagt, man sei ja so hilfreich für sie gewesen. Das ist nur die halbe Wahrheit. Ich habe bei vielen ex-Jugoslawen eine tiefe Verbitterung festgestellt, wie sie in der Schweiz betrachtet und behandelt werden. Dass sie sich dann im Ernstfall nicht für unser Land entscheiden, ist nur logisch.
- Eine Studentin aus Kolumbien, die sich an der Uni Zürich ernsthaft auf ihre erste Schweizer Prüfung vorbereitet hatte, verliess sich auf das Wort ihres Professors, sie könne studieren und die Prüfung ablegen. Weil sie die Schweizer Sitten nicht kannte und eine Anmeldung auf einer Website versäumte, wurde sie dann zur Prüfung, die sie spielend bestanden hätte, nicht zugelassen.

Im Gegensatz dazu: Bewähren sich Ausländer, sei es im Sport oder in anderen Tätigkeiten, wie Mark Forster, der “Schweizer” Starregisseur, der eigentlich ein Deutscher ist, findet die mentale Einbürgerung sofort statt, ob der Betroffene will oder nicht.

Daraus ist zu lernen: Man gibt Ausländern weniger Spielraum als Schweizern. Sie unterliegen einer härteren Aufsicht und Beurteilung als eingeborene Eidgenossen. Ex-Jugos und andere Osteuropäer, Afrikaner und Lateinamerikaner leiden darunter besonders. Der sich liberal gebende “Tagi” nennt den Fussballer-Entscheid sogar “Die Rache der Jugos”. Das nenne ich “sanften Rassismus”, der so sanft gar nicht ist.

Ein Kommentar zu “Sanfter Schweizer Rassismus”

  1. ein -ic, der kein jugo ist :-)

    “Ich habe bei vielen ex-Jugoslawen …” was bedeutet ex-Jugoslawen bitte?

    Vor allem sollten die Journalisten ENDLICH nach 17 Jahren nicht mehr in fast allen Kriminalberichten PAUSCHAL von sog. ex-Jugoslawen (im Volksmund “Jugos” genannt) sprechen. Mittlerweile ist Slowenien EU-Mitglied, Kroatien ist auch auf dem Weg… Wir alle wissen eigentlich wer (vor allem) mit Drogen dealt, “Probleme” verursacht und gewalttätig ist, man redet aber immer noch von ex-Jugoslawen. Es ist erstaunlich warum NIE die Rede war/ist von ex-UdSSR oder von ex-Tschechoslowakei, also bitte die Täter/Fakten immer beim Namen nennen. Wenn ein Kriminaltat von einem XYZ begangen wurde, soll es richtig heissen “… XYZ … Bürger von Slowenien oder Kroatien oder Bosnien oder Serbien oder Kosovo oder Mazedonien oder China oder Japan oder … nicht einfach XYZ der ex-Jugoslawe ”. Ansonsten haben leider die Ur-Schweizer (bitte nicht alle; nur diejenigen, welche keine Bildung bzw. Ahnung von Geschichte haben), keine Chance zu unterscheiden! Sorry … dies mus immer wieder gesagt werden.

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